Zahlen und Fakten: Acker- und Pflanzenbau

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Amtliche Sortenprüfung / Versuchswesen

Dem Faktor Sorte kommt im Hinblick auf eine nachhaltige, kosteneffiziente sowie umwelt- und qualitätsgerechte landwirtschaftliche Erzeugung ein hohes Innovationspotenzial im Pflanzenbau zu. Gezielte Sortenwahl und Bewertung der Leistungsstabilität von Sorten ist darüber hinaus eine Anpassungsmöglichkeit an die Wirkungen von Klimaveränderungen.

Dem Faktor Sorte kommt im Hinblick auf eine nachhaltige, kosteneffiziente sowie umwelt- und qualitätsgerechte landwirtschaftliche Erzeugung ein hohes Innovationspotenzial im Pflanzenbau zu. Gezielte Sortenwahl und Bewertung der Leistungsstabilität von Sorten ist darüber hinaus eine Anpassungsmöglichkeit an die Wirkungen von Klimaveränderungen.

  • Allgemeine Informationen

    Ziel der Landessortenversuche ist die regionale Prüfung des landeskulturellen Wertes von Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten im integrierten und ökologischen Anbau. Dabei werden alle notwendigen ertrags-, anbau-, resistenz- und qualitätsrelevanten Eigenschaften der Sorten unter den differenzierten Boden- und Klimabedingungen Brandenburgs nach bundeseinheitlichen Richtlinien in Feld- und Laborprüfungen erfasst und vergleichend bewertet.

    Aus den Ergebnissen der mehrjährig, mehrortig und regional durchgeführten Landessortenversuche werden amtliche, wettbewerbsneutrale Sortenempfehlungen für Anbau, Vermehrung, Verarbeitung und Beratung abgeleitet. Dies ist ein Beitrag zur Risikoprävention und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Unternehmen in Brandenburg.

    Im Rahmen des integrierten Sortenprüfsystems zwischen Bund und Ländern ist das Bundessortenamt für die Zulassung von Pflanzensorten nach Saatgutverkehrsgesetz und weiteren gesetzlichen Regelungen in Deutschland zuständig. Die Prüfergebnisse, die zur Zulassung einer Sorte geführt haben, erlauben jedoch keine Aussagen zur Sorteneignung unter den sehr unterschiedlichen regionalen Boden- und Klimabedingungen. Diese amtliche Sortenprüfung ist auf Basis des Saatgutverkehrsgesetzes und verwaltungsrechtlicher Vereinbarungen zwischen den Bundesländern, dem Bundessortenamt und dem Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e  .V. Aufgabe der Bundesländer. Vom im Land Brandenburg dem Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) zugeordneten Landessortenwesen wurden im Jahr 2021 Landessortenversuche mit allen relevanten Pflanzenarten in Zusammenarbeit mit 17 landwirtschaftlichen Unternehmen auf entsprechend repräsentativen Praxisflächen durchgeführt.

    Hierfür dankt das LELF folgenden Unternehmen:

    • Leupelt-Friedenberger GbR Altreetz
    • Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH Beerfelde
    • Agrar GbR Booßen
    • Agrargenossenschaft Uckermark Agrar eG Göritz
    • Agrargenossenschaft Goßmar eG
    • Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung e. V. Ruhlsdorf/Groß Kreutz
    • Jahnsfelder Landhof Öko-Agrar-GmbH
    • Gut Kerkow Landwirtschaftsbetriebs KG
    • Agrarerzeugergemeinschaft GbR Kliestow
    • Produktivgenossenschaft Flämingrind eG Kranepuhl
    • Landwirtschaftsbetrieb Marco Hintze Krielow
    • Landwirtschaft Ilse Letschin
    • Agrargenossenschaft Lüchfeld eG
    • Agrogenossenschaft Schiffmühle eG
    • Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG
    • Agrargenossenschaft Sonnewalde eG
    • Agrargenossenschaft „Höhe“ eG Steinbeck

    Die technische Prüfungsdurchführung erfolgte an allen Standorten nach bundeseinheitlichen Richtlinien durch die BioChem agrar GmbH als Dienstleistungsunternehmen im Auftrag des LELF.
    Außerdem konnten für die Prüfung einzelner Pflanzenarten Standorte von Kooperationspartnern im Land genutzt werden. Dies sind Dedelow (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung Müncheberg e. V.), Petkus (KWS Lochow GmbH) und Kleptow (Hybro Saatzucht GmbH & Co. KG).

    In der vertraglich zwischen den entsprechenden Ministerien geregelten Zusammenarbeit Brandenburgs mit Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen auf dem Gebiet der Sortenprüfung werden die Landessortenversuche, Wertprüfungen des Bundessortenamtes und EU-Sortenversuche für alle Pflanzenarten nach gemeinsam definierten, länderübergreifenden Boden-Klima-Räumen beziehungsweise Anbaugebieten geplant, durchgeführt und ausgewertet, um dadurch die Effektivität der Landessortenprüfung und die Aussagefähigkeit der Ergebnisse weiter zu erhöhen. Dieses Verfahren bietet in Verbindung mit entsprechenden biostatistischen Auswertungsmethoden ein effizientes und an den Erfordernissen der landwirtschaftlichen Praxis sowie des Fachrechts orientiertes Prüfwesen, das fundierte Aussagen für die einzelnen Anbaugebiete ermöglicht. Damit wird ein Beschluss der Agrarministerkonferenz zur Weiterentwicklung des deutschen Sortenprüfwesens umgesetzt.

    Brandenburg besitzt den Hauptanteil am Anbaugebiet D-Süd (trocken-warme Diluvialböden des ostdeutschen Tieflandes), das die eigenen Diluvialstandorte sowie die Ostvorpommerns, Südwestmecklenburgs, der Altmark, des Dessau-Wittenberger Raumes und Nordsachsens umfasst. Außerdem werden die besseren Böden der Uckermark (Standorte Göritz, Dedelow, Kleptow) dem Anbaugebiet D-Nord zugeordnet, sowie ein eigenständiges Anbaugebiet Oderbruch (Standorte Altreetz, Letschin) ausgewiesen.

    Ziel der Landessortenversuche ist die regionale Prüfung des landeskulturellen Wertes von Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten im integrierten und ökologischen Anbau. Dabei werden alle notwendigen ertrags-, anbau-, resistenz- und qualitätsrelevanten Eigenschaften der Sorten unter den differenzierten Boden- und Klimabedingungen Brandenburgs nach bundeseinheitlichen Richtlinien in Feld- und Laborprüfungen erfasst und vergleichend bewertet.

    Aus den Ergebnissen der mehrjährig, mehrortig und regional durchgeführten Landessortenversuche werden amtliche, wettbewerbsneutrale Sortenempfehlungen für Anbau, Vermehrung, Verarbeitung und Beratung abgeleitet. Dies ist ein Beitrag zur Risikoprävention und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Unternehmen in Brandenburg.

    Im Rahmen des integrierten Sortenprüfsystems zwischen Bund und Ländern ist das Bundessortenamt für die Zulassung von Pflanzensorten nach Saatgutverkehrsgesetz und weiteren gesetzlichen Regelungen in Deutschland zuständig. Die Prüfergebnisse, die zur Zulassung einer Sorte geführt haben, erlauben jedoch keine Aussagen zur Sorteneignung unter den sehr unterschiedlichen regionalen Boden- und Klimabedingungen. Diese amtliche Sortenprüfung ist auf Basis des Saatgutverkehrsgesetzes und verwaltungsrechtlicher Vereinbarungen zwischen den Bundesländern, dem Bundessortenamt und dem Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e  .V. Aufgabe der Bundesländer. Vom im Land Brandenburg dem Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) zugeordneten Landessortenwesen wurden im Jahr 2021 Landessortenversuche mit allen relevanten Pflanzenarten in Zusammenarbeit mit 17 landwirtschaftlichen Unternehmen auf entsprechend repräsentativen Praxisflächen durchgeführt.

    Hierfür dankt das LELF folgenden Unternehmen:

    • Leupelt-Friedenberger GbR Altreetz
    • Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH Beerfelde
    • Agrar GbR Booßen
    • Agrargenossenschaft Uckermark Agrar eG Göritz
    • Agrargenossenschaft Goßmar eG
    • Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung e. V. Ruhlsdorf/Groß Kreutz
    • Jahnsfelder Landhof Öko-Agrar-GmbH
    • Gut Kerkow Landwirtschaftsbetriebs KG
    • Agrarerzeugergemeinschaft GbR Kliestow
    • Produktivgenossenschaft Flämingrind eG Kranepuhl
    • Landwirtschaftsbetrieb Marco Hintze Krielow
    • Landwirtschaft Ilse Letschin
    • Agrargenossenschaft Lüchfeld eG
    • Agrogenossenschaft Schiffmühle eG
    • Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG
    • Agrargenossenschaft Sonnewalde eG
    • Agrargenossenschaft „Höhe“ eG Steinbeck

    Die technische Prüfungsdurchführung erfolgte an allen Standorten nach bundeseinheitlichen Richtlinien durch die BioChem agrar GmbH als Dienstleistungsunternehmen im Auftrag des LELF.
    Außerdem konnten für die Prüfung einzelner Pflanzenarten Standorte von Kooperationspartnern im Land genutzt werden. Dies sind Dedelow (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung Müncheberg e. V.), Petkus (KWS Lochow GmbH) und Kleptow (Hybro Saatzucht GmbH & Co. KG).

    In der vertraglich zwischen den entsprechenden Ministerien geregelten Zusammenarbeit Brandenburgs mit Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen auf dem Gebiet der Sortenprüfung werden die Landessortenversuche, Wertprüfungen des Bundessortenamtes und EU-Sortenversuche für alle Pflanzenarten nach gemeinsam definierten, länderübergreifenden Boden-Klima-Räumen beziehungsweise Anbaugebieten geplant, durchgeführt und ausgewertet, um dadurch die Effektivität der Landessortenprüfung und die Aussagefähigkeit der Ergebnisse weiter zu erhöhen. Dieses Verfahren bietet in Verbindung mit entsprechenden biostatistischen Auswertungsmethoden ein effizientes und an den Erfordernissen der landwirtschaftlichen Praxis sowie des Fachrechts orientiertes Prüfwesen, das fundierte Aussagen für die einzelnen Anbaugebiete ermöglicht. Damit wird ein Beschluss der Agrarministerkonferenz zur Weiterentwicklung des deutschen Sortenprüfwesens umgesetzt.

    Brandenburg besitzt den Hauptanteil am Anbaugebiet D-Süd (trocken-warme Diluvialböden des ostdeutschen Tieflandes), das die eigenen Diluvialstandorte sowie die Ostvorpommerns, Südwestmecklenburgs, der Altmark, des Dessau-Wittenberger Raumes und Nordsachsens umfasst. Außerdem werden die besseren Böden der Uckermark (Standorte Göritz, Dedelow, Kleptow) dem Anbaugebiet D-Nord zugeordnet, sowie ein eigenständiges Anbaugebiet Oderbruch (Standorte Altreetz, Letschin) ausgewiesen.

  • Zahlen und Fakten 2021

    Im Jahr 2021 wurden an 19 Standorten 80 Landessortenversuche (inklusive Sortendemonstrationen) angelegt. Dabei wurden 315 Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten auf 4.630 Parzellen geprüft (Tabelle L.21.1). Landessortenversuche im ökologischen Landbau hatten einen Anteil von zirka 30 Prozent an den gesamten Sortenprüfungen. Ergänzend wurde die Durchführung von Wertprüfungen im Auftrag des Bundessortenamtes sowie EU-Sortenversuchen fachlich begleitet.
    Die Ergebnisse aller Landessortenversuche sowie die aktuellen Sortenratgeber mit Anbauempfehlungen sind im Internet unter folgendem Link verfügbar:

    Im Jahr 2021 wurden an 19 Standorten 80 Landessortenversuche (inklusive Sortendemonstrationen) angelegt. Dabei wurden 315 Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten auf 4.630 Parzellen geprüft (Tabelle L.21.1). Landessortenversuche im ökologischen Landbau hatten einen Anteil von zirka 30 Prozent an den gesamten Sortenprüfungen. Ergänzend wurde die Durchführung von Wertprüfungen im Auftrag des Bundessortenamtes sowie EU-Sortenversuchen fachlich begleitet.
    Die Ergebnisse aller Landessortenversuche sowie die aktuellen Sortenratgeber mit Anbauempfehlungen sind im Internet unter folgendem Link verfügbar:

    Tabelle L.21.1: Umfang der 2021 durchgeführten Sortenversuche im integrierten und ökologischen Landbau

    Anzahl Orte Anzahl Versuche Anzahl Sorten Anzahl Parzellen
    Getreide 12 37 138 2309
    Körnerleguminosen 4 8 33 168
    Mais 5 14 95 976
    Winterraps 5 5 24 480
    Sonnenblume 5 10 25 500
    Winterweizen Sorte/N-Düngung 1 2 96
    Sortendemonstrationen 2 4 101
    Gesamt 19 80 315 4.630

    Tabelle L.21.1: Umfang der 2021 durchgeführten Sortenversuche im integrierten und ökologischen Landbau

    Anzahl Orte Anzahl Versuche Anzahl Sorten Anzahl Parzellen
    Getreide 12 37 138 2309
    Körnerleguminosen 4 8 33 168
    Mais 5 14 95 976
    Winterraps 5 5 24 480
    Sonnenblume 5 10 25 500
    Winterweizen Sorte/N-Düngung 1 2 96
    Sortendemonstrationen 2 4 101
    Gesamt 19 80 315 4.630

Behördenbeteiligung im Rahmen immissionsschutzrechtlicher Genehmigung

Für die Errichtung, den Betrieb sowie bei wesentlichen Änderungen von Anlagen, die in erheblichem Ausmaß Mensch und Umwelt belasten oder gefährden können, ist ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren durchzuführen. In diesem Zusammenhang werden betroffene Behörden durch das Landesamt für Umwelt (LfU) des Landes Brandenburg am Verfahren beteiligt.

Für die Errichtung, den Betrieb sowie bei wesentlichen Änderungen von Anlagen, die in erheblichem Ausmaß Mensch und Umwelt belasten oder gefährden können, ist ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren durchzuführen. In diesem Zusammenhang werden betroffene Behörden durch das Landesamt für Umwelt (LfU) des Landes Brandenburg am Verfahren beteiligt.

  • Zahlen und Fakten 2021

    Im Jahr 2021 prüfte das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), Referat Ackerbau und Grünland, Fachgebiet Bodenschutz und Düngung in sieben Antragsverfahren vor allem von Biogas- oder Tierhaltungsanlagen, ob die Inputstoffe als gelistete Haupt- oder Nebenbestandteile nach Düngemittelverordnung (DüMV) zulässig waren, die entstehenden Endprodukte einem zugelassenen Düngemitteltyp entsprachen und die Schadstoffgrenzwerte nach Düngemittelverordnung (DüMV) eingehalten werden. Bei den Verfahren ergab die Prüfung der beantragten Stoffe die Zulässigkeit nach der Düngemittelverordnung (DüMV). Bei einem Verfahren ging es um die Erweiterung einer Kompostanlage. Da es bei den Inputstoffen, bis auf die Mengenänderungen, keine Änderungen gab, wurde dem aus düngerechtlichen Gründen zugestimmt. Bei einer weiteren düngerechtlichen Stellungnahme ging es bei einer mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) um die Verwertung der Prozess- und Überschusswasser. Eine düngerechtliche Verwertung ist hier möglich, wenn die Schadstoffgrenzwerte nach Anlage 2, Tabelle 1.4 der Düngemittelverordnung (DüMV) eingehalten werden.

    In einem weiteren Verfahren ging es um die düngerechtliche Bewertung der Verwendung von hygienisierten Klarwasser aus einer Kläranlage zur Bewässerung von 12 Hektar Silomais (Ackerfutter) im Rahmen eines Pilotprojektes des Umweltbundesamtes (UBA). Hier wurde unter Auflagen dem Vorhaben zugestimmt. In Anlehnung an die Abfallklärschlammverordnung (AbfKlärV) muss eine Futternutzung des Maises ausgeschlossen werden. Der Mais kann aber in einer Biogasanlage verwertet werden oder als Körnermais geerntet werden.

    Im Jahr 2021 prüfte das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), Referat Ackerbau und Grünland, Fachgebiet Bodenschutz und Düngung in sieben Antragsverfahren vor allem von Biogas- oder Tierhaltungsanlagen, ob die Inputstoffe als gelistete Haupt- oder Nebenbestandteile nach Düngemittelverordnung (DüMV) zulässig waren, die entstehenden Endprodukte einem zugelassenen Düngemitteltyp entsprachen und die Schadstoffgrenzwerte nach Düngemittelverordnung (DüMV) eingehalten werden. Bei den Verfahren ergab die Prüfung der beantragten Stoffe die Zulässigkeit nach der Düngemittelverordnung (DüMV). Bei einem Verfahren ging es um die Erweiterung einer Kompostanlage. Da es bei den Inputstoffen, bis auf die Mengenänderungen, keine Änderungen gab, wurde dem aus düngerechtlichen Gründen zugestimmt. Bei einer weiteren düngerechtlichen Stellungnahme ging es bei einer mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) um die Verwertung der Prozess- und Überschusswasser. Eine düngerechtliche Verwertung ist hier möglich, wenn die Schadstoffgrenzwerte nach Anlage 2, Tabelle 1.4 der Düngemittelverordnung (DüMV) eingehalten werden.

    In einem weiteren Verfahren ging es um die düngerechtliche Bewertung der Verwendung von hygienisierten Klarwasser aus einer Kläranlage zur Bewässerung von 12 Hektar Silomais (Ackerfutter) im Rahmen eines Pilotprojektes des Umweltbundesamtes (UBA). Hier wurde unter Auflagen dem Vorhaben zugestimmt. In Anlehnung an die Abfallklärschlammverordnung (AbfKlärV) muss eine Futternutzung des Maises ausgeschlossen werden. Der Mais kann aber in einer Biogasanlage verwertet werden oder als Körnermais geerntet werden.

Genehmigungsverfahren für die Umwandlung und das Pflügen von Dauergrünland

Einen wesentlichen Bestandteil des Greenings in der GAP-Förderperiode seit 1. Januar 2015 auf Grundlage von Artikel 45 Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 bildet die Erhaltung des Dauergrünlandes. Im Direktzahlungen-Durchführungsgesetz wurde dem auf nationaler Ebene Rechnung getragen und die Genehmigungspflicht für die Umwandlung von Dauergrünland festgeschrieben. Die Bearbeitung der Genehmigungsanträge erfolgt im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) bis auf Weiteres durch das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), Referat Ackerbau und Grünland.

Einen wesentlichen Bestandteil des Greenings in der GAP-Förderperiode seit 1. Januar 2015 auf Grundlage von Artikel 45 Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 bildet die Erhaltung des Dauergrünlandes. Im Direktzahlungen-Durchführungsgesetz wurde dem auf nationaler Ebene Rechnung getragen und die Genehmigungspflicht für die Umwandlung von Dauergrünland festgeschrieben. Die Bearbeitung der Genehmigungsanträge erfolgt im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) bis auf Weiteres durch das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), Referat Ackerbau und Grünland.

  • Allgemeine Informationen

    Nach der Verordnung (EU) 2017/2393 gelten als Dauergrünland Flächen, die durch Einsaat oder auf natürliche Weise (Selbstaussaat) zum Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden, seit mindestens fünf Jahren nicht Bestandteil der Fruchtfolge des landwirtschaftlichen Betriebes sind und in dieser Zeit nicht umgepflügt wurden.

    Für alle landwirtschaftlichen Betriebe, die im aktuellen Jahr für die umzuwandelnde Fläche Direktzahlungen für einen gestellten Agrarförderantrag erhalten und den Greening-Verpflichtungen unterliegen, besteht die Genehmigungspflicht für die Umwandlung von Dauergrünland. Davon befreit sind nur Kleinerzeuger sowie Öko-Betriebe, wenn sie über eine Öko-Bescheinigung gemäß Artikel 29 Verordnung (EG) 834/2007 für das gesamte Antragsjahr verfügen und die beantragte Fläche auch wirklich ökologisch bewirtschaften.

    Unter besonderen gesetzlichen Schutz wurde vom Gesetzgeber umweltsensibles Dauergrünland gestellt. Dazu gehören alle zum 1. Januar 2015 bestehenden Dauergrünlandflächen, welche sich zu diesem Zeitpunkt in eingetragenen Flora-Fauna-Habitat-Gebieten befanden. Grundsätzlich besteht für alle dem Greening unterliegenden Betrieben ein Umbruchverbot für umweltsensibles Dauergrünland. Nur unter besonderen Auflagen einer zusätzlichen Genehmigung zur Aufhebung der Fläche als umweltsensibel kann es in eine nicht-landwirtschaftliche Nutzung überführt werden.

    Eine Genehmigung zur Umwandlung kann für Dauergrünland, welches nicht als umweltsensibel eingestuft ist, erteilt werden, wenn keine anderen rechtlichen Vorschriften (zum Beispiel Naturschutzrecht) oder Verpflichtungen des Antragstellers gegenüber öffentlichen Stellen (zum Beispiel die Teilnahme an einem speziellen KULAP-Förderprogramm, das einen Dauergrünlandumbruch verbietet) dem entgegenstehen und der Anteil an Dauergrünland in den Ländern Berlin und Brandenburg sich nicht um mehr als 5 Prozent zum festgelegten Cross-Compliance-Referenzanteil verringert hat.

    Für altes Dauergrünland, welches schon vor 2015 entstanden ist, muss an anderer Stelle im Gebiet der Länder Berlin und Brandenburg wieder neues Grünland angelegt und mindestens fünf Jahre als solches genutzt werden. Die Neuanlagepflicht kann entfallen, wenn das Dauergrünland erst ab 2015 entstanden ist. Weitere Ausnahmen, die von der Pflicht zur Neuanlage von Dauergrünland entbinden, wie die Teilnahme an speziellen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen oder die Umwandlung in eine nicht-landwirtschaftliche Fläche, werden im Einzelfall durch das Referat Ackerbau und Grünland geprüft.

    Mit der dritten Verordnung zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und der InVeKoS-Verordnung vom 23. März 2018 wurde die sogenannte „Pflugregelung“ eingeführt. Sie besagt, dass das Pflügen einer mit Gras oder Grünfutter bewirtschafteten Fläche die Fünfjahreszählung zur Dauergrünlandwerdung unterbricht. Im Umkehrschluss müssen seitdem jedoch auch alle Dauergrünlandumbrüche mit einer unmittelbaren Wiedereinsaat von Grünland beantragt werden.

    Nach der Verordnung (EU) 2017/2393 gelten als Dauergrünland Flächen, die durch Einsaat oder auf natürliche Weise (Selbstaussaat) zum Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden, seit mindestens fünf Jahren nicht Bestandteil der Fruchtfolge des landwirtschaftlichen Betriebes sind und in dieser Zeit nicht umgepflügt wurden.

    Für alle landwirtschaftlichen Betriebe, die im aktuellen Jahr für die umzuwandelnde Fläche Direktzahlungen für einen gestellten Agrarförderantrag erhalten und den Greening-Verpflichtungen unterliegen, besteht die Genehmigungspflicht für die Umwandlung von Dauergrünland. Davon befreit sind nur Kleinerzeuger sowie Öko-Betriebe, wenn sie über eine Öko-Bescheinigung gemäß Artikel 29 Verordnung (EG) 834/2007 für das gesamte Antragsjahr verfügen und die beantragte Fläche auch wirklich ökologisch bewirtschaften.

    Unter besonderen gesetzlichen Schutz wurde vom Gesetzgeber umweltsensibles Dauergrünland gestellt. Dazu gehören alle zum 1. Januar 2015 bestehenden Dauergrünlandflächen, welche sich zu diesem Zeitpunkt in eingetragenen Flora-Fauna-Habitat-Gebieten befanden. Grundsätzlich besteht für alle dem Greening unterliegenden Betrieben ein Umbruchverbot für umweltsensibles Dauergrünland. Nur unter besonderen Auflagen einer zusätzlichen Genehmigung zur Aufhebung der Fläche als umweltsensibel kann es in eine nicht-landwirtschaftliche Nutzung überführt werden.

    Eine Genehmigung zur Umwandlung kann für Dauergrünland, welches nicht als umweltsensibel eingestuft ist, erteilt werden, wenn keine anderen rechtlichen Vorschriften (zum Beispiel Naturschutzrecht) oder Verpflichtungen des Antragstellers gegenüber öffentlichen Stellen (zum Beispiel die Teilnahme an einem speziellen KULAP-Förderprogramm, das einen Dauergrünlandumbruch verbietet) dem entgegenstehen und der Anteil an Dauergrünland in den Ländern Berlin und Brandenburg sich nicht um mehr als 5 Prozent zum festgelegten Cross-Compliance-Referenzanteil verringert hat.

    Für altes Dauergrünland, welches schon vor 2015 entstanden ist, muss an anderer Stelle im Gebiet der Länder Berlin und Brandenburg wieder neues Grünland angelegt und mindestens fünf Jahre als solches genutzt werden. Die Neuanlagepflicht kann entfallen, wenn das Dauergrünland erst ab 2015 entstanden ist. Weitere Ausnahmen, die von der Pflicht zur Neuanlage von Dauergrünland entbinden, wie die Teilnahme an speziellen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen oder die Umwandlung in eine nicht-landwirtschaftliche Fläche, werden im Einzelfall durch das Referat Ackerbau und Grünland geprüft.

    Mit der dritten Verordnung zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und der InVeKoS-Verordnung vom 23. März 2018 wurde die sogenannte „Pflugregelung“ eingeführt. Sie besagt, dass das Pflügen einer mit Gras oder Grünfutter bewirtschafteten Fläche die Fünfjahreszählung zur Dauergrünlandwerdung unterbricht. Im Umkehrschluss müssen seitdem jedoch auch alle Dauergrünlandumbrüche mit einer unmittelbaren Wiedereinsaat von Grünland beantragt werden.

  • Zahlen und Fakten 2021

    Das nachfolgende Diagramm zeigt, dass sich im Jahr 2021 die zum Umbruch beantragte Dauergrünlandfläche mit insgesamt rund 601 Hektar als auch die Anzahl der gestellten Anträge mit 93 Stück im Vergleich zu den Vorjahren verringert hat. 68 Anträge betrafen dabei Dauergrünlandumwandlungen und 25 Anträge Dauergrünlanderneuerungen. Die meisten Anträge wurden aus den Landkreisen Uckermark mit 13, Teltow-Fläming mit 12 und Prignitz mit 10 eingereicht.

    Der Verwaltungs- und Bearbeitungsaufwand ist nach wie vor enorm und erfordert in den meisten Fällen eine einzelfallbezogene Vorgehensweise. Gemäß der Verwaltungsvorschrift des MLUK zur Durchführung ist das Landesamt für Umwelt als zuständige Naturschutzbehörde am Prüf- und Genehmigungsverfahren zu beteiligen.

    Das nachfolgende Diagramm zeigt, dass sich im Jahr 2021 die zum Umbruch beantragte Dauergrünlandfläche mit insgesamt rund 601 Hektar als auch die Anzahl der gestellten Anträge mit 93 Stück im Vergleich zu den Vorjahren verringert hat. 68 Anträge betrafen dabei Dauergrünlandumwandlungen und 25 Anträge Dauergrünlanderneuerungen. Die meisten Anträge wurden aus den Landkreisen Uckermark mit 13, Teltow-Fläming mit 12 und Prignitz mit 10 eingereicht.

    Der Verwaltungs- und Bearbeitungsaufwand ist nach wie vor enorm und erfordert in den meisten Fällen eine einzelfallbezogene Vorgehensweise. Gemäß der Verwaltungsvorschrift des MLUK zur Durchführung ist das Landesamt für Umwelt als zuständige Naturschutzbehörde am Prüf- und Genehmigungsverfahren zu beteiligen.

    Eingegangene Anträge auf Genehmigung der Umwandlung und Erneuerung von Dauergrünland (DGL) sowie beantragte Fläche in Hektar insgesamt - 2017 bis 2021 © LELF

    2021 wurden insgesamt 68 Genehmigungsanträge für Dauergrünlandumwandlungen auf einer Fläche von 299,62 Hektar eingereicht. Die Anzahl der Anträge ist gegenüber 2020 damit konstant geblieben. Jedoch hat sich der Flächenumfang mehr als halbiert.

    Zum Zeitpunkt der Auswertung (Stand 9. Februar 2022) sind noch sehr viele Anträge in Bearbeitung, so dass noch keine abschließende Auswertung der Anträge des Berichtsjahrs 2021 erfolgen konnte.

    Aus der nachfolgenden Tabelle D.21.1 wird jedoch schon ersichtlich, dass in einigen Fällen Anträge nicht Gegenstand des Verfahrens zur Dauergrünlandumwandlung waren. Dabei handelt es sich um Flächen, die noch über den Status Ackerland verfügen oder von Öko-Unternehmen bewirtschaftet werden, die vom Greening befreit sind.

    Eine Umwandlungsgenehmigung für Dauergrünland konnte bisher für 7 Antragsteller auf einer Fläche von 14,54 Hektar erteilt werden. In diesem Zusammenhang musste nur für einen Antrag auf einer Tauschfläche von 1,00 Hektar neues Dauergrünland auf Ackerland angelegt werden.

    Insgesamt 19 Anträge mit einer Dauergrünlandfläche von 49,94 Hektar mussten schon für eine Umwandlung in Ackerland abgelehnt werden. Die Gründe hierfür lagen hauptsächlich darin, dass naturschutzrechtliche Vorschriften einer Umwandlung entgegenstanden. Einige Antragsteller waren nicht Bewirtschafter der beantragten Flächen und somit nicht berechtigt, einen Antrag auf Dauergrünlandumbruch zu stellen.

    Tabelle D.21.1: In 2021 eingegangene Anträge und Bewertungsergebnisse zur Umwandlung von Dauergrünland (Stand: 09.02.2022)

    Landkreis Brandenburg beziehungsweise Land Berlin Anzahl beantragte Fläche (ha) nicht Gegenstand des Verfahrens (ha) Umwandlungsgenehmigung erteilt (ha) davon mit Neuanlage von Dauergründland (ha) Ablehnung (ha) zurückgezogene Fläche (ha)
    Berlin* 2 10,12 0 0 0 0 0
    Barnim* 2 4,95 0 0 0 1,21 0
    Dahme-Spreewald* 4 10,47 2,37 6,90 0 0 0,49
    Elbe-Elster* 2 3,67 0 0 0 3,55 0
    Frankfurt (Oder) 1 0,55 0 0,55 0 0 0
    Havelland 3 4,51 0,13 0 0 4,38 0
    Märkisch-Oderland* 3 7,97 0 0 0 6,20 0
    Oberhavel* 5 15,62 2,02 0 0 2,58 0
    Oberspreewald-Lausitz* 2 5,70 0 1,61 0 0 0
    Oder-Spree* 3 29,99 0 0 0 0 0
    Ostprignitz-Ruppin* 6 89,54 0 2,92 0 1,87 0
    Potsdam* 1 1,08 0 0 0 0 0
    Potsdam-Mittelmark 1 0,47 0 0 0 0,47 0
    Prignitz* 7 15,87 0 0,18 0 5,94 0
    Spree-Neiße* 6 22,94 0 2,38 1,00 5,29 0
    Teltow-Fläming* 11 37,12 1,47 0 0 13,86 0
    Uckermark* 9 39,05 2,38 0 0 4,59 0
    Gesamt 68 299,62 8,37 14,54 1,00 49,94 0,49

    * zum Teil noch offene Verfahren

    Eingegangene Anträge auf Genehmigung der Umwandlung und Erneuerung von Dauergrünland (DGL) sowie beantragte Fläche in Hektar insgesamt - 2017 bis 2021 © LELF

    2021 wurden insgesamt 68 Genehmigungsanträge für Dauergrünlandumwandlungen auf einer Fläche von 299,62 Hektar eingereicht. Die Anzahl der Anträge ist gegenüber 2020 damit konstant geblieben. Jedoch hat sich der Flächenumfang mehr als halbiert.

    Zum Zeitpunkt der Auswertung (Stand 9. Februar 2022) sind noch sehr viele Anträge in Bearbeitung, so dass noch keine abschließende Auswertung der Anträge des Berichtsjahrs 2021 erfolgen konnte.

    Aus der nachfolgenden Tabelle D.21.1 wird jedoch schon ersichtlich, dass in einigen Fällen Anträge nicht Gegenstand des Verfahrens zur Dauergrünlandumwandlung waren. Dabei handelt es sich um Flächen, die noch über den Status Ackerland verfügen oder von Öko-Unternehmen bewirtschaftet werden, die vom Greening befreit sind.

    Eine Umwandlungsgenehmigung für Dauergrünland konnte bisher für 7 Antragsteller auf einer Fläche von 14,54 Hektar erteilt werden. In diesem Zusammenhang musste nur für einen Antrag auf einer Tauschfläche von 1,00 Hektar neues Dauergrünland auf Ackerland angelegt werden.

    Insgesamt 19 Anträge mit einer Dauergrünlandfläche von 49,94 Hektar mussten schon für eine Umwandlung in Ackerland abgelehnt werden. Die Gründe hierfür lagen hauptsächlich darin, dass naturschutzrechtliche Vorschriften einer Umwandlung entgegenstanden. Einige Antragsteller waren nicht Bewirtschafter der beantragten Flächen und somit nicht berechtigt, einen Antrag auf Dauergrünlandumbruch zu stellen.

    Tabelle D.21.1: In 2021 eingegangene Anträge und Bewertungsergebnisse zur Umwandlung von Dauergrünland (Stand: 09.02.2022)

    Landkreis Brandenburg beziehungsweise Land Berlin Anzahl beantragte Fläche (ha) nicht Gegenstand des Verfahrens (ha) Umwandlungsgenehmigung erteilt (ha) davon mit Neuanlage von Dauergründland (ha) Ablehnung (ha) zurückgezogene Fläche (ha)
    Berlin* 2 10,12 0 0 0 0 0
    Barnim* 2 4,95 0 0 0 1,21 0
    Dahme-Spreewald* 4 10,47 2,37 6,90 0 0 0,49
    Elbe-Elster* 2 3,67 0 0 0 3,55 0
    Frankfurt (Oder) 1 0,55 0 0,55 0 0 0
    Havelland 3 4,51 0,13 0 0 4,38 0
    Märkisch-Oderland* 3 7,97 0 0 0 6,20 0
    Oberhavel* 5 15,62 2,02 0 0 2,58 0
    Oberspreewald-Lausitz* 2 5,70 0 1,61 0 0 0
    Oder-Spree* 3 29,99 0 0 0 0 0
    Ostprignitz-Ruppin* 6 89,54 0 2,92 0 1,87 0
    Potsdam* 1 1,08 0 0 0 0 0
    Potsdam-Mittelmark 1 0,47 0 0 0 0,47 0
    Prignitz* 7 15,87 0 0,18 0 5,94 0
    Spree-Neiße* 6 22,94 0 2,38 1,00 5,29 0
    Teltow-Fläming* 11 37,12 1,47 0 0 13,86 0
    Uckermark* 9 39,05 2,38 0 0 4,59 0
    Gesamt 68 299,62 8,37 14,54 1,00 49,94 0,49

    * zum Teil noch offene Verfahren

    Mit Einführung der sogenannten „Pflugregelung“ Ende März 2018 müssen von den Landwirten auch Dauergrünlandumbrüche, die einer unmittelbaren Wiederansaat von Grünland auf derselben Fläche dienen, ebenfalls vor dem Umpflügen im Referat Ackerbau und Grünland beantragt werden. Dabei umfasst das „Pflügen“ alle Bodenbearbeitungsmaßnahmen, bei denen die Grasnarbe zerstört oder verändert wird. Der Einsatz von Pflug, Grubber und Scheibenegge ist ebenso als Pflugereignis zu bewerten.

    Die Erneuerung von Dauergrünland wurde im Jahr 2021 in 25 Anträgen auf 301,25 Hektar beantragt. Auch hier hat sich die Fläche im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. Zum Zeitpunkt der Auswertung sind noch diverse Verfahren in der Prüfung, so dass auch hier noch keine abschließende Auswertung für das Jahr 2021 möglich ist.

    Auf einer Fläche von 50,72 Hektar konnte die Erneuerung von Dauergrünland schon genehmigt werden. Bei zwei Anträgen waren die Flächen nicht Gegenstand des Verfahrens, da sie von einem Öko-Betrieb bewirtschaftet wurden beziehungsweise es sich um umweltsensibles Dauergrünland handelte. Eine Ablehnung für die Erneuerung des Grünlandes musste bisher nur für einen Antrag auf einer Fläche von 17,81 Hektar erteilt werden. Hier war die Ursache das Vorhandensein von naturschutzrechtlichen Schutzgütern, die einer Genehmigung entgegenstanden. Zwei Anträge auf Grünlanderneuerung mit einer Fläche von 27,16 Hektar wurden vor Bescheidung zurückgezogen.

    Tabelle D.21.2: In 2021 eingegangene Anträge und Bewertungsergebnisse zur Dauergrünlanderneuerung (Stand: 9. Februar 2022)

    Landkreis Brandenburg beziehungsweise Land Berlin Anzahl beantragte Fläche (ha) nicht Gegenstand des Verfahrens (ha) Grünlanderneuerung genehmigt (ha) Ablehnung (ha) zurückgezogene Fläche (ha)
    Barnim* 3 12,68 10,09 0 0 2,16
    Dahme-Spreewald 1 13,36 0 13,36 0 0
    Elbe-Elster* 3 80,95 0 0 0 25,00
    Märkisch-Oderland 2 9,50 0 9,50 0 0
    Oberhavel 1 0,97 0,97 0 0 0
    Oberspreewald-Lausitz 1 3,57 0 3,57 0 0
    Oder-Spree* 3 22,91 0 19,70 0 0
    Ostprignitz-Ruppin* 1 16,11 0 0 0 0
    Potsdam-Mittelmark 1 2,71 0 2,71 0 0
    Prignitz* 3 42,68 0 0 0 0
    Spree-Neiße 1 1,88 0 1,88 0 0
    Teltow-Fläming* 1 9,57 0 0 0 0
    Uckermark* 4 84,36 0 0 17,81 0
    Gesamt 25 301,25 11,06 50,72 17,81 27,16

    * zum Teil noch offene Verfahren

    Für 47 Anträge (Stand 9. Februar 2022) im gesamten Genehmigungsverfahren konnte noch kein Bescheid erstellt werden. Ursächlich hierfür sind das Fehlen der ausstehenden Stellungnahmen der zuständigen Naturschutzbehörde beziehungsweise noch fehlende, von den Antragstellern nachzureichende Informationen sowie pandemiebedingte Verzögerungen in der Bearbeitung.

    Mit Einführung der sogenannten „Pflugregelung“ Ende März 2018 müssen von den Landwirten auch Dauergrünlandumbrüche, die einer unmittelbaren Wiederansaat von Grünland auf derselben Fläche dienen, ebenfalls vor dem Umpflügen im Referat Ackerbau und Grünland beantragt werden. Dabei umfasst das „Pflügen“ alle Bodenbearbeitungsmaßnahmen, bei denen die Grasnarbe zerstört oder verändert wird. Der Einsatz von Pflug, Grubber und Scheibenegge ist ebenso als Pflugereignis zu bewerten.

    Die Erneuerung von Dauergrünland wurde im Jahr 2021 in 25 Anträgen auf 301,25 Hektar beantragt. Auch hier hat sich die Fläche im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. Zum Zeitpunkt der Auswertung sind noch diverse Verfahren in der Prüfung, so dass auch hier noch keine abschließende Auswertung für das Jahr 2021 möglich ist.

    Auf einer Fläche von 50,72 Hektar konnte die Erneuerung von Dauergrünland schon genehmigt werden. Bei zwei Anträgen waren die Flächen nicht Gegenstand des Verfahrens, da sie von einem Öko-Betrieb bewirtschaftet wurden beziehungsweise es sich um umweltsensibles Dauergrünland handelte. Eine Ablehnung für die Erneuerung des Grünlandes musste bisher nur für einen Antrag auf einer Fläche von 17,81 Hektar erteilt werden. Hier war die Ursache das Vorhandensein von naturschutzrechtlichen Schutzgütern, die einer Genehmigung entgegenstanden. Zwei Anträge auf Grünlanderneuerung mit einer Fläche von 27,16 Hektar wurden vor Bescheidung zurückgezogen.

    Tabelle D.21.2: In 2021 eingegangene Anträge und Bewertungsergebnisse zur Dauergrünlanderneuerung (Stand: 9. Februar 2022)

    Landkreis Brandenburg beziehungsweise Land Berlin Anzahl beantragte Fläche (ha) nicht Gegenstand des Verfahrens (ha) Grünlanderneuerung genehmigt (ha) Ablehnung (ha) zurückgezogene Fläche (ha)
    Barnim* 3 12,68 10,09 0 0 2,16
    Dahme-Spreewald 1 13,36 0 13,36 0 0
    Elbe-Elster* 3 80,95 0 0 0 25,00
    Märkisch-Oderland 2 9,50 0 9,50 0 0
    Oberhavel 1 0,97 0,97 0 0 0
    Oberspreewald-Lausitz 1 3,57 0 3,57 0 0
    Oder-Spree* 3 22,91 0 19,70 0 0
    Ostprignitz-Ruppin* 1 16,11 0 0 0 0
    Potsdam-Mittelmark 1 2,71 0 2,71 0 0
    Prignitz* 3 42,68 0 0 0 0
    Spree-Neiße 1 1,88 0 1,88 0 0
    Teltow-Fläming* 1 9,57 0 0 0 0
    Uckermark* 4 84,36 0 0 17,81 0
    Gesamt 25 301,25 11,06 50,72 17,81 27,16

    * zum Teil noch offene Verfahren

    Für 47 Anträge (Stand 9. Februar 2022) im gesamten Genehmigungsverfahren konnte noch kein Bescheid erstellt werden. Ursächlich hierfür sind das Fehlen der ausstehenden Stellungnahmen der zuständigen Naturschutzbehörde beziehungsweise noch fehlende, von den Antragstellern nachzureichende Informationen sowie pandemiebedingte Verzögerungen in der Bearbeitung.

Klärschlammverwertung im Land Brandenburg

Die Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverordnung trat 2018 in Kraft. Danach sind sowohl landwirtschaftlich als auch landschaftsbaulich genutzte Flächen zu erfassen, auf denen Klärschlämme auf- oder eingebracht wurden. Als zuständige Behörde nach Brandenburger Zuständigkeitsverordnung auf dem Gebiet des Abfall- und Bodenschutzrechts (AbfBodZV), wurde das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) mit der Führung des Klärschlammkatasters für die landwirtschaftlich genutzten Flächen beauftragt. Dadurch wird den gesetzlichen Anforderungen der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) im Teil 4 Paragraf 35 zur Führung des Auf- und Einbringeplans sowie des Düngegesetzes (DüngG) Paragraf 5 Absatz 4, Paragraf 12 Absatz 1 zur Überwachung des Inverkehrbringens von Düngemitteln entsprochen und ein Beitrag zum Nachweis von Stoffströmen im landwirtschaftlichen Produktionsprozess geleistet.

Die Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverordnung trat 2018 in Kraft. Danach sind sowohl landwirtschaftlich als auch landschaftsbaulich genutzte Flächen zu erfassen, auf denen Klärschlämme auf- oder eingebracht wurden. Als zuständige Behörde nach Brandenburger Zuständigkeitsverordnung auf dem Gebiet des Abfall- und Bodenschutzrechts (AbfBodZV), wurde das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) mit der Führung des Klärschlammkatasters für die landwirtschaftlich genutzten Flächen beauftragt. Dadurch wird den gesetzlichen Anforderungen der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) im Teil 4 Paragraf 35 zur Führung des Auf- und Einbringeplans sowie des Düngegesetzes (DüngG) Paragraf 5 Absatz 4, Paragraf 12 Absatz 1 zur Überwachung des Inverkehrbringens von Düngemitteln entsprochen und ein Beitrag zum Nachweis von Stoffströmen im landwirtschaftlichen Produktionsprozess geleistet.

  • Zahlen und Fakten 2020

    Durch die zeitlichen Vorgaben zur Meldepflicht und zur Datenerfassung bildet der Auf- und Einbringeplan die Mengen des Jahres 2020 ab.

    In den Jahren 2015 bis 2020 wurden im Land Brandenburg durchschnittlich jährlich rund 29.900 Tonnen Trockensubstanz (TS) Klärschlämme (Tabelle K.21.1) auf einer Fläche von circa 6.500 bis 9.000 Hektar Ackerland aufgebracht. Das entspricht 0,7 bis 1 Prozent der gesamten Landwirtschaftlichen Nutzfläche Brandenburgs.

    Tabelle K.21.1: Herkünfte der in Brandenburg verwerteten Klärschlämme und -komposte 2015 – 2020 (t TS)

    Land 2015 2016 2017 2018 2019 2020
    Brandenburg 20.055 22.399 17.773 25.110 22.034 27.504
    Niedersachsen 6.265 5.994 5.576 4.956 5.322 4.078
    Nordrhein-Westfalen 1.563 701 482 0 877 527
    Sachsen-Anhalt 284 225 184 121 618 165
    Mecklenburg-Vorpommern 0 534 301 638 255 481
    Sachsen 218 580 224 256 0 0
    Schleswig-Holstein 0 0 0 0 369 575
    Hansestadt Bremen 0 0 0 0 515 1.216
    Thüringen 0 0 0 0 0 181
    SUMME 28.385 30.433 24.540 31.081 30.000 34.727

    Durch die zeitlichen Vorgaben zur Meldepflicht und zur Datenerfassung bildet der Auf- und Einbringeplan die Mengen des Jahres 2020 ab.

    In den Jahren 2015 bis 2020 wurden im Land Brandenburg durchschnittlich jährlich rund 29.900 Tonnen Trockensubstanz (TS) Klärschlämme (Tabelle K.21.1) auf einer Fläche von circa 6.500 bis 9.000 Hektar Ackerland aufgebracht. Das entspricht 0,7 bis 1 Prozent der gesamten Landwirtschaftlichen Nutzfläche Brandenburgs.

    Tabelle K.21.1: Herkünfte der in Brandenburg verwerteten Klärschlämme und -komposte 2015 – 2020 (t TS)

    Land 2015 2016 2017 2018 2019 2020
    Brandenburg 20.055 22.399 17.773 25.110 22.034 27.504
    Niedersachsen 6.265 5.994 5.576 4.956 5.322 4.078
    Nordrhein-Westfalen 1.563 701 482 0 877 527
    Sachsen-Anhalt 284 225 184 121 618 165
    Mecklenburg-Vorpommern 0 534 301 638 255 481
    Sachsen 218 580 224 256 0 0
    Schleswig-Holstein 0 0 0 0 369 575
    Hansestadt Bremen 0 0 0 0 515 1.216
    Thüringen 0 0 0 0 0 181
    SUMME 28.385 30.433 24.540 31.081 30.000 34.727

    Tabelle K.21.2: Klärschlammverwertung in den Landkreisen Brandenburgs 2015 - 2020 (t TS)

    Landkreis 2015 2016 2017 2018 2019 2020
    Barnim 432 1.415 561 302 keine Angabe 4.315
    Dahme-Spreewald 582 953 1.079 155 451 528
    Elbe-Elster 490 675 1.028 566 1.547 834
    Havelland 674 1.190 1.315 1.035 1.527 1.074
    Märkisch-Oderland 3.361 3.061 1.273 1.340 1.008 1.665
    Oberhavel 4.726 4.086 1.636 6.399 2.768 3.520
    Oberspreewald-Lausitz 316 1.171 429 1.311 497 385
    Oder-Spree 1.142 4.048 3.082 4.317 5.018 6.835
    Ostprignitz-Ruppin 1.704 1.516 1.425 1.943 1.922 2.813
    Potsdam-Mittelmark 2.853 2.670 2.760 3.242 3.132 2.367
    Prignitz 9.171 7.725 7.180 6.203 6.610 6.692
    Spree-Neiße und Cottbus 1.665 1.119 1.892 4.053 3.925 2.092
    Teltow-Fläming 1.037 516 880 215 274 423
    Uckermark 232 288 0 0 1.321 1.175
    SUMME 28.385 30.433 24.540 31.081 30.000 34.718

    Da der Landkreis Barnim die Klärschlammmengen aus den Jahr 2019 nicht rechtzeitig melden konnte, ist die Klärschlammmenge von 2.113 Tonnen Trockensubstanz Klärschlamm und die beschlammte Fläche in Hektar mit in das Jahr 2020 eingeflossen. Im Berichtsjahr wurden in den Landkreisen des Landes Brandenburg von den möglichen Höchstmengen bei Klärschlamm von 5 Tonnen Trockensubstanz je Hektar in 3 Jahren im Durchschnitt nur 1,8 Tonnen Trockensubstanz und bei den Klärschlammkomposten von möglichen 10 Tonnen Trockensubstanz je Hektar in 3 Jahren durchschnittlich nur 4,1 Tonnen Trockensubstanz genehmigt.

    Tabelle K.21.2: Klärschlammverwertung in den Landkreisen Brandenburgs 2015 - 2020 (t TS)

    Landkreis 2015 2016 2017 2018 2019 2020
    Barnim 432 1.415 561 302 keine Angabe 4.315
    Dahme-Spreewald 582 953 1.079 155 451 528
    Elbe-Elster 490 675 1.028 566 1.547 834
    Havelland 674 1.190 1.315 1.035 1.527 1.074
    Märkisch-Oderland 3.361 3.061 1.273 1.340 1.008 1.665
    Oberhavel 4.726 4.086 1.636 6.399 2.768 3.520
    Oberspreewald-Lausitz 316 1.171 429 1.311 497 385
    Oder-Spree 1.142 4.048 3.082 4.317 5.018 6.835
    Ostprignitz-Ruppin 1.704 1.516 1.425 1.943 1.922 2.813
    Potsdam-Mittelmark 2.853 2.670 2.760 3.242 3.132 2.367
    Prignitz 9.171 7.725 7.180 6.203 6.610 6.692
    Spree-Neiße und Cottbus 1.665 1.119 1.892 4.053 3.925 2.092
    Teltow-Fläming 1.037 516 880 215 274 423
    Uckermark 232 288 0 0 1.321 1.175
    SUMME 28.385 30.433 24.540 31.081 30.000 34.718

    Da der Landkreis Barnim die Klärschlammmengen aus den Jahr 2019 nicht rechtzeitig melden konnte, ist die Klärschlammmenge von 2.113 Tonnen Trockensubstanz Klärschlamm und die beschlammte Fläche in Hektar mit in das Jahr 2020 eingeflossen. Im Berichtsjahr wurden in den Landkreisen des Landes Brandenburg von den möglichen Höchstmengen bei Klärschlamm von 5 Tonnen Trockensubstanz je Hektar in 3 Jahren im Durchschnitt nur 1,8 Tonnen Trockensubstanz und bei den Klärschlammkomposten von möglichen 10 Tonnen Trockensubstanz je Hektar in 3 Jahren durchschnittlich nur 4,1 Tonnen Trockensubstanz genehmigt.

    Diagramm Klärschlammkompostverwertung © LELF

    Die Klärschlammkompostausbringmengen im Land Brandenburg sind seit dem Anstieg bis 2018 etwas rückläufig und betrugen 2020 circa 15.000 Tonnen Trockensubstanz. Die Klärschlammkomposte werden häufig in räumlicher Nähe zu den Kompostanlagen, die die Klärschlammkomposte herstellen, landwirtschaftlich verwertet.

    In den zehn Landkreisen lag der Anteil ausgebrachter Klärschlammkomposte gegenüber reinem Klärschlämmen zwischen 10 und 100 Prozent. In drei Landkreisen kam es zu keinen Klärschlammkompostausbringungen im Berichtszeitraum (Tabelle K.21.3).

    Tabelle K.21.3: Landwirtschaftliche Klärschlammkompostverwertung in den Landkreisen
    Brandenburgs 2015 - 2020 (Tonnen (t) Trockensubstanz (TS))

    Landkreis 2015 2016 2017 2018 2019 2020
    Barnim 0 201 0 45 0 0
    Dahme-Spreewald 282 953 1.022 155 451 496
    Elbe-Elster 0 0 340 316 809 499
    Havelland 0 529 1.099 946 1.048 964
    Märkisch-Oderland 0 241 0 0 447 0
    Oberhavel 3.150 2.464 432 4.957 1.948 1.283
    Oberspreewald-Lausitz 0 921 430 1.310 497 385
    Oder-Spree 217 978 1.181 3.519 3.955 6.138
    Ostprignitz-Ruppin 0 0 0 702 0 1.355
    Potsdam-Mittelmark 2.508 2.250 2.540 3.044 2.687 1.362
    Prignitz 0 0 0 0 0 0
    Spree-Neiße 1.263 888 1.826 4.053 3.925 2.092
    Teltow-Fläming 353 0 668 0 0 382
    Uckermark 0 0 0 0 0 0
    Summe 7.773 9.425 9.538 19.047 15.767 14.956

    Weitere Besonderheiten der Klärschlammausbringung 2020 in Brandenburg:

    • Es gab auch 2020 wie im Jahr 2019 wieder Klärschlammexporte aus den Bundesländern Bremen und Schleswig-Holstein mit ansteigender Menge.
    • Aus dem Bundesland Thüringen wurde erstmalig eine kleine Menge Klärschlamm nach Brandenburg verbracht.
    • Klärschlammgemische wurden im Berichtszeitraum nicht auf landwirtschaftlichen Flächen des Landes Brandenburg ausgebracht.
    Diagramm Klärschlammkompostverwertung © LELF

    Die Klärschlammkompostausbringmengen im Land Brandenburg sind seit dem Anstieg bis 2018 etwas rückläufig und betrugen 2020 circa 15.000 Tonnen Trockensubstanz. Die Klärschlammkomposte werden häufig in räumlicher Nähe zu den Kompostanlagen, die die Klärschlammkomposte herstellen, landwirtschaftlich verwertet.

    In den zehn Landkreisen lag der Anteil ausgebrachter Klärschlammkomposte gegenüber reinem Klärschlämmen zwischen 10 und 100 Prozent. In drei Landkreisen kam es zu keinen Klärschlammkompostausbringungen im Berichtszeitraum (Tabelle K.21.3).

    Tabelle K.21.3: Landwirtschaftliche Klärschlammkompostverwertung in den Landkreisen
    Brandenburgs 2015 - 2020 (Tonnen (t) Trockensubstanz (TS))

    Landkreis 2015 2016 2017 2018 2019 2020
    Barnim 0 201 0 45 0 0
    Dahme-Spreewald 282 953 1.022 155 451 496
    Elbe-Elster 0 0 340 316 809 499
    Havelland 0 529 1.099 946 1.048 964
    Märkisch-Oderland 0 241 0 0 447 0
    Oberhavel 3.150 2.464 432 4.957 1.948 1.283
    Oberspreewald-Lausitz 0 921 430 1.310 497 385
    Oder-Spree 217 978 1.181 3.519 3.955 6.138
    Ostprignitz-Ruppin 0 0 0 702 0 1.355
    Potsdam-Mittelmark 2.508 2.250 2.540 3.044 2.687 1.362
    Prignitz 0 0 0 0 0 0
    Spree-Neiße 1.263 888 1.826 4.053 3.925 2.092
    Teltow-Fläming 353 0 668 0 0 382
    Uckermark 0 0 0 0 0 0
    Summe 7.773 9.425 9.538 19.047 15.767 14.956

    Weitere Besonderheiten der Klärschlammausbringung 2020 in Brandenburg:

    • Es gab auch 2020 wie im Jahr 2019 wieder Klärschlammexporte aus den Bundesländern Bremen und Schleswig-Holstein mit ansteigender Menge.
    • Aus dem Bundesland Thüringen wurde erstmalig eine kleine Menge Klärschlamm nach Brandenburg verbracht.
    • Klärschlammgemische wurden im Berichtszeitraum nicht auf landwirtschaftlichen Flächen des Landes Brandenburg ausgebracht.

Online-Datenbank „Meldeprogramm Wirtschaftsdünger“ in Brandenburg

Mit Einführung der Düngeverordnung 2017, die eine Präzisierung der Regelungen für die Ausbringung von Gülle, Gärresten und anderen organischen Düngemitteln enthält, ist eine kontinuierliche Zunahme von Wirtschaftsdüngertransporten zu beobachten. Um auch in Zukunft die Einhaltung der Regeln der guten fachlichen Praxis beim Düngen und der hohen Standards der EU-Nitratrichtlinie sowie EU-Wasserrahmenrichtlinie wirksam zu gewährleisten, nutzt das Land Brandenburg, beginnend ab dem Jahr 2021, die Ermächtigung nach Paragraf 6 der „Verordnung über das Inverkehrbringen und Befördern von Wirtschaftsdünger (WDüngV)“. Am 24. November 2020 ist für die Umsetzung dieser Ermächtigung die „Verordnung über Aufzeichnungs- und Meldepflichten beim Inverkehrbringen und der Übernahme von Wirtschaftsdünger (WDüngMeldeV BB)“ im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg - Teil II veröffentlicht worden.

Mit Einführung der Düngeverordnung 2017, die eine Präzisierung der Regelungen für die Ausbringung von Gülle, Gärresten und anderen organischen Düngemitteln enthält, ist eine kontinuierliche Zunahme von Wirtschaftsdüngertransporten zu beobachten. Um auch in Zukunft die Einhaltung der Regeln der guten fachlichen Praxis beim Düngen und der hohen Standards der EU-Nitratrichtlinie sowie EU-Wasserrahmenrichtlinie wirksam zu gewährleisten, nutzt das Land Brandenburg, beginnend ab dem Jahr 2021, die Ermächtigung nach Paragraf 6 der „Verordnung über das Inverkehrbringen und Befördern von Wirtschaftsdünger (WDüngV)“. Am 24. November 2020 ist für die Umsetzung dieser Ermächtigung die „Verordnung über Aufzeichnungs- und Meldepflichten beim Inverkehrbringen und der Übernahme von Wirtschaftsdünger (WDüngMeldeV BB)“ im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg - Teil II veröffentlicht worden.

  • Allgemeine Informationen

    Abgeber und Empfänger von Wirtschaftsdünger sowie von Stoffen, die als Ausgangsstoff oder Bestandteil Wirtschaftsdünger enthalten, sind ab dem 1. Januar 2021 verpflichtet, ihre Aufzeichnungen nach Paragraf 3 (2) der WDüngV in elektronischer Form im Meldeprogramm Wirtschaftsdünger des Landes Brandenburg durchzuführen. Damit wird zugleich der Meldepflicht nach Paragraf 4 WDüngV entsprochen. Grundlage dafür ist eine Datenbank, in die Abgeber und Empfänger der genannten Stoffe auf Basis Ihrer ZIT- beziehungsweise HIT-Nummer alle erforderlichen Angaben eintragen müssen. Falls eine solche Nummer nicht vorliegt, wird dafür auf Antrag eine Registriernummer durch das LELF zugeteilt (WDB-Nummer).

    Das Meldeprogramm Wirtschaftsdünger Brandenburg ist ab Januar 2021 verbindlich zu nutzen. Über den Link gelangen Sie direkt zum Programm. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des LELF unter der Rubrik „Hinweise zum Inverkehrbringen von Wirtschaftsdünger“ abrufbar.

    Abgeber und Empfänger von Wirtschaftsdünger sowie von Stoffen, die als Ausgangsstoff oder Bestandteil Wirtschaftsdünger enthalten, sind ab dem 1. Januar 2021 verpflichtet, ihre Aufzeichnungen nach Paragraf 3 (2) der WDüngV in elektronischer Form im Meldeprogramm Wirtschaftsdünger des Landes Brandenburg durchzuführen. Damit wird zugleich der Meldepflicht nach Paragraf 4 WDüngV entsprochen. Grundlage dafür ist eine Datenbank, in die Abgeber und Empfänger der genannten Stoffe auf Basis Ihrer ZIT- beziehungsweise HIT-Nummer alle erforderlichen Angaben eintragen müssen. Falls eine solche Nummer nicht vorliegt, wird dafür auf Antrag eine Registriernummer durch das LELF zugeteilt (WDB-Nummer).

    Das Meldeprogramm Wirtschaftsdünger Brandenburg ist ab Januar 2021 verbindlich zu nutzen. Über den Link gelangen Sie direkt zum Programm. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des LELF unter der Rubrik „Hinweise zum Inverkehrbringen von Wirtschaftsdünger“ abrufbar.

  • Zahlen und Fakten 2021

    Im Folgenden wird eine Auswertung nach dem ersten Jahr Laufzeit der Datenbank vorgestellt.

    Im ersten Halbjahr 2021 gab es, wie erwartet, sehr viele Nachfragen zu den verschiedenen Aspekten des Themas Wirtschaftsdünger von Seiten der Landwirte an das LELF, Referat Bodenschutz und Düngung. Die Anzahl der Anfragen verringerte sich im Jahresverlauf, ist aber immer noch beträchtlich. Hauptsächlich handelt es sich um programmtechnische, juristische oder Sachfragen.

    2021 wurden insgesamt 245 Anträge auf Erteilung einer WDB-Nummer inklusive PIN und weitere 132 Anträge auf eine gesonderte PIN zur Nutzung der vorhandenen Betriebsnummer gestellt und die entsprechenden Zugänge zum Meldeprogramm erteilt.

    Dank des Meldeprogramms liegen erstmals Daten zur Verbringung von Wirtschaftsdünger innerhalb des Landes Brandenburg vor. Der Stand der nachfolgenden Auswertungen ist der 12. April 2022, bezogen auf die Lieferungen. Für 2021 gab es 6.221 Aufnahmemeldungen von 700 verschiedenen Betriebsnummern über ein Gesamtvolumen von 4.756.552 Tonnen Frischmasse (t FM) Wirtschaftsdünger. Aufnahmezweck war bei 2.814 Meldungen die Aufbringung, bei 2.476 Meldungen die Verarbeitung und bei 931 Meldungen die Weitergabe des Wirtschaftsdüngers. Dem gegenüber standen 7.128 Abgabemeldungen von 498 verschiedenen Betriebsnummern. Das Volumen betrug hier 5.130.906 Tonnen Frischmasse Wirtschaftsdünger.

    Tabelle M.21.1 zeigt die gemeldeten Aufnahmen von Wirtschaftsdüngern aus anderen Bundesländern oder dem Ausland nach Landkreisen für die Jahre 2020 sowie 2021. Hier ist bei der Menge ein Zuwachs von circa 83 Prozent zu verzeichnen; es haben also mehr als doppelt so viele Betriebe gemeldet wie im Jahr 2020 (vor der Einführung des Meldeprogramms).

    Im Folgenden wird eine Auswertung nach dem ersten Jahr Laufzeit der Datenbank vorgestellt.

    Im ersten Halbjahr 2021 gab es, wie erwartet, sehr viele Nachfragen zu den verschiedenen Aspekten des Themas Wirtschaftsdünger von Seiten der Landwirte an das LELF, Referat Bodenschutz und Düngung. Die Anzahl der Anfragen verringerte sich im Jahresverlauf, ist aber immer noch beträchtlich. Hauptsächlich handelt es sich um programmtechnische, juristische oder Sachfragen.

    2021 wurden insgesamt 245 Anträge auf Erteilung einer WDB-Nummer inklusive PIN und weitere 132 Anträge auf eine gesonderte PIN zur Nutzung der vorhandenen Betriebsnummer gestellt und die entsprechenden Zugänge zum Meldeprogramm erteilt.

    Dank des Meldeprogramms liegen erstmals Daten zur Verbringung von Wirtschaftsdünger innerhalb des Landes Brandenburg vor. Der Stand der nachfolgenden Auswertungen ist der 12. April 2022, bezogen auf die Lieferungen. Für 2021 gab es 6.221 Aufnahmemeldungen von 700 verschiedenen Betriebsnummern über ein Gesamtvolumen von 4.756.552 Tonnen Frischmasse (t FM) Wirtschaftsdünger. Aufnahmezweck war bei 2.814 Meldungen die Aufbringung, bei 2.476 Meldungen die Verarbeitung und bei 931 Meldungen die Weitergabe des Wirtschaftsdüngers. Dem gegenüber standen 7.128 Abgabemeldungen von 498 verschiedenen Betriebsnummern. Das Volumen betrug hier 5.130.906 Tonnen Frischmasse Wirtschaftsdünger.

    Tabelle M.21.1 zeigt die gemeldeten Aufnahmen von Wirtschaftsdüngern aus anderen Bundesländern oder dem Ausland nach Landkreisen für die Jahre 2020 sowie 2021. Hier ist bei der Menge ein Zuwachs von circa 83 Prozent zu verzeichnen; es haben also mehr als doppelt so viele Betriebe gemeldet wie im Jahr 2020 (vor der Einführung des Meldeprogramms).

    Tabelle M.21.1: Vergleich der gemeldeten Düngermengen 2020 und 2021 - Aufnahme aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland (Bundesverordnung) nach Landkreisen

    Landkreis 2020 (eingereichte Formulare) 2021 (Online-Datenbank)
    Menge (t FM) Anzahl der Betriebe Menge (t FM) Anzahl der Betriebe
    Barnim 0 0 0 0
    Dahme-Spreewald 51 1 2.562 3
    Elbe-Elster 18.572 3 25.254 8
    Havelland 657 1 12.823 7
    Märkisch-Oderland 4.014 2 5.919 5
    Oberhavel 0 0 0 0
    Oberspreewald-Lausitz 5.490 1 9.703 1
    Oder-Spree 0 0 2.935 3
    Ostprignitz-Ruppin 25.100 8 27.626 15
    Potsdam-Mittelmark 8.344 5 26.255 11
    Prignitz 13.720 8 40.191 14
    Spree-Neiße 0 0 486 1
    Stadt Potsdam 0 0 3.774 1
    Teltow-Fläming 26.370 2 34.301 3
    Uckermark 66.185 10 116.458 26
    Summe 168.683 41 308.287 98

    Tabelle M.21.1: Vergleich der gemeldeten Düngermengen 2020 und 2021 - Aufnahme aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland (Bundesverordnung) nach Landkreisen

    Landkreis 2020 (eingereichte Formulare) 2021 (Online-Datenbank)
    Menge (t FM) Anzahl der Betriebe Menge (t FM) Anzahl der Betriebe
    Barnim 0 0 0 0
    Dahme-Spreewald 51 1 2.562 3
    Elbe-Elster 18.572 3 25.254 8
    Havelland 657 1 12.823 7
    Märkisch-Oderland 4.014 2 5.919 5
    Oberhavel 0 0 0 0
    Oberspreewald-Lausitz 5.490 1 9.703 1
    Oder-Spree 0 0 2.935 3
    Ostprignitz-Ruppin 25.100 8 27.626 15
    Potsdam-Mittelmark 8.344 5 26.255 11
    Prignitz 13.720 8 40.191 14
    Spree-Neiße 0 0 486 1
    Stadt Potsdam 0 0 3.774 1
    Teltow-Fläming 26.370 2 34.301 3
    Uckermark 66.185 10 116.458 26
    Summe 168.683 41 308.287 98

    Tabelle M.21.2: Menge der gemeldeten Wirtschaftsdüngerimporte nach Brandenburg 2021

    Herkunft (Bundesland / Staat) Menge (t FM)
    Berlin 4.978
    Hessen 3.362
    Mecklenburg-Vorpommern 158.297
    Niederlande 451
    Niedersachsen 52.536
    Nordrhein-Westfalen 16.634
    Sachsen 36.633
    Sachsen-Anhalt 35.394
    Summe 308.287

    Tabelle M.21.2: Menge der gemeldeten Wirtschaftsdüngerimporte nach Brandenburg 2021

    Herkunft (Bundesland / Staat) Menge (t FM)
    Berlin 4.978
    Hessen 3.362
    Mecklenburg-Vorpommern 158.297
    Niederlande 451
    Niedersachsen 52.536
    Nordrhein-Westfalen 16.634
    Sachsen 36.633
    Sachsen-Anhalt 35.394
    Summe 308.287

    Tabelle M.21.3 gibt einen Überblick über die Gesamtheit der Aufzeichnungen nach Landesverordnung (LVO) und Bundesverordnung (BVO) zu den Wirtschaftsdüngerabgaben beziehungsweise -aufnahmen.

    Tabelle M.21.3: Abgabe/Aufnahme an Wirtschaftsdüngern 2021, aufgegliedert nach Landkreisen, in Tonnen Frischmasse (t FM)

    Landkreis Gesamtmenge Wirtschaftsdüngertransporte
    (BVO + LVO)
    davon aus anderen Bundesländern/ Ausland (BVO) Wirtschaftsdünger-transporte innerhalb Brandenburgs (LVO)
    Abgabe Aufnahme Aufnahme Abgabe Aufnahme
    Barnim 108.578 104.785 0 104.776 104.785
    Dahme-Spreewald 93.867 110.270 2.562 93.867 107.708
    Elbe-Elster 301.326 289.068 25.254 301.326 263.814
    Havelland 186.371 172.819 12.823 179.402 159.996
    Märkisch-Oderland 625.615 655.353 5.919 622.967 649.434
    Oberhavel 145.940 76.786 0 122.089 76.786
    Oberspreewald-Lausitz 167.534 116.323 9.703 164.900 106.620
    Oder-Spree 380.715 375.454 2.935 375.332 372.519
    Ostprignitz-Ruppin 208.860 226.736 27.626 205.612 199.110
    Potsdam-Mittelmark 506.348 459.411 26.255 490.345 433.156
    Prignitz 932.636 872.302 40.191 920.809 832.111
    Spree-Neiße 185.774 97.051 485 149.971 96.566
    Stadt Potsdam 17.360 10.698 3.774 17.360 6.924
    Teltow-Fläming 559.973 549.303 34.302 551.054 515.001
    Uckermark 710.009 640.193 116.458 631.383 523.735
    Summe 5.130.906 4.756.552 308.287 4.931.194 4.448.265

    Tabelle M.21.3 gibt einen Überblick über die Gesamtheit der Aufzeichnungen nach Landesverordnung (LVO) und Bundesverordnung (BVO) zu den Wirtschaftsdüngerabgaben beziehungsweise -aufnahmen.

    Tabelle M.21.3: Abgabe/Aufnahme an Wirtschaftsdüngern 2021, aufgegliedert nach Landkreisen, in Tonnen Frischmasse (t FM)

    Landkreis Gesamtmenge Wirtschaftsdüngertransporte
    (BVO + LVO)
    davon aus anderen Bundesländern/ Ausland (BVO) Wirtschaftsdünger-transporte innerhalb Brandenburgs (LVO)
    Abgabe Aufnahme Aufnahme Abgabe Aufnahme
    Barnim 108.578 104.785 0 104.776 104.785
    Dahme-Spreewald 93.867 110.270 2.562 93.867 107.708
    Elbe-Elster 301.326 289.068 25.254 301.326 263.814
    Havelland 186.371 172.819 12.823 179.402 159.996
    Märkisch-Oderland 625.615 655.353 5.919 622.967 649.434
    Oberhavel 145.940 76.786 0 122.089 76.786
    Oberspreewald-Lausitz 167.534 116.323 9.703 164.900 106.620
    Oder-Spree 380.715 375.454 2.935 375.332 372.519
    Ostprignitz-Ruppin 208.860 226.736 27.626 205.612 199.110
    Potsdam-Mittelmark 506.348 459.411 26.255 490.345 433.156
    Prignitz 932.636 872.302 40.191 920.809 832.111
    Spree-Neiße 185.774 97.051 485 149.971 96.566
    Stadt Potsdam 17.360 10.698 3.774 17.360 6.924
    Teltow-Fläming 559.973 549.303 34.302 551.054 515.001
    Uckermark 710.009 640.193 116.458 631.383 523.735
    Summe 5.130.906 4.756.552 308.287 4.931.194 4.448.265

    Tabelle M.21.4 ist zu entnehmen, welche Nährstoffträgerarten hauptsächlich gemeldet wurden.

    Tabelle M.21.4: Wirtschaftsdüngermeldungen 2021, aufgegliedert nach Nährstoffträgerart, in Tonnen Frischmasse (t FM)

    Nährstoffträgerart Gesamtmenge Wirtschaftsdüngertransporte davon aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland
    Abgabe Aufnahme Aufnahme
    Gärrest fest 426.134 306.136 44.710
    Gärrest flüssig 2.832.782 2.625.501 156.239
    Geflügeldung 158.061 206.654 47.946
    Rinderdung 179.994 172.731 840
    Rindergülle 990.209 938.722 24.953
    Schweinedung 626 626 0
    Schweinegülle 533.896 492.262 30.675
    Dung sonstiger Tiere (inklusive Jauche und Pilzsubstratkultur 9.204 13.920 2.924
    Summe 5.130.906 4.756.552 308.287

    Tabelle M.21.4 ist zu entnehmen, welche Nährstoffträgerarten hauptsächlich gemeldet wurden.

    Tabelle M.21.4: Wirtschaftsdüngermeldungen 2021, aufgegliedert nach Nährstoffträgerart, in Tonnen Frischmasse (t FM)

    Nährstoffträgerart Gesamtmenge Wirtschaftsdüngertransporte davon aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland
    Abgabe Aufnahme Aufnahme
    Gärrest fest 426.134 306.136 44.710
    Gärrest flüssig 2.832.782 2.625.501 156.239
    Geflügeldung 158.061 206.654 47.946
    Rinderdung 179.994 172.731 840
    Rindergülle 990.209 938.722 24.953
    Schweinedung 626 626 0
    Schweinegülle 533.896 492.262 30.675
    Dung sonstiger Tiere (inklusive Jauche und Pilzsubstratkultur 9.204 13.920 2.924
    Summe 5.130.906 4.756.552 308.287

Überprüfung der Richtwerte zur Stickstoffdüngung beim Getreide- und Rapsanbau in Brandenburg

Eine gezielte Stickstoffdüngung beeinflusst – wie keine andere Maßnahme – die Erträge und Qualitäten unserer Kulturpflanzen. Unabhängig davon rückt die Wirkung der Düngung auf die Umwelt immer mehr in den Fokus. Daher wurden in der Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen (Düngeverordnung - DüV) vom 26. Mai 2017, geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 28. April 2020, die Regeln der guten fachlichen Praxis beim Düngen mit Stickstoff und Phosphat neu festgelegt.

Eine gezielte Stickstoffdüngung beeinflusst – wie keine andere Maßnahme – die Erträge und Qualitäten unserer Kulturpflanzen. Unabhängig davon rückt die Wirkung der Düngung auf die Umwelt immer mehr in den Fokus. Daher wurden in der Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen (Düngeverordnung - DüV) vom 26. Mai 2017, geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 28. April 2020, die Regeln der guten fachlichen Praxis beim Düngen mit Stickstoff und Phosphat neu festgelegt.

  • Allgemeine Informationen

    Diese Neuregelung erforderte unter anderem weitreichende Anpassungen (BESyD) beziehungsweise die Neuprogrammierung (DueProNP) der Programme zur Berechnung des Düngebedarfs.
    Das Programm DueProNP setzt ausschließlich die Anforderungen der DüV zur Düngebedarfsberechnung für Stickstoff und Phosphor um. Mit der Novelle der DüV wurde auch die Aufzeichnungspflicht in das Programm integriert.
    Das Programm BESyD errechnet die Düngeempfehlungen anhand des in der DüV vorgegebenen Algorithmus. Darüber hinaus wird eine fachlich erweiterte N-Düngeempfehlung auf Grundlage der zu erwartenden Erträge, der unmittelbar vor Vegetationsbeginn gemessenen Nmin-Werte, der Biomasse beim Raps und weiterer Parameter wie beispielsweise Boden-Klima-Raum, Vorfrucht/Nachlieferung, Pflanzenentwicklung, Vegetationsbeginn und organische Düngung berechnet.
    Hierbei kommt es im Vergleich zu den Berechnungsvorgaben nach Düngeverordnung zu Abweichungen – in der Regel zu geringeren Empfehlungen der Stickstoffdüngung – ohne dass damit Ertrags- oder Qualitätseinbußen verbunden sind. Sollte die fachliche Empfehlung im Ausnahmefall höher ausfallen als die Berechnungen nach Düngeverordnung, stellen die Vorgaben nach Düngeverordnung eine Kappungsgrenze dar. Diese Vorgehensweise ist sowohl für den Landwirt wie für die Gesellschaft insgesamt vorteilhaft.

    Der Nährstoffvergleich ist mit der Novelle der DüV vom 28. April 2020 nicht mehr erforderlich. Die Berechnung ist aber neben der Erstellung der Stoffstrombilanz in den Programmen BESyD beziehungsweise DueProBilanz weiterhin möglich.

    Der realistischen Einschätzung der Ertragshöhe kommt eine besondere Bedeutung für die Berechnung der Düngeempfehlung zu. Aufgrund langjähriger Datengrundlagen auf den Versuchsflächen des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) sowie der Betriebe bei den externen Versuchen wurden hier Durchschnittswerte für die einzelnen Fruchtarten an den jeweiligen Standorten angesetzt.

    Als Konsequenz aus den Änderungen der Düngeverordnung 2017 wurden die seit dem Jahr 2009 in Paulinenaue durchgeführten Düngeversuche des LELF ab Erntejahr 2018 neu ausgerichtet. Ziel ist es, die verschiedenen Standorte im Land Brandenburg abzubilden, die Richtwerte im BESyD auf der Ebene der Boden-Klima-Räume (BKR) zu überprüfen und in der Perspektive eine länderübergreifende Versuchsverrechnung zu ermöglichen. Dem entsprechend wurden die Versuchsvarianten im Ergebnis einer länderübergreifenden Abstimmung der ostdeutschen Bundesländer angepasst und neue, externe Versuchsstandorte zusätzlich aufgenommen (Tabelle R.21.1). Die Vergabe der Bewirtschaftung der externen Versuchsstandorte erfolgte durch eine öffentliche Ausschreibung an einen externen Dienstleister. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen und uns an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit mit den Betrieben und dem Dienstleister bedanken.

    Diese Neuregelung erforderte unter anderem weitreichende Anpassungen (BESyD) beziehungsweise die Neuprogrammierung (DueProNP) der Programme zur Berechnung des Düngebedarfs.
    Das Programm DueProNP setzt ausschließlich die Anforderungen der DüV zur Düngebedarfsberechnung für Stickstoff und Phosphor um. Mit der Novelle der DüV wurde auch die Aufzeichnungspflicht in das Programm integriert.
    Das Programm BESyD errechnet die Düngeempfehlungen anhand des in der DüV vorgegebenen Algorithmus. Darüber hinaus wird eine fachlich erweiterte N-Düngeempfehlung auf Grundlage der zu erwartenden Erträge, der unmittelbar vor Vegetationsbeginn gemessenen Nmin-Werte, der Biomasse beim Raps und weiterer Parameter wie beispielsweise Boden-Klima-Raum, Vorfrucht/Nachlieferung, Pflanzenentwicklung, Vegetationsbeginn und organische Düngung berechnet.
    Hierbei kommt es im Vergleich zu den Berechnungsvorgaben nach Düngeverordnung zu Abweichungen – in der Regel zu geringeren Empfehlungen der Stickstoffdüngung – ohne dass damit Ertrags- oder Qualitätseinbußen verbunden sind. Sollte die fachliche Empfehlung im Ausnahmefall höher ausfallen als die Berechnungen nach Düngeverordnung, stellen die Vorgaben nach Düngeverordnung eine Kappungsgrenze dar. Diese Vorgehensweise ist sowohl für den Landwirt wie für die Gesellschaft insgesamt vorteilhaft.

    Der Nährstoffvergleich ist mit der Novelle der DüV vom 28. April 2020 nicht mehr erforderlich. Die Berechnung ist aber neben der Erstellung der Stoffstrombilanz in den Programmen BESyD beziehungsweise DueProBilanz weiterhin möglich.

    Der realistischen Einschätzung der Ertragshöhe kommt eine besondere Bedeutung für die Berechnung der Düngeempfehlung zu. Aufgrund langjähriger Datengrundlagen auf den Versuchsflächen des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) sowie der Betriebe bei den externen Versuchen wurden hier Durchschnittswerte für die einzelnen Fruchtarten an den jeweiligen Standorten angesetzt.

    Als Konsequenz aus den Änderungen der Düngeverordnung 2017 wurden die seit dem Jahr 2009 in Paulinenaue durchgeführten Düngeversuche des LELF ab Erntejahr 2018 neu ausgerichtet. Ziel ist es, die verschiedenen Standorte im Land Brandenburg abzubilden, die Richtwerte im BESyD auf der Ebene der Boden-Klima-Räume (BKR) zu überprüfen und in der Perspektive eine länderübergreifende Versuchsverrechnung zu ermöglichen. Dem entsprechend wurden die Versuchsvarianten im Ergebnis einer länderübergreifenden Abstimmung der ostdeutschen Bundesländer angepasst und neue, externe Versuchsstandorte zusätzlich aufgenommen (Tabelle R.21.1). Die Vergabe der Bewirtschaftung der externen Versuchsstandorte erfolgte durch eine öffentliche Ausschreibung an einen externen Dienstleister. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen und uns an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit mit den Betrieben und dem Dienstleister bedanken.

    Tabelle R.21.1: Externe Versuchsstandorte für Stickstoffsteigerungsversuche in Brandenburg

    Standort Altreetz Booßen Göritz Gorgast Ruhlsdorf
    Güterfelde
    Sonnewalde
    Boden-Klima-Raum 106 104 101 106 104 104
    Bodengruppe 5 2 3 5 2 2
    Ackerzahl 50 - 60 32 - 35 45 - 50 45 - 50 32 - 38 30 - 40
    Humusgehalt (%) < 2 < 2 < 2 < 2 < 2 < 2
    Jahresmittel Temperatur (°C)* 8,2 8,4 8,3 9,3 8,6 8,3
    Jahresmittel Niederschlag (mm)* 450 546 500 476 545 560

    * Bezugszeitraum 1981 bis 2010

    Tabelle R.21.1: Externe Versuchsstandorte für Stickstoffsteigerungsversuche in Brandenburg

    Standort Altreetz Booßen Göritz Gorgast Ruhlsdorf
    Güterfelde
    Sonnewalde
    Boden-Klima-Raum 106 104 101 106 104 104
    Bodengruppe 5 2 3 5 2 2
    Ackerzahl 50 - 60 32 - 35 45 - 50 45 - 50 32 - 38 30 - 40
    Humusgehalt (%) < 2 < 2 < 2 < 2 < 2 < 2
    Jahresmittel Temperatur (°C)* 8,2 8,4 8,3 9,3 8,6 8,3
    Jahresmittel Niederschlag (mm)* 450 546 500 476 545 560

    * Bezugszeitraum 1981 bis 2010

  • Versuchsbeschreibung

    Die Anlage der Düngeversuche auf den landeseigenen Flächen am Standort Paulinenaue/Pessin (Boden-Klimaraum 102) erfolgte für Roggen, Triticale und Silomais auf einem Sand-, für Weizen, Gerste und Raps auf einem lehmigen Sandstandort. Die exakte Beschreibung der Versuchsstandorte ist aus der Übersicht „Standortdaten – Boden und Klima“ der Tabelle R.21.2 ersichtlich. Die externen Versuchsstandorte sind in Tabelle R.21.1 beschrieben. Hier wurden die Fruchtarten Winterroggen, Wintertriticale, Wintergerste, Winterweizen, Winterraps und Silomais geprüft.

    Tabelle R.21.2 Standortdaten der landeseigenen Düngeversuche

    Prüfstation Paulinenaue – Ackerbau Prüffläche 2 (Paulinenaue) Prüffläche 6 (Pessin)
    Landkreis Havelland Havelland
    Flächengröße (ha) 7,3 1,8
    Ackerzahl 30 45
    Bodenform Sand-Humusgley Tieflehm-Fahlerde mit Sand-Braunerde
    Bodenart humoser Sand lehmiger Sand
    Wasserverhältnisse sickerwasserbeeinflusst sickerwasserbeeinflusst
    Lufttemperatur (°C)* 9,3 9,3
    Niederschlag (mm)* 536 536

    * langjähriges Mittel

    Die Anlage der Düngeversuche auf den landeseigenen Flächen am Standort Paulinenaue/Pessin (Boden-Klimaraum 102) erfolgte für Roggen, Triticale und Silomais auf einem Sand-, für Weizen, Gerste und Raps auf einem lehmigen Sandstandort. Die exakte Beschreibung der Versuchsstandorte ist aus der Übersicht „Standortdaten – Boden und Klima“ der Tabelle R.21.2 ersichtlich. Die externen Versuchsstandorte sind in Tabelle R.21.1 beschrieben. Hier wurden die Fruchtarten Winterroggen, Wintertriticale, Wintergerste, Winterweizen, Winterraps und Silomais geprüft.

    Tabelle R.21.2 Standortdaten der landeseigenen Düngeversuche

    Prüfstation Paulinenaue – Ackerbau Prüffläche 2 (Paulinenaue) Prüffläche 6 (Pessin)
    Landkreis Havelland Havelland
    Flächengröße (ha) 7,3 1,8
    Ackerzahl 30 45
    Bodenform Sand-Humusgley Tieflehm-Fahlerde mit Sand-Braunerde
    Bodenart humoser Sand lehmiger Sand
    Wasserverhältnisse sickerwasserbeeinflusst sickerwasserbeeinflusst
    Lufttemperatur (°C)* 9,3 9,3
    Niederschlag (mm)* 536 536

    * langjähriges Mittel

    Die Versuche wurden randomisiert mit jeweils vier Wiederholungen je Düngevariante angelegt. Zum Anbau in Paulinenaue/Pessin, Ruhlsdorf und Sonnewalde kamen die Sorten KWS Tayo (Winterroggen), Lombardo (Wintertriticale), Apostel (Winterweizen), KWS Kosmos (Wintergerste) und Avatar (Winterraps). An den weiteren externen Standorten wurden die Stickstoffsteigerungsversuche nicht gesondert gedrillt, stattdessen wurde die Versuchsanlage in bestehende Schläge gelegt. Die Festlegung der Sorten erfolgte in diesen Fällen durch den Landwirt. Die Grunddüngung mit Phosphor und Kali erfolgte auf den landeseigenen Flächen entsprechend des zu erwartenden Entzuges. Auf den externen Flächen sind die Versuchsparzellen in die Fruchtfolge des Betriebes eingegliedert. Die allgemeine Bewirtschaftung unterliegt den Betriebsbedingungen.

    Die Düngebedarfsermittlung für Stickstoff wurde auf Basis der an den Versuchsstandorten im zeitigen Frühjahr gemessenen Nmin-Werte durch die fachliche Empfehlung des Programms BESyD berechnet. Der Nmin-Wert im Frühjahr ist ein Durchschnittswert über alle Versuchsparzellen je Kultur.

    Für das angestrebte Ertragsziel und die konkreten Standortbedingungen errechnete das Programm BESyD den korrigierten N-Sollwert sowie eine Düngeempfehlung für die erste und zweite Gabe.

    Weitere Prüfvarianten bestanden in der Düngung nach der fachlichen Empfehlung BESyD minus 50 Prozent (nicht am Standort Pessin), minus 25 Prozent beziehungsweise plus 25 Prozent sowie an den Standorten Paulinenaue/Pessin der Berechnung nach DüV 2017. Auf Grund der eng beieinanderliegenden Düngemengen der Prüfglieder „BESyD-fachliche Empfehlung“ und „DüV“ werden keine signifikanten Unterschiede erwartet. Daher wurde auf den externen Standorten auf das Prüfglied Düngeverordnung verzichtet.

    Die Versuche wurden randomisiert mit jeweils vier Wiederholungen je Düngevariante angelegt. Zum Anbau in Paulinenaue/Pessin, Ruhlsdorf und Sonnewalde kamen die Sorten KWS Tayo (Winterroggen), Lombardo (Wintertriticale), Apostel (Winterweizen), KWS Kosmos (Wintergerste) und Avatar (Winterraps). An den weiteren externen Standorten wurden die Stickstoffsteigerungsversuche nicht gesondert gedrillt, stattdessen wurde die Versuchsanlage in bestehende Schläge gelegt. Die Festlegung der Sorten erfolgte in diesen Fällen durch den Landwirt. Die Grunddüngung mit Phosphor und Kali erfolgte auf den landeseigenen Flächen entsprechend des zu erwartenden Entzuges. Auf den externen Flächen sind die Versuchsparzellen in die Fruchtfolge des Betriebes eingegliedert. Die allgemeine Bewirtschaftung unterliegt den Betriebsbedingungen.

    Die Düngebedarfsermittlung für Stickstoff wurde auf Basis der an den Versuchsstandorten im zeitigen Frühjahr gemessenen Nmin-Werte durch die fachliche Empfehlung des Programms BESyD berechnet. Der Nmin-Wert im Frühjahr ist ein Durchschnittswert über alle Versuchsparzellen je Kultur.

    Für das angestrebte Ertragsziel und die konkreten Standortbedingungen errechnete das Programm BESyD den korrigierten N-Sollwert sowie eine Düngeempfehlung für die erste und zweite Gabe.

    Weitere Prüfvarianten bestanden in der Düngung nach der fachlichen Empfehlung BESyD minus 50 Prozent (nicht am Standort Pessin), minus 25 Prozent beziehungsweise plus 25 Prozent sowie an den Standorten Paulinenaue/Pessin der Berechnung nach DüV 2017. Auf Grund der eng beieinanderliegenden Düngemengen der Prüfglieder „BESyD-fachliche Empfehlung“ und „DüV“ werden keine signifikanten Unterschiede erwartet. Daher wurde auf den externen Standorten auf das Prüfglied Düngeverordnung verzichtet.

    Als Stickstoffdünger wurde Kalkammonsalpeter genutzt. Die Düngermengen insgesamt je Standort und Versuchsvariante können aus den Tabellen R.21.3 und R.21.4 entnommen werden.

    Tabelle R.21.3: Stickstoffdüngungsvarianten 2021 – landeseigene Versuche – BKR 102

    N – Düngermengen (kg/ha) in Paulinenaue/Pessin

    Düngungsvariante Winterroggen Wintertriticale Wintergerste Winterweizen Winterraps Silomais
    Zielertrag (dt/ha) 40 40 85 80 40 350
    N-Bedarfswert (korrigiert) 125 145 195 230 200 170
    Nmin Frühjahr 17 21 33,8 41,5 32,3 34,3
    Null-Variante 0 0 0 0 0 0
    BESyD* - 50 % 53 53 73 83 80 73
    BESyD* - 25 % 79 79 109 124 120 109
    BESyD* 105 105 145 165 160 145
    BESyD* + 25 % 131 131 181 206 200 181
    DüV 112 128 157 191 173 145

    * fachliche Empfehlung

    Tabellen R.21.4-R.21.6 Stickstoffdüngungsvarianten 2021 – externe Standorte

    N – Düngermengen (kg/ha) Boden-Klimaraum 101 in Göritz

    Düngungsvariante Winterweizen Silomais
    Zielertrag (dt/ha) 79 455**
    N-Bedarfswert (korrigiert) 258 201
    Nmin Frühjahr 51 77
    Null-Variante 0 0
    BESyD* - 50 % 103 40
    BESyD* - 25 % 154 60
    BESyD* 205 80
    BESyD* + 25 % 256 100
    BESyD* + 50 % 308 120

    ** Futtermais

    N – Düngermengen (kg/ha) Boden-Klimaraum 104 in Booßen, Ruhlsdorf und Sonnewalde

    Düngungsvariante Booßen
    Silomais
    Ruhlsdorf
    Wintergerste
    Ruhlsdorf
    Winterroggen
    Ruhlsdorf
    Wintertriticale
    Sonnewalde
    Silomais
    Sonnewalde
    Winterraps
    Sonnewalde
    Winterroggen
    Sonnewalde
    Winterweizen
    Zielertrag (dt/ha) 400 55 60 60 350 33 40 60
    N-Bedarfswert (korrigiert) 185 157 155 175 170 179 125 230
    Nmin Frühjahr 30 52 52 52 63 76 51 54
    Null-Variante 0 0 0 0 0 0 0 0
    BESyD* - 50 % 63 56 53 53 50 65 28 85
    BESyD* - 25 % 94 83 79 79 75 95 41 129
    BESyD* 125 110 105 105 100 130 55 170
    BESyD* + 25 % 156 137 131 131 125 163 69 214

    * fachliche Empfehlung

    N – Düngermengen (kg/ha) Boden-Klimaraum 106 in Altreetz und Gorgast

    Düngungsvariante Altreetz
    Silomais
    Altreetz
    Wintergerste
    Altreetz
    Winterweizen
    Gorgast
    Wintergerste
    Gorgast
    Winterraps
    Gorgast
    Winterweizen
    Zielertrag (dt/ha) 450 60 65 60 30 60
    N-Bedarfswert (korrigiert) 200 165 237 165 170 230
    Nmin Frühjahr 144 12 42 77 27 144
    Null-Variante 0 0 0 0 0 0
    BESyD* - 50 % 18 51 75 25 68 55
    BESyD* - 25 % 26 75 113 48 101 83
    BESyD* 35 100 150 50 135 110
    BESyD* + 25 % 44 125 188 63 169 138

    Die statistische Verrechnung der Versuchsdaten wurde mittels SAS für PIAF durchgeführt. Die Angabe der Grenzdifferenz (paarweiser Vergleich, α = 0,05) erfolgte nur bei den Prüfmerkmalen, bei denen statistisch gesicherte Unterschiede ermittelt wurden.

    Als Stickstoffdünger wurde Kalkammonsalpeter genutzt. Die Düngermengen insgesamt je Standort und Versuchsvariante können aus den Tabellen R.21.3 und R.21.4 entnommen werden.

    Tabelle R.21.3: Stickstoffdüngungsvarianten 2021 – landeseigene Versuche – BKR 102

    N – Düngermengen (kg/ha) in Paulinenaue/Pessin

    Düngungsvariante Winterroggen Wintertriticale Wintergerste Winterweizen Winterraps Silomais
    Zielertrag (dt/ha) 40 40 85 80 40 350
    N-Bedarfswert (korrigiert) 125 145 195 230 200 170
    Nmin Frühjahr 17 21 33,8 41,5 32,3 34,3
    Null-Variante 0 0 0 0 0 0
    BESyD* - 50 % 53 53 73 83 80 73
    BESyD* - 25 % 79 79 109 124 120 109
    BESyD* 105 105 145 165 160 145
    BESyD* + 25 % 131 131 181 206 200 181
    DüV 112 128 157 191 173 145

    * fachliche Empfehlung

    Tabellen R.21.4-R.21.6 Stickstoffdüngungsvarianten 2021 – externe Standorte

    N – Düngermengen (kg/ha) Boden-Klimaraum 101 in Göritz

    Düngungsvariante Winterweizen Silomais
    Zielertrag (dt/ha) 79 455**
    N-Bedarfswert (korrigiert) 258 201
    Nmin Frühjahr 51 77
    Null-Variante 0 0
    BESyD* - 50 % 103 40
    BESyD* - 25 % 154 60
    BESyD* 205 80
    BESyD* + 25 % 256 100
    BESyD* + 50 % 308 120

    ** Futtermais

    N – Düngermengen (kg/ha) Boden-Klimaraum 104 in Booßen, Ruhlsdorf und Sonnewalde

    Düngungsvariante Booßen
    Silomais
    Ruhlsdorf
    Wintergerste
    Ruhlsdorf
    Winterroggen
    Ruhlsdorf
    Wintertriticale
    Sonnewalde
    Silomais
    Sonnewalde
    Winterraps
    Sonnewalde
    Winterroggen
    Sonnewalde
    Winterweizen
    Zielertrag (dt/ha) 400 55 60 60 350 33 40 60
    N-Bedarfswert (korrigiert) 185 157 155 175 170 179 125 230
    Nmin Frühjahr 30 52 52 52 63 76 51 54
    Null-Variante 0 0 0 0 0 0 0 0
    BESyD* - 50 % 63 56 53 53 50 65 28 85
    BESyD* - 25 % 94 83 79 79 75 95 41 129
    BESyD* 125 110 105 105 100 130 55 170
    BESyD* + 25 % 156 137 131 131 125 163 69 214

    * fachliche Empfehlung

    N – Düngermengen (kg/ha) Boden-Klimaraum 106 in Altreetz und Gorgast

    Düngungsvariante Altreetz
    Silomais
    Altreetz
    Wintergerste
    Altreetz
    Winterweizen
    Gorgast
    Wintergerste
    Gorgast
    Winterraps
    Gorgast
    Winterweizen
    Zielertrag (dt/ha) 450 60 65 60 30 60
    N-Bedarfswert (korrigiert) 200 165 237 165 170 230
    Nmin Frühjahr 144 12 42 77 27 144
    Null-Variante 0 0 0 0 0 0
    BESyD* - 50 % 18 51 75 25 68 55
    BESyD* - 25 % 26 75 113 48 101 83
    BESyD* 35 100 150 50 135 110
    BESyD* + 25 % 44 125 188 63 169 138

    Die statistische Verrechnung der Versuchsdaten wurde mittels SAS für PIAF durchgeführt. Die Angabe der Grenzdifferenz (paarweiser Vergleich, α = 0,05) erfolgte nur bei den Prüfmerkmalen, bei denen statistisch gesicherte Unterschiede ermittelt wurden.

  • Versuchsergebnisse

  • Ergebnisse

    Durch die notwendige Veränderung der Versuchsvarianten im Jahr 2018 ist eine direkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den Vorjahren deutlich eingeschränkt. Deshalb wird an dieser Stelle auf die Darstellung dieser Ergebnisse bewusst verzichtet. Sie können den Jahresberichten bis 2017 entnommen werden.

    Bei der Interpretation der Daten muss berücksichtigt werden, dass 2019 das zweite Trockenjahr in Folge war und die Pflanzen durch die extreme Trockenheit teilweise nicht in der Lage waren, den gedüngten Stickstoff aufzunehmen. In den Folgejahren 2020 und 2021 war die Witterung insgesamt etwas ausgeglichener, jedoch mit starken lokalen Einflüssen der Niederschlagsverteilung und -mengen, so dass eine Vergleichbarkeit zwischen den Jahren nur eingeschränkt möglich ist.

    Da sich kleinräumige Bodenunterschiede in erheblichem Maße negativ auf die Auswertbarkeit von Düngungsversuchen auswirken können, werden die Versuchsergebnisse nur dann in der Auswertung berücksichtigt, wenn die Bodenunterschiede gering sind und sich die Ergebnisse in den Düngungsstufen zumindest teilweise signifikant unterscheiden.

    Weil sich im Unterschied zu Dauerversuchen die genaue Lage der Versuchsparzellen am jeweiligen Standort unter pragmatischen Gesichtspunkten in unterschiedlich starkem Maße von Jahr zu Jahr ändert, werden insbesondere bei den externen Standorten nur einjährige Ergebnisse dargestellt.

    Da die Datenbasis für einen direkten Vergleich der unterschiedlichen Boden-Klima-Räume bei weitem noch nicht ausreichend ist, kann dieser Vergleich bis auf weiteres nicht erfolgen.

    Unter den genannten Voraussetzungen können, auch unter Berücksichtigung der im Zeitraum 2012 bis 2017 gesammelten Erfahrungen, folgende Ergebnisse abgeleitet werden:

    1. Eine gezielte Stickstoffdüngung beeinflusst Wachstum, Ertragsbildung und die Qualität der Ernteprodukte unserer Kulturpflanzen – mit Ausnahme extremer Trockenjahre – positiv. Dies wird durch die Gegenüberstellung des Merkmals Kornertrag bei den Getreidearten Winterweizen, -gerste, -roggen und -triticale beziehungsweise beim Trockenmasseertrag im Silomais (jeweils in dt/ha) im direkten Vergleich zwischen der ungedüngten Variante („ohne N“) und den gedüngten Varianten deutlich (Tabellen R.21.7 bis R.21.10). Die Berechnung der Höhe der Stickstoff-Düngung (dt/ha) erfolgte mit der fachlichen Empfehlung des Programms BESyD. Ausgehend hiervon wurden Abschläge von 50 Prozent und 25 Prozent sowie ein Zuschlag von 25 Prozent sowie die fachliche Empfehlung selbst als Versuchsglied festgelegt. Erkennbar ist zunächst eine fruchtartenspezifische Steigerung des Ertrages mit zunehmender Düngermenge. Jedoch nimmt die Zunahme des Ertrags mit steigender Menge an Stickstoffdünger ab.
      Nahezu idealtypisch ist dies am Beispiel Wintergerste am Standort Altreetz im Oderbruch bezogen auf das Erntejahr 2021 erkennbar (Tabelle R.21.10). Während in der ungedüngten Versuchsvariante der Ertrag 76,0 dt/ha betrug, erhöhte er sich bei einer Stickstoffzufuhr, die 50 Prozent der fachlichen Empfehlung von BESyD betrug, deutlich auf 86,7 dt/ha. Bei 75 Prozent der fachlichen Empfehlung wurden 88,9 dt/ha geerntet, bei 100 Prozent 94,8 dt/ha. Bei einer Stickstoffdüngung, die 125 Prozent der Empfehlung betrug, verharrte der Ertrag bei 94,5 dt/ha.
      Zu beachten ist dabei, dass die Höhe des Ertragszuwachses durch die Stickstoffdüngung in erheblichem Maße in Abhängigkeit von der Bodengüte in den Versuchsparzellen variieren kann. Neben einer Vielzahl weiterer Faktoren beeinflusst auch der Jahreswitterungsverlauf die Ertragsbildung in erheblichem Ausmaß. Stellvertretend hierfür stehen die Weizenerträge in der ungedüngten Variante am Standort Paulinenaue in den Erntejahren 2019 bis 2021. Wurden im eigentlichen Trockenjahr 2019 50,2 dt/ha geerntet, waren es im folgendem Jahr 53,5 dt/ha und im Jahr 2021 wegen der ungünstigen zeitlichen Niederschlagsverteilung lediglich 25,3 dt/ha (Tabelle R.21.7).
    2. Insbesondere im Hinblick auf die nitratbelasteten Gebiete ist die Versuchsvariante fachliche Empfehlung minus 25 Prozent von besonderem Interesse. Im Durchschnitt über alle geprüften Kulturen und Jahre lag der Ertragsverlust bei circa 2 Prozent im Vergleich der Prüfglieder BESyD und BESyD minus 25 Prozent. Einschränkend dazu ist zu berücksichtigen, dass bei jährlich wechselnder Fläche für die Versuche das Nachlieferungsvermögen des Bodens Beachtung finden muss, so dass bei einer dauerhaft verringerten Düngung auf der Fläche größere Ertragseinbußen zu erwarten sind. Hinzu kommen erhebliche witterungsbedingte Schwankungen. So wurde in den Versuchen bis einschließlich Ernte 2017 eine um 30 Prozent reduzierte Düngung getestet. Diese erbrachte im langjährigen Vergleich Relativerträge zwischen 86 und 101 Prozent im Unterschied zur Standardvariante. In der neuen Versuchsanstellung 2018 bis 2021 wurden bei einer um 25 Prozent reduzierte Düngung Relativerträge zwischen 82 Prozent (2018) und 108 Prozent zur Vergleichsvariante BESyD Empfehlung gemessen.
    3. Eine im Vergleich zur fachlichen Empfehlung erhöhte Düngung führt im Normalfall nicht zu signifikanten Mehrerträgen. So wurden mit einer um 30 Prozent erhöhte Düngung im langjährigen Vergleich Relativerträge zwischen 97 und 110 Prozent der Standardvariante realisiert. 2018 - 2021 wurden bei der Variante + 25 Prozent Relativerträge zwischen 71 (2018, Winterraps Sonnewalde) bis 124 Prozent (2020, Wintergerste Altreetz) ermittelt.
    4. Betrachtet man die einzelnen Fruchtarten, so können folgende erste Schlussfolgerungen gezogen werden:
      • Winterweizen – in der Regel konnten keine signifikanten Unterschiede im Ertrag zwischen der Standardvariante BESyD und den anderen gedüngten Prüfgliedern festgestellt werden. Die Ertragsverluste beim Prüfglied BESyD - 25 Prozent können mit 1 bis 2 Prozent angenommen werden. Der Proteingehalt reduzierte sich im 3-Jahres-Vergleich am Standort in Pessin um 0,4 bis 0,8 Prozent. Die Versuche in den Praxisbetrieben zeigten Reduzierungen zwischen diesen Prüfgliedern von 0,1 bis 1,7 Prozent. Abgesehen von einer Ausnahme (12,8 Prozent) konnte in allen Prüfgliedern ein Proteingehalt von 13 Prozent realisiert werden.
      • Winterroggen – eine um 25 Prozent reduzierte Düngung zeigte am Standort Paulinenaue einen Ertragsverlust zwischen 0 und 13 Prozent. Eine um 25 Prozent erhöhte Düngung konnte hier zwischen -1 und 12 Prozent Mehrertrag erbringen. Bei den Versuchen in den Praxisbetrieben waren es lediglich 1 bis 2 Prozent Ertragsverlust bei der reduzierten beziehungsweise Mehrertrag bei der erhöhten Düngung. Der deutliche Mehrertrag im aktuellen Jahr in Ruhlsdorf ist durch Bodenunterschiede bedingt, wie ein Vergleich der Varianten am Standort verdeutlicht.
      • Wintertriticale – am Standort Paulinenaue erbrachte das Prüfglied BESyD - 25 Prozent einen Ertragsverlust von 2 bis 4 Prozent, das Prüfglied BESyD + 25 Prozent einen Mehrertrag von 2 bis 11 Prozent. Der Versuch im Praxisbetrieb ergab eine Ertragsdifferenz zwischen den Prüfgliedern von +/- 1 Prozent.
      • Wintergerste – BESyD +/- 25 Prozent am Standort in Pessin zeigten Ertragsdifferenzen zwischen -4 und 6 Prozent. Die Versuche in den Praxisbetrieben konnten beim Prüfglied BESyD - 25 Prozent 0 bis 10 Prozent Ertragsverlust verzeichnen. Die Prüfvariante BESyD + 25 % zeigte Mehrerträge zwischen 0 (Altreetz) und 6 Prozent (Gorgast).
      • Winterraps – das Prüfglied BESyD - 25 Prozent zeigte aktuell am Standort Pessin einen – durch Bodenunterschiede bedingten – Mehrertrag von 5 Prozent. Jahresabhängig wurden hier in der zurückliegenden Zeit Ertragsunterschiede zwischen -7 beziehungsweise +5 Prozent ermittelt. Die um 25 Prozent erhöhte Düngung erbrachte Mehrerträge zwischen -2 bis +5 Prozent.
      • In den Silomaisversuchen konnten nur am Standort Paulinenaue 2021 signifikante Ertragsunterschiede zwischen der ungedüngten und den gedüngten Varianten beobachtet werden, während in Göritz (Uckermark) keine signifikanten Ertragsunterschiede nachgewiesen werden konnten. In Sonnewalde und Altreetz waren die Bodenunterschiede in den Versuchsparzellen offensichtlich größer als der Düngungseffekt. Hier konnten keine eindeutigen Verluste bzw. Mehrerträge nachgewiesen werden.
    5. Die Nachernte-Nmin-Ergebnisse für Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale und Wintergerste schwanken zwischen den Jahren in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf erheblich. So betrug der Nachernte-Nmin-Wert in der ungedüngten Variante der Wintertriticale in Pessin
      • 32 kg N/ha im Jahr 2019,
      • 24 kg N/ha im Jahr 2020 sowie
      • 43 kg N/ha im Jahr 2021.
      Tendenziell nimmt der Nachernte-Nmin mit zunehmender Höhe der Düngung zu. So betrug der Nachernte-Nmin-Wert der Wintergerste im Jahr 2021 in Pessin
      • 36,7 kg N/ha in der ungedüngten Variante,
      • 39,4 kgN/ha in der um 50 Prozent verringerten fachlichen Empfehlung,
      • 44,1 kg/N ha in der um 25 Prozent verringerten Empfehlung,
      • 49,4 kg N/ha wenn die fachliche Empfehlung nicht verringert wurde und
      • 63,7 kg N/ha wenn die Empfehlung um 25 Prozent erhöht wurde.
      Es konnte in der Regel aber kein signifikanter Zusammenhang ermittelt werden. Das zeigt – wie auch in Versuchen anderer Bundesländer bestätigt –, dass der Nachernte-Nmin als alleiniges Indiz für die Einschätzung einer Umweltwirkung nicht geeignet ist. Er muss immer mit anderen Parametern gemeinsam betrachtet werden.
    6. Auch wenn das Stickstoffsaldo mit der Novelle der DüV 2020 nicht mehr ermittelt werden muss, haben wir die Berechnung fortgeführt, da aus diesem Wert umweltrelevante Fragestellungen abgeleitet werden können. Zur Berechnung der Stickstoffbilanz wurde der nach dem Proteingehalt der Körner berechnete Entzug von der Düngung abgezogen. Zur Beurteilung wurde der Kontrollwert der Düngeverordnung 2017 mit 50 kg/ha genutzt. Dieser Wert unterlag in der DüV 2017 einer gesamtbetrieblichen Betrachtung im Durchschnitt von 3 Jahren. Der Bilanzwert von der Fläche ist aber zum Beispiel auch ein Parameter zur Berechnung des Nitratverlagerungspotentials. Vor allem das trockene Versuchsjahr 2018 zeigte, dass mit einer erhöhten Düngung das Saldo schnell überschritten werden kann. Unter den Versuchsbedingungen 2018 war das bei Winterraps, Winterroggen und Wintertriticale der Fall. Die Auswertung der drei Folgejahre ergab aber erneut, dass bei der empfohlenen Düngung nach BESyD / DüV das bis Mai 2020 zulässige N-Saldo nach DüV 2017 eingehalten werden kann. Unter optimalen Bedingungen der Versuchsanstellung sind in vielen Fällen auch negative Salden möglich. Ursächlich für die stark negativen Stickstoffsalden am Standort Altreetz ist die organische Düngung in den Vorjahren, die von den Fruchtarten ertragswirksam genutzt werden konnte. Im Unterschied dazu waren am Standort Gorgast die spezifischen Standortverhältnisse im Oderbruch (hohe Stickstoffnachlieferung des Bodens) der ausschlaggebende Faktor für die stark negativen Stickstoffbilanzen.
    7. Im Winterraps konnte die umgekehrte Proportionalität zwischen der Höhe der N-Düngung und dem Öl-Gehalt auch in den Versuchsjahren 2019 und 2021 bestätigt werden (Tabelle R.21.9).

    Vor dem Hintergrund der Umsetzung der EU Nitratrichtlinie sowie der Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland und den daraus resultierenden strengeren Umweltanforderungen im Rahmen der DüV sind Stickstoff-Steigerungsversuche auch in Zukunft eine unverzichtbare Grundlage zur Validierung und Ableitung realistischer Bedarfswerte. Um Jahreseffekte auf die Erträge, Qualitäten und Nmin-Gehalte nach der Ernte zuverlässig unterscheiden zu können, sind langjährige Versuchsreihen, idealerweise als Dauerversuche, erforderlich.

    Durch die notwendige Veränderung der Versuchsvarianten im Jahr 2018 ist eine direkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den Vorjahren deutlich eingeschränkt. Deshalb wird an dieser Stelle auf die Darstellung dieser Ergebnisse bewusst verzichtet. Sie können den Jahresberichten bis 2017 entnommen werden.

    Bei der Interpretation der Daten muss berücksichtigt werden, dass 2019 das zweite Trockenjahr in Folge war und die Pflanzen durch die extreme Trockenheit teilweise nicht in der Lage waren, den gedüngten Stickstoff aufzunehmen. In den Folgejahren 2020 und 2021 war die Witterung insgesamt etwas ausgeglichener, jedoch mit starken lokalen Einflüssen der Niederschlagsverteilung und -mengen, so dass eine Vergleichbarkeit zwischen den Jahren nur eingeschränkt möglich ist.

    Da sich kleinräumige Bodenunterschiede in erheblichem Maße negativ auf die Auswertbarkeit von Düngungsversuchen auswirken können, werden die Versuchsergebnisse nur dann in der Auswertung berücksichtigt, wenn die Bodenunterschiede gering sind und sich die Ergebnisse in den Düngungsstufen zumindest teilweise signifikant unterscheiden.

    Weil sich im Unterschied zu Dauerversuchen die genaue Lage der Versuchsparzellen am jeweiligen Standort unter pragmatischen Gesichtspunkten in unterschiedlich starkem Maße von Jahr zu Jahr ändert, werden insbesondere bei den externen Standorten nur einjährige Ergebnisse dargestellt.

    Da die Datenbasis für einen direkten Vergleich der unterschiedlichen Boden-Klima-Räume bei weitem noch nicht ausreichend ist, kann dieser Vergleich bis auf weiteres nicht erfolgen.

    Unter den genannten Voraussetzungen können, auch unter Berücksichtigung der im Zeitraum 2012 bis 2017 gesammelten Erfahrungen, folgende Ergebnisse abgeleitet werden:

    1. Eine gezielte Stickstoffdüngung beeinflusst Wachstum, Ertragsbildung und die Qualität der Ernteprodukte unserer Kulturpflanzen – mit Ausnahme extremer Trockenjahre – positiv. Dies wird durch die Gegenüberstellung des Merkmals Kornertrag bei den Getreidearten Winterweizen, -gerste, -roggen und -triticale beziehungsweise beim Trockenmasseertrag im Silomais (jeweils in dt/ha) im direkten Vergleich zwischen der ungedüngten Variante („ohne N“) und den gedüngten Varianten deutlich (Tabellen R.21.7 bis R.21.10). Die Berechnung der Höhe der Stickstoff-Düngung (dt/ha) erfolgte mit der fachlichen Empfehlung des Programms BESyD. Ausgehend hiervon wurden Abschläge von 50 Prozent und 25 Prozent sowie ein Zuschlag von 25 Prozent sowie die fachliche Empfehlung selbst als Versuchsglied festgelegt. Erkennbar ist zunächst eine fruchtartenspezifische Steigerung des Ertrages mit zunehmender Düngermenge. Jedoch nimmt die Zunahme des Ertrags mit steigender Menge an Stickstoffdünger ab.
      Nahezu idealtypisch ist dies am Beispiel Wintergerste am Standort Altreetz im Oderbruch bezogen auf das Erntejahr 2021 erkennbar (Tabelle R.21.10). Während in der ungedüngten Versuchsvariante der Ertrag 76,0 dt/ha betrug, erhöhte er sich bei einer Stickstoffzufuhr, die 50 Prozent der fachlichen Empfehlung von BESyD betrug, deutlich auf 86,7 dt/ha. Bei 75 Prozent der fachlichen Empfehlung wurden 88,9 dt/ha geerntet, bei 100 Prozent 94,8 dt/ha. Bei einer Stickstoffdüngung, die 125 Prozent der Empfehlung betrug, verharrte der Ertrag bei 94,5 dt/ha.
      Zu beachten ist dabei, dass die Höhe des Ertragszuwachses durch die Stickstoffdüngung in erheblichem Maße in Abhängigkeit von der Bodengüte in den Versuchsparzellen variieren kann. Neben einer Vielzahl weiterer Faktoren beeinflusst auch der Jahreswitterungsverlauf die Ertragsbildung in erheblichem Ausmaß. Stellvertretend hierfür stehen die Weizenerträge in der ungedüngten Variante am Standort Paulinenaue in den Erntejahren 2019 bis 2021. Wurden im eigentlichen Trockenjahr 2019 50,2 dt/ha geerntet, waren es im folgendem Jahr 53,5 dt/ha und im Jahr 2021 wegen der ungünstigen zeitlichen Niederschlagsverteilung lediglich 25,3 dt/ha (Tabelle R.21.7).
    2. Insbesondere im Hinblick auf die nitratbelasteten Gebiete ist die Versuchsvariante fachliche Empfehlung minus 25 Prozent von besonderem Interesse. Im Durchschnitt über alle geprüften Kulturen und Jahre lag der Ertragsverlust bei circa 2 Prozent im Vergleich der Prüfglieder BESyD und BESyD minus 25 Prozent. Einschränkend dazu ist zu berücksichtigen, dass bei jährlich wechselnder Fläche für die Versuche das Nachlieferungsvermögen des Bodens Beachtung finden muss, so dass bei einer dauerhaft verringerten Düngung auf der Fläche größere Ertragseinbußen zu erwarten sind. Hinzu kommen erhebliche witterungsbedingte Schwankungen. So wurde in den Versuchen bis einschließlich Ernte 2017 eine um 30 Prozent reduzierte Düngung getestet. Diese erbrachte im langjährigen Vergleich Relativerträge zwischen 86 und 101 Prozent im Unterschied zur Standardvariante. In der neuen Versuchsanstellung 2018 bis 2021 wurden bei einer um 25 Prozent reduzierte Düngung Relativerträge zwischen 82 Prozent (2018) und 108 Prozent zur Vergleichsvariante BESyD Empfehlung gemessen.
    3. Eine im Vergleich zur fachlichen Empfehlung erhöhte Düngung führt im Normalfall nicht zu signifikanten Mehrerträgen. So wurden mit einer um 30 Prozent erhöhte Düngung im langjährigen Vergleich Relativerträge zwischen 97 und 110 Prozent der Standardvariante realisiert. 2018 - 2021 wurden bei der Variante + 25 Prozent Relativerträge zwischen 71 (2018, Winterraps Sonnewalde) bis 124 Prozent (2020, Wintergerste Altreetz) ermittelt.
    4. Betrachtet man die einzelnen Fruchtarten, so können folgende erste Schlussfolgerungen gezogen werden:
      • Winterweizen – in der Regel konnten keine signifikanten Unterschiede im Ertrag zwischen der Standardvariante BESyD und den anderen gedüngten Prüfgliedern festgestellt werden. Die Ertragsverluste beim Prüfglied BESyD - 25 Prozent können mit 1 bis 2 Prozent angenommen werden. Der Proteingehalt reduzierte sich im 3-Jahres-Vergleich am Standort in Pessin um 0,4 bis 0,8 Prozent. Die Versuche in den Praxisbetrieben zeigten Reduzierungen zwischen diesen Prüfgliedern von 0,1 bis 1,7 Prozent. Abgesehen von einer Ausnahme (12,8 Prozent) konnte in allen Prüfgliedern ein Proteingehalt von 13 Prozent realisiert werden.
      • Winterroggen – eine um 25 Prozent reduzierte Düngung zeigte am Standort Paulinenaue einen Ertragsverlust zwischen 0 und 13 Prozent. Eine um 25 Prozent erhöhte Düngung konnte hier zwischen -1 und 12 Prozent Mehrertrag erbringen. Bei den Versuchen in den Praxisbetrieben waren es lediglich 1 bis 2 Prozent Ertragsverlust bei der reduzierten beziehungsweise Mehrertrag bei der erhöhten Düngung. Der deutliche Mehrertrag im aktuellen Jahr in Ruhlsdorf ist durch Bodenunterschiede bedingt, wie ein Vergleich der Varianten am Standort verdeutlicht.
      • Wintertriticale – am Standort Paulinenaue erbrachte das Prüfglied BESyD - 25 Prozent einen Ertragsverlust von 2 bis 4 Prozent, das Prüfglied BESyD + 25 Prozent einen Mehrertrag von 2 bis 11 Prozent. Der Versuch im Praxisbetrieb ergab eine Ertragsdifferenz zwischen den Prüfgliedern von +/- 1 Prozent.
      • Wintergerste – BESyD +/- 25 Prozent am Standort in Pessin zeigten Ertragsdifferenzen zwischen -4 und 6 Prozent. Die Versuche in den Praxisbetrieben konnten beim Prüfglied BESyD - 25 Prozent 0 bis 10 Prozent Ertragsverlust verzeichnen. Die Prüfvariante BESyD + 25 % zeigte Mehrerträge zwischen 0 (Altreetz) und 6 Prozent (Gorgast).
      • Winterraps – das Prüfglied BESyD - 25 Prozent zeigte aktuell am Standort Pessin einen – durch Bodenunterschiede bedingten – Mehrertrag von 5 Prozent. Jahresabhängig wurden hier in der zurückliegenden Zeit Ertragsunterschiede zwischen -7 beziehungsweise +5 Prozent ermittelt. Die um 25 Prozent erhöhte Düngung erbrachte Mehrerträge zwischen -2 bis +5 Prozent.
      • In den Silomaisversuchen konnten nur am Standort Paulinenaue 2021 signifikante Ertragsunterschiede zwischen der ungedüngten und den gedüngten Varianten beobachtet werden, während in Göritz (Uckermark) keine signifikanten Ertragsunterschiede nachgewiesen werden konnten. In Sonnewalde und Altreetz waren die Bodenunterschiede in den Versuchsparzellen offensichtlich größer als der Düngungseffekt. Hier konnten keine eindeutigen Verluste bzw. Mehrerträge nachgewiesen werden.
    5. Die Nachernte-Nmin-Ergebnisse für Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale und Wintergerste schwanken zwischen den Jahren in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf erheblich. So betrug der Nachernte-Nmin-Wert in der ungedüngten Variante der Wintertriticale in Pessin
      • 32 kg N/ha im Jahr 2019,
      • 24 kg N/ha im Jahr 2020 sowie
      • 43 kg N/ha im Jahr 2021.
      Tendenziell nimmt der Nachernte-Nmin mit zunehmender Höhe der Düngung zu. So betrug der Nachernte-Nmin-Wert der Wintergerste im Jahr 2021 in Pessin
      • 36,7 kg N/ha in der ungedüngten Variante,
      • 39,4 kgN/ha in der um 50 Prozent verringerten fachlichen Empfehlung,
      • 44,1 kg/N ha in der um 25 Prozent verringerten Empfehlung,
      • 49,4 kg N/ha wenn die fachliche Empfehlung nicht verringert wurde und
      • 63,7 kg N/ha wenn die Empfehlung um 25 Prozent erhöht wurde.
      Es konnte in der Regel aber kein signifikanter Zusammenhang ermittelt werden. Das zeigt – wie auch in Versuchen anderer Bundesländer bestätigt –, dass der Nachernte-Nmin als alleiniges Indiz für die Einschätzung einer Umweltwirkung nicht geeignet ist. Er muss immer mit anderen Parametern gemeinsam betrachtet werden.
    6. Auch wenn das Stickstoffsaldo mit der Novelle der DüV 2020 nicht mehr ermittelt werden muss, haben wir die Berechnung fortgeführt, da aus diesem Wert umweltrelevante Fragestellungen abgeleitet werden können. Zur Berechnung der Stickstoffbilanz wurde der nach dem Proteingehalt der Körner berechnete Entzug von der Düngung abgezogen. Zur Beurteilung wurde der Kontrollwert der Düngeverordnung 2017 mit 50 kg/ha genutzt. Dieser Wert unterlag in der DüV 2017 einer gesamtbetrieblichen Betrachtung im Durchschnitt von 3 Jahren. Der Bilanzwert von der Fläche ist aber zum Beispiel auch ein Parameter zur Berechnung des Nitratverlagerungspotentials. Vor allem das trockene Versuchsjahr 2018 zeigte, dass mit einer erhöhten Düngung das Saldo schnell überschritten werden kann. Unter den Versuchsbedingungen 2018 war das bei Winterraps, Winterroggen und Wintertriticale der Fall. Die Auswertung der drei Folgejahre ergab aber erneut, dass bei der empfohlenen Düngung nach BESyD / DüV das bis Mai 2020 zulässige N-Saldo nach DüV 2017 eingehalten werden kann. Unter optimalen Bedingungen der Versuchsanstellung sind in vielen Fällen auch negative Salden möglich. Ursächlich für die stark negativen Stickstoffsalden am Standort Altreetz ist die organische Düngung in den Vorjahren, die von den Fruchtarten ertragswirksam genutzt werden konnte. Im Unterschied dazu waren am Standort Gorgast die spezifischen Standortverhältnisse im Oderbruch (hohe Stickstoffnachlieferung des Bodens) der ausschlaggebende Faktor für die stark negativen Stickstoffbilanzen.
    7. Im Winterraps konnte die umgekehrte Proportionalität zwischen der Höhe der N-Düngung und dem Öl-Gehalt auch in den Versuchsjahren 2019 und 2021 bestätigt werden (Tabelle R.21.9).

    Vor dem Hintergrund der Umsetzung der EU Nitratrichtlinie sowie der Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland und den daraus resultierenden strengeren Umweltanforderungen im Rahmen der DüV sind Stickstoff-Steigerungsversuche auch in Zukunft eine unverzichtbare Grundlage zur Validierung und Ableitung realistischer Bedarfswerte. Um Jahreseffekte auf die Erträge, Qualitäten und Nmin-Gehalte nach der Ernte zuverlässig unterscheiden zu können, sind langjährige Versuchsreihen, idealerweise als Dauerversuche, erforderlich.

Überwachung der Tätigkeit der privaten Öko-Kontrollstellen in Brandenburg und Berlin in Unternehmen der landwirtschaftlichen Erzeugung (Öko-Kontrollstellenbegleitungen)

Entsprechend Öko-Landbaugesetz in Verbindung mit der in 2021 noch geltenden EG-Öko-Basisverordnung VO (EG) Nr. 834/2007 besteht nach wie vor ein Überwachungs-Auftrag betreffend der privaten Öko-Kontrollstellen und ihrer Zertifizierungs- und Kontrolltätigkeit von Ökobetrieben, die Lebensmittel produzieren. Die Überwachung der privaten Öko-Kontrollstellen in Brandenburg wird durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), Referat Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau, Direktzahlungen als zuständige Behörde Ökolandbau in unserem Bundesland wahrgenommen. Die Überwachung der Öko-Kontrollstellen schließt insbesondere die Begleitung von Kontrolleuren der Öko-Kontrollstellen bei ihren Kontrollen in den Ökobetrieben ein. Für Öko-Unternehmen der landwirtschaftlichen Erzeugung (Kontrollbereich A) wurde diese Tätigkeit vom MLUK an das LELF, Referat Ackerbau und Grünland übertragen.

Entsprechend Öko-Landbaugesetz in Verbindung mit der in 2021 noch geltenden EG-Öko-Basisverordnung VO (EG) Nr. 834/2007 besteht nach wie vor ein Überwachungs-Auftrag betreffend der privaten Öko-Kontrollstellen und ihrer Zertifizierungs- und Kontrolltätigkeit von Ökobetrieben, die Lebensmittel produzieren. Die Überwachung der privaten Öko-Kontrollstellen in Brandenburg wird durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), Referat Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau, Direktzahlungen als zuständige Behörde Ökolandbau in unserem Bundesland wahrgenommen. Die Überwachung der Öko-Kontrollstellen schließt insbesondere die Begleitung von Kontrolleuren der Öko-Kontrollstellen bei ihren Kontrollen in den Ökobetrieben ein. Für Öko-Unternehmen der landwirtschaftlichen Erzeugung (Kontrollbereich A) wurde diese Tätigkeit vom MLUK an das LELF, Referat Ackerbau und Grünland übertragen.

  • Allgemeine Informationen

    Die Ökokontrollstellen sind verpflichtet, alle Termine zu Ökokontrollen in unserem Zuständigkeitsbereich zeitnah an die zuständige Behörde Ökolandbau zu melden. Im Berichtsjahr 2021 sind insgesamt 1222 Meldungen von Terminen zu geplanten Ökokontrollen von 85 Kontrolleuren aus 13 Öko-Kontrollstellen in 1022 landwirtschaftlich tätigen Bio-Unternehmen eingegangen. 1017 Betriebe waren aus Brandenburg und 5 Betriebe aus anderen Bundesländern mit Flächen in unserem Bundesland dabei vertreten. Neben den jährlichen Regelkontrollen als auch Stichproben-, unangekündigten beziehungsweise Erst- und Nachkontrollen wurden durch die Coronavirus-Pandemie auch Fern- oder Distanzkontrollen auf der Grundlage der VO (EU) 2020/466 zur Anpassung der VO (EU) 2017/625 gemeldet.

    Die Auswahl der Begleitungen erfolgte auf der Basis des vom MLUK vorgegebenen risikoorientierten Kontrollplanes.

    Die Ökokontrollstellen sind verpflichtet, alle Termine zu Ökokontrollen in unserem Zuständigkeitsbereich zeitnah an die zuständige Behörde Ökolandbau zu melden. Im Berichtsjahr 2021 sind insgesamt 1222 Meldungen von Terminen zu geplanten Ökokontrollen von 85 Kontrolleuren aus 13 Öko-Kontrollstellen in 1022 landwirtschaftlich tätigen Bio-Unternehmen eingegangen. 1017 Betriebe waren aus Brandenburg und 5 Betriebe aus anderen Bundesländern mit Flächen in unserem Bundesland dabei vertreten. Neben den jährlichen Regelkontrollen als auch Stichproben-, unangekündigten beziehungsweise Erst- und Nachkontrollen wurden durch die Coronavirus-Pandemie auch Fern- oder Distanzkontrollen auf der Grundlage der VO (EU) 2020/466 zur Anpassung der VO (EU) 2017/625 gemeldet.

    Die Auswahl der Begleitungen erfolgte auf der Basis des vom MLUK vorgegebenen risikoorientierten Kontrollplanes.

  • Zahlen und Fakten 2021

    Bedingt durch die Coronavirus-Pandemie konnten in 2021 nur 19 Überprüfungen in Brandenburg durchgeführt werden. Dabei wurden 12 Öko-Kontrollen direkt vor Ort in den landwirtschaftlich tätigen Bio-Unternehmen begleitet. Darüber hinaus fanden 7 Dokumentenkontrollen zu durchgeführten vor Ort- oder Fernkontrollen der Kontrolleure statt. Dazu wurden von den Öko-Kontrollstellen die entsprechenden Inspektionsberichte zur Kontrolle und die aktuelle Betriebsbeschreibung des betroffenen Öko-Betriebes abgefordert.

    Insgesamt wurden 14 Kontrolleure von 8 Öko-Kontrollstellen überprüft. Die Kontrollstellen erhielten nach erfolgter Öko-Kontrollbegleitung beziehungsweise Dokumentenkontrolle einen Auswertungsbericht, in dem gegebenenfalls Hinweise zur erfolgten Kontrolle oder Dokumentation gegeben wurden.

    Bedingt durch die Coronavirus-Pandemie konnten in 2021 nur 19 Überprüfungen in Brandenburg durchgeführt werden. Dabei wurden 12 Öko-Kontrollen direkt vor Ort in den landwirtschaftlich tätigen Bio-Unternehmen begleitet. Darüber hinaus fanden 7 Dokumentenkontrollen zu durchgeführten vor Ort- oder Fernkontrollen der Kontrolleure statt. Dazu wurden von den Öko-Kontrollstellen die entsprechenden Inspektionsberichte zur Kontrolle und die aktuelle Betriebsbeschreibung des betroffenen Öko-Betriebes abgefordert.

    Insgesamt wurden 14 Kontrolleure von 8 Öko-Kontrollstellen überprüft. Die Kontrollstellen erhielten nach erfolgter Öko-Kontrollbegleitung beziehungsweise Dokumentenkontrolle einen Auswertungsbericht, in dem gegebenenfalls Hinweise zur erfolgten Kontrolle oder Dokumentation gegeben wurden.

Überwachung des Inverkehrbringens von Düngemitteln in den Ländern Berlin und Brandenburg

Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) ist die zuständige Behörde für die Überwachung und Einhaltung des Düngemittelverkehrs in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Seine Aufgabe ist es, die Einhaltung der düngemittelrechtlichen Vorschriften bei der Herstellung und Lagerung sowie die ordnungsgemäße Kennzeichnung von Düngemitteln, Kultursubstraten, Bodenhilfsstoffen und Pflanzenhilfsmitteln zu kontrollieren.

Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) ist die zuständige Behörde für die Überwachung und Einhaltung des Düngemittelverkehrs in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Seine Aufgabe ist es, die Einhaltung der düngemittelrechtlichen Vorschriften bei der Herstellung und Lagerung sowie die ordnungsgemäße Kennzeichnung von Düngemitteln, Kultursubstraten, Bodenhilfsstoffen und Pflanzenhilfsmitteln zu kontrollieren.

  • Zahlen und Fakten 2021

    Nach Inaugenscheinnahme der vorhandenen Düngemittel wurden von ausgewählten Partien beziehungsweise den Ausgangsstoffen für die Herstellung von Düngemitteln Proben entnommen.

    Im Jahr 2021 wurden insgesamt 78 amtliche Düngemittelproben gezogen:

    • 58 mineralische (Tabelle I.21.1) sowie
    • 20 organische (Tabelle I.21.2).

    Diese Proben wurden im Landeslabor Berlin-Brandenburg am Standort Berlin Adlershof analysiert.

    Auf Grund der Covid-19 - Pandemie war eine reguläre Probenahme über den gesamten Zeitraum nicht möglich. Das führte zu einer Reduzierung der gezogenen Proben im Vergleich zu den Vorjahren.

    Tabelle I.21.1: Amtlich entnommene Proben von Mineraldüngern 2019 – 2021

    Mineraldünger Anzahl 2019 Anzahl 2020 Anzahl 2021
    Stickstoffdünger 24 27 20
    Phosphatdünger 1 4 4
    Kalidünger 11 9 8
    Kalk- und Magnesium-Dünger 6 0 5
    NPK-Dünger* 31 15 14
    NP-Dünger* 4 3 0
    NK-Dünger* 1 0 2
    PK-Dünger* 1 3 5
    Spurennährstoffdünger 0 1 0
    Sonstige 0 0 0
    Mineraldünger insgesamt 79 62 58

    * N = Stickstoff, P = Phosphor, K = Kali

    Von den 58 kontrollierten mineralischen Düngemitteln wurden 48 Dünger als EU-Dünger in den Verkehr gebracht. 15 der EU-Düngerproben waren Düngemittel für den Haus- und Kleingartenbereich.

    Ein beprobter PK-Dünger ist nach der Verordnung (EU) 2019/515 auf dem Wege der gegenseitigen Anerkennung von Waren in einem anderen Mitgliedsstaat (Belgien) rechtmäßig in Verkehr gebracht worden.

    Im Ergebnis der Kontrollen, konnte festgestellt werden, dass den Landwirten im Frühjahr 2021 ein breites Angebot an stickstoffhaltigen Düngemitteln, Mehrnährstoffdüngern und Vorratsdüngern zur Verfügung stand. Die Lagerbestände im Herbst dagegen wurden deutlich reduziert. Besonders Kalke sind dann kaum noch anzutreffen. Im Gegensatz dazu wird das direkte Streckengeschäft immer mehr ausgebaut, vor allem für landwirtschaftliche Großabnehmer und Gartenbaubetriebe.

    Folgende Mängel konnten festgestellt werden:

    Bei den beprobten Stickstoffdüngern wurde bei fünf untersuchten Düngern der deklarierte Schwefelgehalt unterschritten. Bei einem Stickstoffdünger mit Boxendeklaration konnte eine Verwechslung der Ammonium- und Nitratgehalte festgestellt werden. Zwei Phosphatdünger hatten zu geringe Phosphatgehalte. Von den untersuchten acht Kalidüngern unterschritt eine Probe eines Patentkalidüngers aus dem Kleingartenbereich den deklarierten Schwefelgehalt. Bei zwei NPK-Düngern wurde einmal der angegebene P-Gehalt und bei dem anderen der angegebene K-Gehalt überschritten. Ein Kalkdünger erreichte nicht den deklarierten Kalkgehalt und den Gehalt an basisch wirksamen Bestandteilen.

    Bei den untersuchten PK-Düngern erreichten 3 Düngerpartien nicht den deklarierten Schwefelgehalt.

    Weiterhin wurden bei einem PK-Dünger nicht der gekennzeichnete P und K-Gehalt erreicht.
    Die Hersteller/Inverkehrbringer wurden darüber informiert.

    Tabelle I.21.2: Amtlich entnommene Proben von organischen Düngemitteln 2019 – 2021

    organische Düngemittel Anzahl 2019 Anzahl 2020 Anzahl 2021
    Klärschlamm 0 0 0
    Klärschlammkompost 2 0 1
    Kompost 6 1 0
    Wirtschaftsdünger 2 2 1
    Gärreste 51 15 1
    Kultursubstrate 20 6 12
    Bodenhilfsstoffe 0 0 0
    Sonstige organische Düngestoffe 7 2 0
    Organisch-mineralische Düngemittel 2 4 5
    organische Düngemittel insgesamt 90 30 20

    Bei den organischen Düngemitteln wurde bei einem organisch-mineralischen Düngemittel ein wesentlich höherer P-Gehalt durch die amtliche Düngemittelüberwachung festgestellt, als vom Inverkehrbringer deklariert wurde. Weiterhin ist eine Rosenerde mit einem sehr geringen pH-Wert auffällig geworden und eine Blumenerde durch einen sehr hohen Salzgehalt. Die Hersteller/Inverkehrbringer wurden darüber informiert.

    Im Jahr 2021 wurde die Düngemittelverkehrskontrollstelle Berlin-Brandenburg in zwei Amtshilfeersuchen gebeten, Sachverhalte zu prüfen und gegebenenfalls das Inverkehrbringen von Düngemitteln zu untersagen.

    Ein in Berlin produziertes Düngemittel enthielt einen Ausgangsstoff, der nicht in der Düngemitteverordnung als zulässiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Düngemitteln gelistet ist. Per Ordnungsverfügung wurde dem Hersteller und Inverkehrbringer untersagt, dieses Düngeprodukt in den Verkehr zu bringen.

    In einem weiteren Amtshilfeersuchen ging es um die Beprobung eines phosphonathaltigen Blattdüngers, der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Rückstandshöchstmengenüberschreitung von Phosphonaten beim Endprodukt führte. Damit konnte ausgeschlossen werden, dass die Rückstandshöchstmengen an Phosphonat im Lebensmittel nicht von einem (überdosiert) angewendeten Pflanzenschutzmittel herrührten, sondern von diesem Blattdünger.

    2021 hat die Düngemittelverkehrskontrollstelle Berlin-Brandenburg zehn Anfragen und Stellungnahmen aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg zu den verschiedensten düngerechtlichen Themen bearbeitet.

    Weiterhin wurden durch die Düngemittelkontrollstelle Berlin-Brandenburg im letzten Jahr 66 Anfragen zur düngerechtlichen Bewertung von Baggergut aus den Bodenschutzschutzbehörden der Landkreise aber auch zum potentiellen Inverkehrbringen und zur düngemittelrechtlichen Einstufung als Düngemittel, Kultursubstrat, Bodenhilfsstoff oder Pflanzenhilfsmittel bearbeitet. Davon wurden 12 Anfragen abgelehnt. Die Gründe waren insbesondere Kennzeichnungsverstöße, Nichteinhaltung von Schadstoffgrenzwerten nach deutscher Düngemittelverordnung (DüMV) oder weil das Düngemittel keinem zugelassenen Düngemitteltyp nach Düngemittelverordnung oder nach EU-Düngemittelverordnung VO (EG) 2003/2003 entsprach, beziehungsweise es den Grundsatz des freien Warenhandels nach EU-VO 2019/515 nicht erfüllt hatte.

    Nach Inaugenscheinnahme der vorhandenen Düngemittel wurden von ausgewählten Partien beziehungsweise den Ausgangsstoffen für die Herstellung von Düngemitteln Proben entnommen.

    Im Jahr 2021 wurden insgesamt 78 amtliche Düngemittelproben gezogen:

    • 58 mineralische (Tabelle I.21.1) sowie
    • 20 organische (Tabelle I.21.2).

    Diese Proben wurden im Landeslabor Berlin-Brandenburg am Standort Berlin Adlershof analysiert.

    Auf Grund der Covid-19 - Pandemie war eine reguläre Probenahme über den gesamten Zeitraum nicht möglich. Das führte zu einer Reduzierung der gezogenen Proben im Vergleich zu den Vorjahren.

    Tabelle I.21.1: Amtlich entnommene Proben von Mineraldüngern 2019 – 2021

    Mineraldünger Anzahl 2019 Anzahl 2020 Anzahl 2021
    Stickstoffdünger 24 27 20
    Phosphatdünger 1 4 4
    Kalidünger 11 9 8
    Kalk- und Magnesium-Dünger 6 0 5
    NPK-Dünger* 31 15 14
    NP-Dünger* 4 3 0
    NK-Dünger* 1 0 2
    PK-Dünger* 1 3 5
    Spurennährstoffdünger 0 1 0
    Sonstige 0 0 0
    Mineraldünger insgesamt 79 62 58

    * N = Stickstoff, P = Phosphor, K = Kali

    Von den 58 kontrollierten mineralischen Düngemitteln wurden 48 Dünger als EU-Dünger in den Verkehr gebracht. 15 der EU-Düngerproben waren Düngemittel für den Haus- und Kleingartenbereich.

    Ein beprobter PK-Dünger ist nach der Verordnung (EU) 2019/515 auf dem Wege der gegenseitigen Anerkennung von Waren in einem anderen Mitgliedsstaat (Belgien) rechtmäßig in Verkehr gebracht worden.

    Im Ergebnis der Kontrollen, konnte festgestellt werden, dass den Landwirten im Frühjahr 2021 ein breites Angebot an stickstoffhaltigen Düngemitteln, Mehrnährstoffdüngern und Vorratsdüngern zur Verfügung stand. Die Lagerbestände im Herbst dagegen wurden deutlich reduziert. Besonders Kalke sind dann kaum noch anzutreffen. Im Gegensatz dazu wird das direkte Streckengeschäft immer mehr ausgebaut, vor allem für landwirtschaftliche Großabnehmer und Gartenbaubetriebe.

    Folgende Mängel konnten festgestellt werden:

    Bei den beprobten Stickstoffdüngern wurde bei fünf untersuchten Düngern der deklarierte Schwefelgehalt unterschritten. Bei einem Stickstoffdünger mit Boxendeklaration konnte eine Verwechslung der Ammonium- und Nitratgehalte festgestellt werden. Zwei Phosphatdünger hatten zu geringe Phosphatgehalte. Von den untersuchten acht Kalidüngern unterschritt eine Probe eines Patentkalidüngers aus dem Kleingartenbereich den deklarierten Schwefelgehalt. Bei zwei NPK-Düngern wurde einmal der angegebene P-Gehalt und bei dem anderen der angegebene K-Gehalt überschritten. Ein Kalkdünger erreichte nicht den deklarierten Kalkgehalt und den Gehalt an basisch wirksamen Bestandteilen.

    Bei den untersuchten PK-Düngern erreichten 3 Düngerpartien nicht den deklarierten Schwefelgehalt.

    Weiterhin wurden bei einem PK-Dünger nicht der gekennzeichnete P und K-Gehalt erreicht.
    Die Hersteller/Inverkehrbringer wurden darüber informiert.

    Tabelle I.21.2: Amtlich entnommene Proben von organischen Düngemitteln 2019 – 2021

    organische Düngemittel Anzahl 2019 Anzahl 2020 Anzahl 2021
    Klärschlamm 0 0 0
    Klärschlammkompost 2 0 1
    Kompost 6 1 0
    Wirtschaftsdünger 2 2 1
    Gärreste 51 15 1
    Kultursubstrate 20 6 12
    Bodenhilfsstoffe 0 0 0
    Sonstige organische Düngestoffe 7 2 0
    Organisch-mineralische Düngemittel 2 4 5
    organische Düngemittel insgesamt 90 30 20

    Bei den organischen Düngemitteln wurde bei einem organisch-mineralischen Düngemittel ein wesentlich höherer P-Gehalt durch die amtliche Düngemittelüberwachung festgestellt, als vom Inverkehrbringer deklariert wurde. Weiterhin ist eine Rosenerde mit einem sehr geringen pH-Wert auffällig geworden und eine Blumenerde durch einen sehr hohen Salzgehalt. Die Hersteller/Inverkehrbringer wurden darüber informiert.

    Im Jahr 2021 wurde die Düngemittelverkehrskontrollstelle Berlin-Brandenburg in zwei Amtshilfeersuchen gebeten, Sachverhalte zu prüfen und gegebenenfalls das Inverkehrbringen von Düngemitteln zu untersagen.

    Ein in Berlin produziertes Düngemittel enthielt einen Ausgangsstoff, der nicht in der Düngemitteverordnung als zulässiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Düngemitteln gelistet ist. Per Ordnungsverfügung wurde dem Hersteller und Inverkehrbringer untersagt, dieses Düngeprodukt in den Verkehr zu bringen.

    In einem weiteren Amtshilfeersuchen ging es um die Beprobung eines phosphonathaltigen Blattdüngers, der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Rückstandshöchstmengenüberschreitung von Phosphonaten beim Endprodukt führte. Damit konnte ausgeschlossen werden, dass die Rückstandshöchstmengen an Phosphonat im Lebensmittel nicht von einem (überdosiert) angewendeten Pflanzenschutzmittel herrührten, sondern von diesem Blattdünger.

    2021 hat die Düngemittelverkehrskontrollstelle Berlin-Brandenburg zehn Anfragen und Stellungnahmen aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg zu den verschiedensten düngerechtlichen Themen bearbeitet.

    Weiterhin wurden durch die Düngemittelkontrollstelle Berlin-Brandenburg im letzten Jahr 66 Anfragen zur düngerechtlichen Bewertung von Baggergut aus den Bodenschutzschutzbehörden der Landkreise aber auch zum potentiellen Inverkehrbringen und zur düngemittelrechtlichen Einstufung als Düngemittel, Kultursubstrat, Bodenhilfsstoff oder Pflanzenhilfsmittel bearbeitet. Davon wurden 12 Anfragen abgelehnt. Die Gründe waren insbesondere Kennzeichnungsverstöße, Nichteinhaltung von Schadstoffgrenzwerten nach deutscher Düngemittelverordnung (DüMV) oder weil das Düngemittel keinem zugelassenen Düngemitteltyp nach Düngemittelverordnung oder nach EU-Düngemittelverordnung VO (EG) 2003/2003 entsprach, beziehungsweise es den Grundsatz des freien Warenhandels nach EU-VO 2019/515 nicht erfüllt hatte.

  • Änderung des Düngemittelverkehrsrechtes

    Zu beachten ist in diesem Zusammenhang die Änderung des Düngemittelverkehrsrechtes innerhalb der EU:

    Die VO (EG) 2003/2003 wird abgelöst durch Verordnung (EU) 2019/1009, die ab dem 16. Juli 2022 in Kraft tritt. Diese neue EU-Düngeprodukteverordnung regelt nicht nur die mineralischen Düngeprodukte, wie in der alten EU-Verordnung 2003/2003, sondern auch wesentlich mehr Düngemittel, ähnlich der nationalen Düngemittelverordnung (DüMV). Die Verordnung (EU) 2019/1009 umfasst 7 Produktfunktionskategorien (PFC’s), unter anderem auch die Produktfunktionskategorie Biostimulantien. Die EU Düngeprodukte werden nach der neuen Verordnung erst mit einer CE-Kennzeichnung verkehrsfähig, die bei bestimmten PFC’s durch Konformitätsbewertungsstellen vergeben werden. Es wird aber übergangsweise weiterhin Düngeprodukte nach der VO (EG) 2003/2003 geben, wenn Sie vor dem 16. Juli 2022 in die EU importiert oder in der EU hergestellt wurden.

    Zu beachten ist in diesem Zusammenhang die Änderung des Düngemittelverkehrsrechtes innerhalb der EU:

    Die VO (EG) 2003/2003 wird abgelöst durch Verordnung (EU) 2019/1009, die ab dem 16. Juli 2022 in Kraft tritt. Diese neue EU-Düngeprodukteverordnung regelt nicht nur die mineralischen Düngeprodukte, wie in der alten EU-Verordnung 2003/2003, sondern auch wesentlich mehr Düngemittel, ähnlich der nationalen Düngemittelverordnung (DüMV). Die Verordnung (EU) 2019/1009 umfasst 7 Produktfunktionskategorien (PFC’s), unter anderem auch die Produktfunktionskategorie Biostimulantien. Die EU Düngeprodukte werden nach der neuen Verordnung erst mit einer CE-Kennzeichnung verkehrsfähig, die bei bestimmten PFC’s durch Konformitätsbewertungsstellen vergeben werden. Es wird aber übergangsweise weiterhin Düngeprodukte nach der VO (EG) 2003/2003 geben, wenn Sie vor dem 16. Juli 2022 in die EU importiert oder in der EU hergestellt wurden.

Sonstige Kontrollen im Land Berlin

Die Zuständigkeiten des Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) regelt die Zuständigkeitsverordnung auf dem Gebiet des Düngerechtes (DüngeZV) im Land Brandenburg vom 22. Januar 2019 (GVBl. für das Land Brandenburg II Nr. 9). Die Tätigkeiten im Land Berlin dagegen basieren auf dem „Gesetz zu dem Staatsvertrag der Länder Berlin und Brandenburg auf dem Gebiet der Landwirtschaft“ vom 14. September 2020, GVBl. I/20, Nr. 25 (Landwirtschaftsstaatsvertrag).

Die Zuständigkeiten des Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) regelt die Zuständigkeitsverordnung auf dem Gebiet des Düngerechtes (DüngeZV) im Land Brandenburg vom 22. Januar 2019 (GVBl. für das Land Brandenburg II Nr. 9). Die Tätigkeiten im Land Berlin dagegen basieren auf dem „Gesetz zu dem Staatsvertrag der Länder Berlin und Brandenburg auf dem Gebiet der Landwirtschaft“ vom 14. September 2020, GVBl. I/20, Nr. 25 (Landwirtschaftsstaatsvertrag).

  • Zahlen und Fakten 2021

    Im Jahr 2021 wurden durch das LELF auf Grund der Corona-Pandemie-Situation keine Cross-Compliance-Kontrollen Nitrat und keine Fachrechtskontrollen Düngung in Berlin durchgeführt.

    Im Jahr 2021 wurden durch das LELF auf Grund der Corona-Pandemie-Situation keine Cross-Compliance-Kontrollen Nitrat und keine Fachrechtskontrollen Düngung in Berlin durchgeführt.