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Der Kiefernholznematode Bursaphelenchus xylophilus

Merkmale und Symptome

Ganzer Körper eines männlichen Tieres von Bursaphelenchus xylophilus © INIAV www.iniav.pt

Bursaphelenchus xylophilus ist ein prioritärer Unionsquarantäneschädling, deren mögliche wirtschaftliche, ökologische oder soziale Schäden besonders hoch sind. Die Schwere der Schadwirkung wird nach festgelegten Kriterien beurteilt. Sie sind in der  Delegierten Verordnung (EU) 2019/1702 der Kommission festgelegt.

Ganzer Körper eines männlichen Tieres von Bursaphelenchus xylophilus © INIAV www.iniav.pt

Bursaphelenchus xylophilus ist ein prioritärer Unionsquarantäneschädling, deren mögliche wirtschaftliche, ökologische oder soziale Schäden besonders hoch sind. Die Schwere der Schadwirkung wird nach festgelegten Kriterien beurteilt. Sie sind in der  Delegierten Verordnung (EU) 2019/1702 der Kommission festgelegt.

Biologie

Der Kiefernholznematode ist ein zirka 1 Millimeter großer Fadenwurm.

In seinem Kopf hat er einen Mundstachel, mit dem er pflanzliche Zellen zur Nahrungsaufnahme anstechen kann.

Um neue Bäume zu besiedeln, benötigt der Kiefernholznematode als Vektoren Bockkäfer der Gattung Monochamus sp..

Wenn die Bockkäfer schlüpfen und den Baum verlassen, nehmen sie im Holz die Dauerlarven der Kieferholznematoden auf, die sich in ihren Atmungsorganen und unter den Flügeldecken einnisten. Beim Reifungsfrass der Käfer an jungen Kiefernästen oder der Eiablage der Käfer werden die Nematoden auf gesunde Bäume übertragen. Die Nematoden entwickeln sich im Baum, der an den Folgen des Befalls abstirbt.

Die Kiefernholznematoden leben im Leitungssystem von Kiefernholz. Sie ernähren sich von Pflanzensaft und saugen Hyphen von Bläuepilzen im Totholz.

Der Kiefernholznematode ist ein zirka 1 Millimeter großer Fadenwurm.

In seinem Kopf hat er einen Mundstachel, mit dem er pflanzliche Zellen zur Nahrungsaufnahme anstechen kann.

Um neue Bäume zu besiedeln, benötigt der Kiefernholznematode als Vektoren Bockkäfer der Gattung Monochamus sp..

Wenn die Bockkäfer schlüpfen und den Baum verlassen, nehmen sie im Holz die Dauerlarven der Kieferholznematoden auf, die sich in ihren Atmungsorganen und unter den Flügeldecken einnisten. Beim Reifungsfrass der Käfer an jungen Kiefernästen oder der Eiablage der Käfer werden die Nematoden auf gesunde Bäume übertragen. Die Nematoden entwickeln sich im Baum, der an den Folgen des Befalls abstirbt.

Die Kiefernholznematoden leben im Leitungssystem von Kiefernholz. Sie ernähren sich von Pflanzensaft und saugen Hyphen von Bläuepilzen im Totholz.

Nachweis

Ein Nachweis des Befalls mit dem Kiefernholznematoden ist nur anhand einer Untersuchung des Holzes im Labor möglich.

Ein Nachweis des Befalls mit dem Kiefernholznematoden ist nur anhand einer Untersuchung des Holzes im Labor möglich.

Herkunft

Der Kiefernholznematode Bursaphelenchus xylophilus stammt ursprünglich aus Nordamerika. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er nach Asien (Japan, Korea, China, und Taiwan) eingeschleppt. In der Europäischen Union wurde er erstmals im Jahr 1999 in Portugal festgestellt. In Spanien gab es einzelne Ausbrüche.

Mit Zunahme des Welthandels im Rahmen der Globalisierung hat sich Verpackungsholz als Hauptrisikomaterial für die Verschleppung des Kiefernholznemetoden erwiesen.

Der Kiefernholznematode Bursaphelenchus xylophilus stammt ursprünglich aus Nordamerika. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er nach Asien (Japan, Korea, China, und Taiwan) eingeschleppt. In der Europäischen Union wurde er erstmals im Jahr 1999 in Portugal festgestellt. In Spanien gab es einzelne Ausbrüche.

Mit Zunahme des Welthandels im Rahmen der Globalisierung hat sich Verpackungsholz als Hauptrisikomaterial für die Verschleppung des Kiefernholznemetoden erwiesen.

Wirtspflanzen

Als „anfällige Pflanzen" gelten gemäß des Durchführungsbeschlusses (EU) 2012/535 Koniferen der Gattungen Abie sp. (Tanne), Picea sp. (Fichte) Pinus sp. (Kiefer), Larix sp. (Lärche), Cedrus sp. (Zeder), Pseudotsuga sp. (Douglasie) und Tsuga sp. (Hemlocktanne).
Die Pflanzengattungen Thuja und Taxus sind keine Wirtspflanzen von Bursaphelenchus xylophilus.
Die Kiefernwelke als Krankheit tritt vor allem an der Gattung Pinus auf.

In Europa vorkommende Wirtspflanzen sind die Waldkiefer (Pinus sylvestris), Schwarzkiefer (Pinus nigra), Strandkiefer, Sandkiefer (Pinus pinaster), Bergkiefer (Pinus mugo), Aleppo-Kiefer (Pinus halapensis) und andere Arten von Pinus sp., Abies sp. (Tanne), Cedrus sp. (Zeder), Larix sp. (Lärche), Picea sp. (Fichte), Pseudotsuga sp. (Douglasie) und Tsuga sp. (Hemlocktanne).

Als „anfällige Pflanzen" gelten gemäß des Durchführungsbeschlusses (EU) 2012/535 Koniferen der Gattungen Abie sp. (Tanne), Picea sp. (Fichte) Pinus sp. (Kiefer), Larix sp. (Lärche), Cedrus sp. (Zeder), Pseudotsuga sp. (Douglasie) und Tsuga sp. (Hemlocktanne).
Die Pflanzengattungen Thuja und Taxus sind keine Wirtspflanzen von Bursaphelenchus xylophilus.
Die Kiefernwelke als Krankheit tritt vor allem an der Gattung Pinus auf.

In Europa vorkommende Wirtspflanzen sind die Waldkiefer (Pinus sylvestris), Schwarzkiefer (Pinus nigra), Strandkiefer, Sandkiefer (Pinus pinaster), Bergkiefer (Pinus mugo), Aleppo-Kiefer (Pinus halapensis) und andere Arten von Pinus sp., Abies sp. (Tanne), Cedrus sp. (Zeder), Larix sp. (Lärche), Picea sp. (Fichte), Pseudotsuga sp. (Douglasie) und Tsuga sp. (Hemlocktanne).

Befallsymptome

Absterben von Pinus densiflora in Japan infolge des Befalls mit Bursaphelenchus xylophilus © Pedro Naves, Forest Entomologist of the National Institut for Agrarian and Veterinary Research Plant Health Unit – Qeiras (Lisbon), Portugal www.iniav.pt

Der Kiefernholznematode kann sich in Koniferen entwickeln, ohne dass sichtbare Symptome an den Bäumen auftreten.
Nach einem Befall bei einer Tagestemperatur von durchschnittlich über 20°C stirbt ein infizierter Baum in wenigen Monaten ab. 

  • Symptome eines möglichen Befalls zeigen sich zuerst durch Welkeerscheinungen an den Wirtspflanzen.
  • an Nadelaufhellungen und -verfärbungen,
  • durch verminderten Harzfluss,
  • abgestorbene Kronenbereiche und
  • zum Teil strahlenförmige Blauverfärbung im Holzquerschnitt,
  • bei weit fortgeschrittenem Befall das Vergilben oder Bräunen der Nadeln
  • Spuren vom Reifungsfraß der Käfer an jungen Ästen
  • Ausbohrlöcher der Bockkäfer
  • Die infizierten Kiefern sterben ab und werden von den Käfern erneut zur Eiablage genutzt. Nach der Entwicklung und Überwinterung verpuppen sich die Käferlarven im Holz. Die schlüpfenden Käfer werden von den Nematoden besiedelt.
Absterben von Pinus densiflora in Japan infolge des Befalls mit Bursaphelenchus xylophilus © Pedro Naves, Forest Entomologist of the National Institut for Agrarian and Veterinary Research Plant Health Unit – Qeiras (Lisbon), Portugal www.iniav.pt

Der Kiefernholznematode kann sich in Koniferen entwickeln, ohne dass sichtbare Symptome an den Bäumen auftreten.
Nach einem Befall bei einer Tagestemperatur von durchschnittlich über 20°C stirbt ein infizierter Baum in wenigen Monaten ab. 

  • Symptome eines möglichen Befalls zeigen sich zuerst durch Welkeerscheinungen an den Wirtspflanzen.
  • an Nadelaufhellungen und -verfärbungen,
  • durch verminderten Harzfluss,
  • abgestorbene Kronenbereiche und
  • zum Teil strahlenförmige Blauverfärbung im Holzquerschnitt,
  • bei weit fortgeschrittenem Befall das Vergilben oder Bräunen der Nadeln
  • Spuren vom Reifungsfraß der Käfer an jungen Ästen
  • Ausbohrlöcher der Bockkäfer
  • Die infizierten Kiefern sterben ab und werden von den Käfern erneut zur Eiablage genutzt. Nach der Entwicklung und Überwinterung verpuppen sich die Käferlarven im Holz. Die schlüpfenden Käfer werden von den Nematoden besiedelt.
Adult Monochamus galloprovincialis © Pedro Naves www.iniav.pt

Bockkäfer als Vektor

  • Die Fadenwürmer werden nur durch Käfer der Gattung Monochamus sp. übertragen. Bitte achten Sie auf das Vorhandensein von Ausbohrlöchern der Käfer.
Adult Monochamus galloprovincialis © Pedro Naves www.iniav.pt

Bockkäfer als Vektor

  • Die Fadenwürmer werden nur durch Käfer der Gattung Monochamus sp. übertragen. Bitte achten Sie auf das Vorhandensein von Ausbohrlöchern der Käfer.
Absterbende Bäume © Pedro Naves www.iniav.pt

Weitere wichtige Details finden Sie auf den Internetseiten des Julius-Kühn-Institutes.

Bei für die Kiefernholznematoden optimalen Temperaturen im Juli/August sterben infizierte Bäume innerhalb weniger Monate ab.

Absterbende Bäume © Pedro Naves www.iniav.pt

Weitere wichtige Details finden Sie auf den Internetseiten des Julius-Kühn-Institutes.

Bei für die Kiefernholznematoden optimalen Temperaturen im Juli/August sterben infizierte Bäume innerhalb weniger Monate ab.

Aktuelle Befallssituation von Bursaphelenchus xylophilus

  • Kanada
  • Mexiko
  • USA
  • China
  • Japan
  • Republik Korea
  • Taiwan
  • Armenien
  • Portugal
  • Insel Madeira (Portugal)
  • Spanien
  • Kanada
  • Mexiko
  • USA
  • China
  • Japan
  • Republik Korea
  • Taiwan
  • Armenien
  • Portugal
  • Insel Madeira (Portugal)
  • Spanien

Verbreitungs- und Übertragungswege

  • Die Verschleppung des Bursaphelenchus xylophilus erfolgt vor allem durch Holzverpackungsmaterial, wie Paletten, Kisten, Kabeltrommeln und Stauholz aus unbehandelten oder nicht behandelten Stämmen von Nadelbäumen, wie zum Beispiel Kiefernholz aus Befallsgebieten.
  • Rund- und Schnittholz,
  • die Rinde infizierter Wirtspflanzen,
  • Rinde und Hackschnitzel,
  • Rückstände und Nebenprodukte der Holzverarbeitung, die als Mulch oder Brennstoff transportiert werden,
  • Lebende Pflanzen, wie der Handel mit infizierten Bonsais oder anderen Koniferen, die latent befallen sind
  • sowie örtlich durch den Vektor.

Die natürliche Ausbreitung des Bursaphelenchus xylophilus erfolgt über die Monochamus-Arten (Bockkäfer), insbesondere über Verpackungsholz aus infizierten Kiefern. Die Nematoden siedeln sich in den Atemöffnungen (Tracheen) der Bockkäfer an.
Beim Fressen der Jungkäfer an jungen Kieferntrieben gelangen die Nematoden über die Wunden in das Harzkanalsystem gesunder Bäume
Weibliche Bockkäfer übertragen die Nematoden bei der Eiablage in geschwächtes oder frisch geschlagenes Holz.

  • Die Verschleppung des Bursaphelenchus xylophilus erfolgt vor allem durch Holzverpackungsmaterial, wie Paletten, Kisten, Kabeltrommeln und Stauholz aus unbehandelten oder nicht behandelten Stämmen von Nadelbäumen, wie zum Beispiel Kiefernholz aus Befallsgebieten.
  • Rund- und Schnittholz,
  • die Rinde infizierter Wirtspflanzen,
  • Rinde und Hackschnitzel,
  • Rückstände und Nebenprodukte der Holzverarbeitung, die als Mulch oder Brennstoff transportiert werden,
  • Lebende Pflanzen, wie der Handel mit infizierten Bonsais oder anderen Koniferen, die latent befallen sind
  • sowie örtlich durch den Vektor.

Die natürliche Ausbreitung des Bursaphelenchus xylophilus erfolgt über die Monochamus-Arten (Bockkäfer), insbesondere über Verpackungsholz aus infizierten Kiefern. Die Nematoden siedeln sich in den Atemöffnungen (Tracheen) der Bockkäfer an.
Beim Fressen der Jungkäfer an jungen Kieferntrieben gelangen die Nematoden über die Wunden in das Harzkanalsystem gesunder Bäume
Weibliche Bockkäfer übertragen die Nematoden bei der Eiablage in geschwächtes oder frisch geschlagenes Holz.

Bürgerpflichten

Bei Auftreten oder Verdacht des Auftretens von Unionsquarantäneschadorganismen besteht eine unverzügliche Meldepflicht für jede Person an den jeweils zuständigen Pflanzenschutzdienst mit der Angabe aller notwendigen Informationen zum Auftreten oder den Verdacht des Auftretens.

Für die Meldung im Land Brandenburg ist das auf den Internetseiten der Pflanzengesundheitskontrolle veröffentlichte Meldeformular mit den dort aufgeführten Kontaktdaten zu verwenden.

Bei Auftreten oder Verdacht des Auftretens von Unionsquarantäneschadorganismen besteht eine unverzügliche Meldepflicht für jede Person an den jeweils zuständigen Pflanzenschutzdienst mit der Angabe aller notwendigen Informationen zum Auftreten oder den Verdacht des Auftretens.

Für die Meldung im Land Brandenburg ist das auf den Internetseiten der Pflanzengesundheitskontrolle veröffentlichte Meldeformular mit den dort aufgeführten Kontaktdaten zu verwenden.

Ansprechpartner:
E-Mail:
pgk_uqs@­lelf.brandenburg.de
Telefon:
+49 335 60676-2101

Prävention

Für den Import und Export von Verpackungsholz muss das Holz nach dem Internationalen Standard für phytosanitäre Maßnahmen Nummer 15 phytosanitär behandelt und mit einer Markierung versehen worden sein.

Bringen Sie von Ihren Reisen keine Pflanzen und Pflanzenteile aus Regionen mit, in denen der Kiefernholznematode vorkommt. 
Bitte beachten Sie die geltenden Einfuhrverbote für Pflanzen und Pflanzenteile von Nadelgehölzen mit Herkunft aus Nicht-EU-Ländern!

Bitte informieren Sie sich beim Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes.

Für den Import und Export von Verpackungsholz muss das Holz nach dem Internationalen Standard für phytosanitäre Maßnahmen Nummer 15 phytosanitär behandelt und mit einer Markierung versehen worden sein.

Bringen Sie von Ihren Reisen keine Pflanzen und Pflanzenteile aus Regionen mit, in denen der Kiefernholznematode vorkommt. 
Bitte beachten Sie die geltenden Einfuhrverbote für Pflanzen und Pflanzenteile von Nadelgehölzen mit Herkunft aus Nicht-EU-Ländern!

Bitte informieren Sie sich beim Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes.

Weiterführende Informationen

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