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Pflege von Photovoltaik-Freilandflächen mittels Schafbeweidung in Brandenburg

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Laut Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg soll der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20 Prozent am Primärenergieverbrauch ausgebaut werden. Hier ist konzeptionell auch die Energiegewinnung von Freilandphotovoltaikanlagen eingebunden. Um den vorgesehenen Beitrag auf der Basis dieser Methode zu produzieren, müssten circa 11.000 Hektar mit entsprechenden Anlagen versehen werden1. Da die Förderung der Errichtung derartiger Anlagen stufenweise abgebaut wird, ist weiterhin mit einem raschen Ausbau zu rechnen. Experten erwarten bis 2014 einen jährlichen Zuwachs an entsprechenden Flächen zwischen 1.800 und 2.500 Hektar1. Es werden dafür unterschiedlichste Flächen, zum Beispiel Konversionsflächen aus ehemaliger militärischer oder gewerblicher Nutzung, Abdeckungen von Deponien, Bergbaunachfolgeflächen und Ackerland genutzt.
Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Solarmodule ist die Verhinderung von Beschattung durch den Pflanzenaufwuchs. Für das Kurzhalten des Aufwuchses kommen die Mahd und die Schafbeweidung in Frage. Aus Sicht der Schafhalter könnte hier eine Dienstleistungsnische entstehen, die Flächenverluste an anderer Stelle zumindest teilweise kompensiert. Die Stellung der Anlagenbetreiber zu den Pflegeverfahren ist unterschiedlich. Für die Schafbeweidung sprechen folgende Vorteile:

  • Pflege auch bei hohem Flächenbesatz mit Steinen oder Geröll möglich,
  • Keine Probleme bei Standorten mit starkem Relief,
  • Anwesenheit von Schafherden verringert Diebstahlgefahr in Bezug auf Solarmodule,
  • Nutzung der naturnahen Schafbeweidung als Pflegeverfahren ist mit ökologischer Stromerzeugung kompatibel und trifft in der Öffentlichkeit auf hohe Akzeptanz.

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zwischen der Universität Potsdam und dem im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung zuständigen Referat für Tierzucht, Tierhaltung und Fischerei, Fachbereich Schafe, sollte untersucht werden, unter welchen Voraussetzungen Schafbeweidung zum Nutzen des Betreibers und des Schafhalters angewendet werden kann. Es standen sowohl die technischen und baulichen Voraussetzungen wie Höhe der Module und Kabelverlegung als auch die Belange des Schafhalters zur Steuerung von Besatz, Weideverfahren und Wasserversorgung im Focus. Die Ergebnisse des Projektes wurden in einer Masterarbeit2 veröffentlicht.


1) Bosch & Partner; Götze (Rechtsanwälte): „Erarbeitung von Grundlagen zur regionalplanerischen Steuerung von Photovoltaikfreiflächenanlagen am Beispiel der Region Lausitz-Spreewald“ - Endbericht 20.10.2009 (im Auftrag der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg)

2) Schalow, Linda: „Schafbeweidung in Solarparks in Deutschlandˮ, Masterarbeit, Universität Potsdam (2013)

Laut Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg soll der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20 Prozent am Primärenergieverbrauch ausgebaut werden. Hier ist konzeptionell auch die Energiegewinnung von Freilandphotovoltaikanlagen eingebunden. Um den vorgesehenen Beitrag auf der Basis dieser Methode zu produzieren, müssten circa 11.000 Hektar mit entsprechenden Anlagen versehen werden1. Da die Förderung der Errichtung derartiger Anlagen stufenweise abgebaut wird, ist weiterhin mit einem raschen Ausbau zu rechnen. Experten erwarten bis 2014 einen jährlichen Zuwachs an entsprechenden Flächen zwischen 1.800 und 2.500 Hektar1. Es werden dafür unterschiedlichste Flächen, zum Beispiel Konversionsflächen aus ehemaliger militärischer oder gewerblicher Nutzung, Abdeckungen von Deponien, Bergbaunachfolgeflächen und Ackerland genutzt.
Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Solarmodule ist die Verhinderung von Beschattung durch den Pflanzenaufwuchs. Für das Kurzhalten des Aufwuchses kommen die Mahd und die Schafbeweidung in Frage. Aus Sicht der Schafhalter könnte hier eine Dienstleistungsnische entstehen, die Flächenverluste an anderer Stelle zumindest teilweise kompensiert. Die Stellung der Anlagenbetreiber zu den Pflegeverfahren ist unterschiedlich. Für die Schafbeweidung sprechen folgende Vorteile:

  • Pflege auch bei hohem Flächenbesatz mit Steinen oder Geröll möglich,
  • Keine Probleme bei Standorten mit starkem Relief,
  • Anwesenheit von Schafherden verringert Diebstahlgefahr in Bezug auf Solarmodule,
  • Nutzung der naturnahen Schafbeweidung als Pflegeverfahren ist mit ökologischer Stromerzeugung kompatibel und trifft in der Öffentlichkeit auf hohe Akzeptanz.

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zwischen der Universität Potsdam und dem im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung zuständigen Referat für Tierzucht, Tierhaltung und Fischerei, Fachbereich Schafe, sollte untersucht werden, unter welchen Voraussetzungen Schafbeweidung zum Nutzen des Betreibers und des Schafhalters angewendet werden kann. Es standen sowohl die technischen und baulichen Voraussetzungen wie Höhe der Module und Kabelverlegung als auch die Belange des Schafhalters zur Steuerung von Besatz, Weideverfahren und Wasserversorgung im Focus. Die Ergebnisse des Projektes wurden in einer Masterarbeit2 veröffentlicht.


1) Bosch & Partner; Götze (Rechtsanwälte): „Erarbeitung von Grundlagen zur regionalplanerischen Steuerung von Photovoltaikfreiflächenanlagen am Beispiel der Region Lausitz-Spreewald“ - Endbericht 20.10.2009 (im Auftrag der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg)

2) Schalow, Linda: „Schafbeweidung in Solarparks in Deutschlandˮ, Masterarbeit, Universität Potsdam (2013)

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