Saatenanerkennung

Weizen
© Th. Paulke/LELF
Weizen
© Th. Paulke/LELF

Die Saatenanerkennung ist seit 1992 akkreditiertes Mitglied der Internationalen Vereinigung für Saatgutprüfung (ISTA). Der Samenprüfstelle obliegt die Probenahme, Saatgutprüfung und Ausstellung von ISTA Internationalen Untersuchungsberichten sowie OECD-Zertifikaten für den internationalen Saatguthandel.

Die Saatenanerkennung ist seit 1992 akkreditiertes Mitglied der Internationalen Vereinigung für Saatgutprüfung (ISTA). Der Samenprüfstelle obliegt die Probenahme, Saatgutprüfung und Ausstellung von ISTA Internationalen Untersuchungsberichten sowie OECD-Zertifikaten für den internationalen Saatguthandel.

Zahlen und Fakten

  • Entwicklung und Struktur der Saat- und Pflanzgutvermehrung

    Während in Sachsen und Thüringen die Vermehrungsflächen im Berichtsjahr leicht erweitert wurden, gingen sie in den anderen neuen Bundesländern wie auch Deutschland insgesamt zurück. Den stärksten Rückgang hat dabei mit 7 Prozent unser Bundesland zu verzeichnen.

    Tabelle V.21.1: Entwicklung der Saatgutvermehrungsflächen von 2019 bis 2021
    für Deutschland und neue Bundesländer (in ha)

    2019 2020 2021 Differenz zu 2020 (in %)
    Brandenburg 13.255 13.570 12.652 - 7
    Mecklenburg-Vorpommern 28.688 26.737 26.558 - 1
    Sachsen-Anhalt 23.119 24.192 23.305 - 4
    Sachsen 21.177 21.005 21.835 + 4
    Thüringen 14.248 14.327 14.393 + 1
    Deutschland 199.184 206.979 200.211 - 3

    Während in Sachsen und Thüringen die Vermehrungsflächen im Berichtsjahr leicht erweitert wurden, gingen sie in den anderen neuen Bundesländern wie auch Deutschland insgesamt zurück. Den stärksten Rückgang hat dabei mit 7 Prozent unser Bundesland zu verzeichnen.

    Tabelle V.21.1: Entwicklung der Saatgutvermehrungsflächen von 2019 bis 2021
    für Deutschland und neue Bundesländer (in ha)

    2019 2020 2021 Differenz zu 2020 (in %)
    Brandenburg 13.255 13.570 12.652 - 7
    Mecklenburg-Vorpommern 28.688 26.737 26.558 - 1
    Sachsen-Anhalt 23.119 24.192 23.305 - 4
    Sachsen 21.177 21.005 21.835 + 4
    Thüringen 14.248 14.327 14.393 + 1
    Deutschland 199.184 206.979 200.211 - 3

    Tabelle V.21.2: Entwicklung der Saatgutvermehrungsflächen von 2019 bis 2021
    im Land Brandenburg nach Fruchtartengruppen

    Fruchtartengruppe 2019 2020 2021 Differenz zu 2020 (in %)
    Getreide und Mais 7.034 6.774 5.695 - 15,9
    Gräser 3.413 3.325 3.212 - 3,4
    Landwirtschaftliche Leguminosen 1.341 1.542 1.587 + 2,9
    Öl- und Faserpflanzen 736 1.002 1.211 + 20,8
    Sonstige Futterpflanzen 125 351 405 + 15,2
    Kartoffeln 605 576 542 - 5,9
    Gesamtergebnis 13.255 13.570 12.652 - 6,8

    Tabelle V.21.2: Entwicklung der Saatgutvermehrungsflächen von 2019 bis 2021
    im Land Brandenburg nach Fruchtartengruppen

    Fruchtartengruppe 2019 2020 2021 Differenz zu 2020 (in %)
    Getreide und Mais 7.034 6.774 5.695 - 15,9
    Gräser 3.413 3.325 3.212 - 3,4
    Landwirtschaftliche Leguminosen 1.341 1.542 1.587 + 2,9
    Öl- und Faserpflanzen 736 1.002 1.211 + 20,8
    Sonstige Futterpflanzen 125 351 405 + 15,2
    Kartoffeln 605 576 542 - 5,9
    Gesamtergebnis 13.255 13.570 12.652 - 6,8

    Der seit Jahren anhaltende negative Trend bei den beiden flächengrößten Fruchtartengruppen und den Pflanzkartoffeln hat auch im Berichtszeitraum angehalten. Besonders stark fiel die Reduzierung der Getreidevermehrungsfläche mit 1.079 Hektar aus. Dem entgegen stehen die anhaltend positiven Entwicklungen bei den anderen drei Fruchtartengruppen. Allerdings vermochten die teils relativ starken Erhöhungen die Reduzierungen im Getreidebereich nicht auszugleichen. Insgesamt ist eine deutliche Verringerung der angemeldeten Vermehrungsflächen in Brandenburg zu verzeichnen.

    Tabelle V.21.3: Entwicklung der Getreidevermehrungsflächen von 2019 bis 2021
    im Land Brandenburg

    Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Winterweizen* 2.025 1.522 856 56,2
    Wintertriticale 1.299 997 703 70,5
    Winterroggen 1.234 1.509 1.500 99,4
    Wintergerste 1.431 1.496 1.373 91,8
    Wintergetreide 5.989 5.524 4.433 80,2
    Rauhafer 417 636 627 98,6
    Sommertriticale 117 43 85 197,5
    Sommerhafer 273 266 284 107,1
    Sommergerste 201 182 94 51,3
    Sommerroggen 22 109 144 133,0
    Sommerweizen* 15 13 27 207,7
    Sommergetreide 1.045 1.249 1.261 101,0
    Getreide und Mais 7.034 6.774 5.695 84,1

    * einschließlich der geringen Flächen vom Winter- beziehungsweise Sommerspelzweizen

    Der seit Jahren anhaltende negative Trend bei den beiden flächengrößten Fruchtartengruppen und den Pflanzkartoffeln hat auch im Berichtszeitraum angehalten. Besonders stark fiel die Reduzierung der Getreidevermehrungsfläche mit 1.079 Hektar aus. Dem entgegen stehen die anhaltend positiven Entwicklungen bei den anderen drei Fruchtartengruppen. Allerdings vermochten die teils relativ starken Erhöhungen die Reduzierungen im Getreidebereich nicht auszugleichen. Insgesamt ist eine deutliche Verringerung der angemeldeten Vermehrungsflächen in Brandenburg zu verzeichnen.

    Tabelle V.21.3: Entwicklung der Getreidevermehrungsflächen von 2019 bis 2021
    im Land Brandenburg

    Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Winterweizen* 2.025 1.522 856 56,2
    Wintertriticale 1.299 997 703 70,5
    Winterroggen 1.234 1.509 1.500 99,4
    Wintergerste 1.431 1.496 1.373 91,8
    Wintergetreide 5.989 5.524 4.433 80,2
    Rauhafer 417 636 627 98,6
    Sommertriticale 117 43 85 197,5
    Sommerhafer 273 266 284 107,1
    Sommergerste 201 182 94 51,3
    Sommerroggen 22 109 144 133,0
    Sommerweizen* 15 13 27 207,7
    Sommergetreide 1.045 1.249 1.261 101,0
    Getreide und Mais 7.034 6.774 5.695 84,1

    * einschließlich der geringen Flächen vom Winter- beziehungsweise Sommerspelzweizen

    Tabelle V.21.4: Entwicklung der Vermehrungsflächen der Gräserarten von 2019 bis 2021
    im Land Brandenburg

    Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Deutsches Weidelgras 1.160 1.245 1.180 94,8
    Schafschwingel 707 776 631 81,3
    Rotschwingel 821 515 360 69,8
    Welsches Weidelgras 487 505 724 143,6
    Wiesenschwingel 125 107 152 141,2
    Einjähriges Weidelgras 21 24 10 40,5
    Knaulgras 41 61 61 100,0
    Festulolium 0 20 20 100,0
    Rohrschwingel 0 0 7 -
    Bastardweidelgras 51 72 67 93,7
    Insgesamt 3.413 3.325 3.212 96,6

    Tabelle V.21.4: Entwicklung der Vermehrungsflächen der Gräserarten von 2019 bis 2021
    im Land Brandenburg

    Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Deutsches Weidelgras 1.160 1.245 1.180 94,8
    Schafschwingel 707 776 631 81,3
    Rotschwingel 821 515 360 69,8
    Welsches Weidelgras 487 505 724 143,6
    Wiesenschwingel 125 107 152 141,2
    Einjähriges Weidelgras 21 24 10 40,5
    Knaulgras 41 61 61 100,0
    Festulolium 0 20 20 100,0
    Rohrschwingel 0 0 7 -
    Bastardweidelgras 51 72 67 93,7
    Insgesamt 3.413 3.325 3.212 96,6

    Tabelle V.21.5: Entwicklung der Vermehrungsflächen der Arten von Landwirtschaftlichen
    Leguminosen von 2019 bis 2021 im Land Brandenburg

    Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Ackerbohne 0 85 0 -
    Futtererbse 860 899 811 90,2
    Blaue Lupine 214 236 269 113,7
    Gelbe Lupine 65 0 0 -
    Weiße Lupine 26 65 294 454,2
    Saatwicke 64 92 65 71,5
    Zottelwicke 24 65 47 72,4
    Rotklee 77 76 98 129,9
    Inkamatklee 10 24 4 14,3
    Insgesamt 1.341 1.542 1.587 102,9

    Tabelle V.21.5: Entwicklung der Vermehrungsflächen der Arten von Landwirtschaftlichen
    Leguminosen von 2019 bis 2021 im Land Brandenburg

    Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Ackerbohne 0 85 0 -
    Futtererbse 860 899 811 90,2
    Blaue Lupine 214 236 269 113,7
    Gelbe Lupine 65 0 0 -
    Weiße Lupine 26 65 294 454,2
    Saatwicke 64 92 65 71,5
    Zottelwicke 24 65 47 72,4
    Rotklee 77 76 98 129,9
    Inkamatklee 10 24 4 14,3
    Insgesamt 1.341 1.542 1.587 102,9

    Tabelle V.21.6: Entwicklung der Vermehrungsflächen weiterer Fruchtartengruppen nach Arten von 2019 bis 2021 im Land Brandenburg

    Fruchtartenobergruppe/ Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Lein 233 258 339 131,3
    Weißer Senf 393 602 634 105,4
    Winterrübsen 95 132 238 180,0
    Sommerraps 16 10 0 -
    Öl- und Faserpflanzen gesamt 736 1.002 1.211 120,8
    Ölrettich 39 165 315 190,2
    Phazelie 86 186 90 48,3
    Sonstige Futterpflanzen gesamt 125 351 405 115,2
    Pflanzkartoffeln gesamt 605 576 542 94,1

    Im bundesweiten Vergleich kann Brandenburg beim Vermehrungsanbau von Sommerölfrüchten über viele Jahre bereits gute bis sehr gute Ergebnisse aufweisen. So standen im Berichtsjahr vom Öllein 42 Prozent und vom Weißen Senf 47 Prozent der Vermehrungsflächen Deutschlands in Brandenburg. Hohe und sehr hohe Anteile an den bundesweiten Vermehrungsflächen haben wir weiterhin bei Ölrettich (71 Prozent), Rauhafer (53 Prozent), Schafschwingel (42 Prozent) und Winterrübsen (33 Prozent).

    Tabelle V.21.6: Entwicklung der Vermehrungsflächen weiterer Fruchtartengruppen nach Arten von 2019 bis 2021 im Land Brandenburg

    Fruchtartenobergruppe/ Fruchtart 2019 2020 2021 % zu 2020
    Lein 233 258 339 131,3
    Weißer Senf 393 602 634 105,4
    Winterrübsen 95 132 238 180,0
    Sommerraps 16 10 0 -
    Öl- und Faserpflanzen gesamt 736 1.002 1.211 120,8
    Ölrettich 39 165 315 190,2
    Phazelie 86 186 90 48,3
    Sonstige Futterpflanzen gesamt 125 351 405 115,2
    Pflanzkartoffeln gesamt 605 576 542 94,1

    Im bundesweiten Vergleich kann Brandenburg beim Vermehrungsanbau von Sommerölfrüchten über viele Jahre bereits gute bis sehr gute Ergebnisse aufweisen. So standen im Berichtsjahr vom Öllein 42 Prozent und vom Weißen Senf 47 Prozent der Vermehrungsflächen Deutschlands in Brandenburg. Hohe und sehr hohe Anteile an den bundesweiten Vermehrungsflächen haben wir weiterhin bei Ölrettich (71 Prozent), Rauhafer (53 Prozent), Schafschwingel (42 Prozent) und Winterrübsen (33 Prozent).

    Tabelle V.21.7: Angaben zur Struktur der Vermehrung nach Fruchtartengruppen von 2019 bis 2021 im Land Brandenburg

    Anzahl vermehrter Arten / Sorten Vermehrungsbetriebe / -vorhaben
    Fruchtartengruppe 2019 2020 2021 2019 2020 2021
    Getreide 10 / 89 11 / 82 12 / 68 127 / 342 123 / 340 97 / 298
    Gräser 8 / 47 9 / 47 10 / 50 81 / 199 76 / 187 79 / 193
    Landwirtschaftliche Leguminosen 8 / 18 8 / 24 7 / 28 43/ 97 53 / 107 55 / 111
    Öl- und Faserpflanzen 4 / 10 4 / 18 3 / 15 19 / 48 23 / 57 30 / 82
    Sonstige Futterpflanzen 2 / 7 2 / 10 2 / 11 8 / 10 17 / 30 12 / 26
    Kartoffeln 1 / 86 1 / 87 1 / 86 11 / 222 13 / 221 12 / 208
    Gesamtergebnis 33 / 257 25 / 268 35 / 257 207 / 918 203 / 942 188 / 918

    Tabelle V.21.7: Angaben zur Struktur der Vermehrung nach Fruchtartengruppen von 2019 bis 2021 im Land Brandenburg

    Anzahl vermehrter Arten / Sorten Vermehrungsbetriebe / -vorhaben
    Fruchtartengruppe 2019 2020 2021 2019 2020 2021
    Getreide 10 / 89 11 / 82 12 / 68 127 / 342 123 / 340 97 / 298
    Gräser 8 / 47 9 / 47 10 / 50 81 / 199 76 / 187 79 / 193
    Landwirtschaftliche Leguminosen 8 / 18 8 / 24 7 / 28 43/ 97 53 / 107 55 / 111
    Öl- und Faserpflanzen 4 / 10 4 / 18 3 / 15 19 / 48 23 / 57 30 / 82
    Sonstige Futterpflanzen 2 / 7 2 / 10 2 / 11 8 / 10 17 / 30 12 / 26
    Kartoffeln 1 / 86 1 / 87 1 / 86 11 / 222 13 / 221 12 / 208
    Gesamtergebnis 33 / 257 25 / 268 35 / 257 207 / 918 203 / 942 188 / 918

    Tabelle V.21.8: Territoriale Verteilung der Vermehrungsflächen 2021 nach Fruchtartengruppen und Landkreisen in Hektar

    Landkreis Getreide Gräser Kartoffeln Landwirtschaftliche Leguminosen Öl- und Faserpflanzen Sonstige Futterpflanzen Summe
    Märkisch-Oderland 699 751 342 396 76 2.264
    Teltow-Fläming 858 222 215 191 459 200 2.145
    Uckermark 1.200 236 502 62 2.000
    Prignitz 1.163 247 149 180 41 1.780
    Ostprignitz-Ruppin 550 429 25 73 35 20 1.131
    Dahme-Spreewald 386 321 14 27 59 49 856
    Oder-Spree 234 391 108 38 60 830
    Potsdam-Mittelmark 166 140 42 94 441
    Oberspreewald-Lausitz 160 129 60 349
    Oberhavel 167 57 28 252
    Elbe-Elster 136 35 35 27 234
    Havelland 33 95 128
    Frankfurt (Oder) 54 58 112
    Spree-Neiße 20 75 95
    Barnim 35 35
    Summe 5.695 3.212 543 1.587 1.211 405 12.652

    Tabelle V.21.8: Territoriale Verteilung der Vermehrungsflächen 2021 nach Fruchtartengruppen und Landkreisen in Hektar

    Landkreis Getreide Gräser Kartoffeln Landwirtschaftliche Leguminosen Öl- und Faserpflanzen Sonstige Futterpflanzen Summe
    Märkisch-Oderland 699 751 342 396 76 2.264
    Teltow-Fläming 858 222 215 191 459 200 2.145
    Uckermark 1.200 236 502 62 2.000
    Prignitz 1.163 247 149 180 41 1.780
    Ostprignitz-Ruppin 550 429 25 73 35 20 1.131
    Dahme-Spreewald 386 321 14 27 59 49 856
    Oder-Spree 234 391 108 38 60 830
    Potsdam-Mittelmark 166 140 42 94 441
    Oberspreewald-Lausitz 160 129 60 349
    Oberhavel 167 57 28 252
    Elbe-Elster 136 35 35 27 234
    Havelland 33 95 128
    Frankfurt (Oder) 54 58 112
    Spree-Neiße 20 75 95
    Barnim 35 35
    Summe 5.695 3.212 543 1.587 1.211 405 12.652

  • Feldbestandsprüfung

    An der Durchführung der amtlichen Feldbestandsprüfung auf einer Fläche von 12.216 Hektar waren 5 Mitarbeiter/-innen des Referates L3 des LELF und 18 amtlich verpflichtete Feldbesichtiger/-innen beteiligt. Auf der Grundlage der bundeseinheitlichen Feldbesichtigungsrichtlinie wurden die Bestände auf die Einhaltung der in der Saatgut- beziehungsweise Pflanzkartoffelverordnung vorgegebenen Parameter geprüft.

    Tabelle F.21.1: Ergebnisse der Feldbestandsprüfung 2021 (Angaben in Hektar)

    Fruchtartengruppe angemeldet zurückgezogen mit Erfolg anerkannt anerkannt Paragraf 8 (2) ohne Erfolg
    Getreide 5.695 69 5.472 99 54
    Gräser 3.212 229 2.917 56 10
    Landwirtschaftliche Leguminosen 1.587 58 1.455 70 4
    Öl- und Faserpflanzen 1.211 54 1.066 78 13
    Sonstige Futterpflanzen 405 20 380 0 5
    Kartoffeln 543 6 529 0 8
    Insgesamt 12.652 436 11.818 303 95
    Anteil (in %)
    (Vorjahr)
    100 3,4
    (3,6)
    93,4
    (91.8)
    2,4
    (4,0)
    0,8
    (0,6)

    An der Durchführung der amtlichen Feldbestandsprüfung auf einer Fläche von 12.216 Hektar waren 5 Mitarbeiter/-innen des Referates L3 des LELF und 18 amtlich verpflichtete Feldbesichtiger/-innen beteiligt. Auf der Grundlage der bundeseinheitlichen Feldbesichtigungsrichtlinie wurden die Bestände auf die Einhaltung der in der Saatgut- beziehungsweise Pflanzkartoffelverordnung vorgegebenen Parameter geprüft.

    Tabelle F.21.1: Ergebnisse der Feldbestandsprüfung 2021 (Angaben in Hektar)

    Fruchtartengruppe angemeldet zurückgezogen mit Erfolg anerkannt anerkannt Paragraf 8 (2) ohne Erfolg
    Getreide 5.695 69 5.472 99 54
    Gräser 3.212 229 2.917 56 10
    Landwirtschaftliche Leguminosen 1.587 58 1.455 70 4
    Öl- und Faserpflanzen 1.211 54 1.066 78 13
    Sonstige Futterpflanzen 405 20 380 0 5
    Kartoffeln 543 6 529 0 8
    Insgesamt 12.652 436 11.818 303 95
    Anteil (in %)
    (Vorjahr)
    100 3,4
    (3,6)
    93,4
    (91.8)
    2,4
    (4,0)
    0,8
    (0,6)

    Tabelle F.21.2: Gründe für die Aberkennung beziehungsweise Anwendung von Paragraf 8 (2) im Jahr 2021

    Gründe Aberkennungen beziehungsweise Anwendung § 8 (2) Flächen in ha
    ohne Erfolg
    Flächen in ha
    Anwendung § 8 (2)
    Getreide und Mais 54 99
    Mindestentfernung 32 0
    Sortenvermischung 16 0
    Besatz andere Getreidearten 6 12
    Besatz schwertrennbare Arten 0 87
    Gräser 11 56
    Besatz schwertrennbare Arten 6 56
    kein Samenträger 5 0
    Kartoffeln 8 0
    Besatz mit Fremdsorte 0,5 0
    Virusbesatz 7,5 0
    Landwirtschaftliche Leguminosen 4 70
    Besatz schwertrennbare Arten 4 0
    Anbau mit Stützfrucht 0 70
    Öl- und Faserpflanzen 13 78
    Besatz abweichende Typen 13 0
    Anbau mit Stützfrucht 0 48
    Besatz schwertrennbare Arten 0 30
    Sonstige Futterpflanzen 5 0
    Unkrautbesatz 1 0
    unzureichender Kulturzustand 4 0
    Gesamtergebnis 95 303

    Das Jahr 2021 war ähnlich der zu trockenen Vorjahr von schwierigen Bedingungen für die Saatgutproduktion geprägt. Einige Betriebe hatten Probleme die geplanten Vermehrungsflächen in ansprechender Qualität zu etablieren, so kam es immer wieder zu Zurückziehungen der Flächen vor der ersten Besichtigung. Vom Umfang her befinden wir uns auf dem Niveau der letzten Jahre.

    Der Anteil der Flächen, die nach Paragraf 8 (2) besichtigt wurden – hier handelt es sich um Vorhaben, die Mängel aufwiesen, welche man mit einer guten Reinigungsanlage und zusätzlichem Aufwand beseitigen und bei der anschließenden Beschaffenheitsprüfung nachkontrollieren kann – ging gegenüber 2020 wieder zurück. Hauptsächlich wurde das Verfahren bei der Feststellung von stärkerem Besatz mit schwer trennbaren Arten angewendet (siehe Tabelle F.21.2).

    Tabelle F.21.2: Gründe für die Aberkennung beziehungsweise Anwendung von Paragraf 8 (2) im Jahr 2021

    Gründe Aberkennungen beziehungsweise Anwendung § 8 (2) Flächen in ha
    ohne Erfolg
    Flächen in ha
    Anwendung § 8 (2)
    Getreide und Mais 54 99
    Mindestentfernung 32 0
    Sortenvermischung 16 0
    Besatz andere Getreidearten 6 12
    Besatz schwertrennbare Arten 0 87
    Gräser 11 56
    Besatz schwertrennbare Arten 6 56
    kein Samenträger 5 0
    Kartoffeln 8 0
    Besatz mit Fremdsorte 0,5 0
    Virusbesatz 7,5 0
    Landwirtschaftliche Leguminosen 4 70
    Besatz schwertrennbare Arten 4 0
    Anbau mit Stützfrucht 0 70
    Öl- und Faserpflanzen 13 78
    Besatz abweichende Typen 13 0
    Anbau mit Stützfrucht 0 48
    Besatz schwertrennbare Arten 0 30
    Sonstige Futterpflanzen 5 0
    Unkrautbesatz 1 0
    unzureichender Kulturzustand 4 0
    Gesamtergebnis 95 303

    Das Jahr 2021 war ähnlich der zu trockenen Vorjahr von schwierigen Bedingungen für die Saatgutproduktion geprägt. Einige Betriebe hatten Probleme die geplanten Vermehrungsflächen in ansprechender Qualität zu etablieren, so kam es immer wieder zu Zurückziehungen der Flächen vor der ersten Besichtigung. Vom Umfang her befinden wir uns auf dem Niveau der letzten Jahre.

    Der Anteil der Flächen, die nach Paragraf 8 (2) besichtigt wurden – hier handelt es sich um Vorhaben, die Mängel aufwiesen, welche man mit einer guten Reinigungsanlage und zusätzlichem Aufwand beseitigen und bei der anschließenden Beschaffenheitsprüfung nachkontrollieren kann – ging gegenüber 2020 wieder zurück. Hauptsächlich wurde das Verfahren bei der Feststellung von stärkerem Besatz mit schwer trennbaren Arten angewendet (siehe Tabelle F.21.2).

  • Beschaffenheitsprüfung Saatgut

    Nach erfolgreich durchlaufener Feldbestandsprüfung, anschließender Ernte und Aufbereitung kommt bei landwirtschaftlichen Mähdruschfrüchten die Begutachtung der eingereichten Saatgutproben. Die amtliche Beschaffenheitsprüfung von Saatgut findet in gut ausgerüsteten Untersuchungsräumen im Verwaltungszentrum C in Zossens Ortsteil Wünsdorf statt. Zur Bewertung der Saatgutqualität werden die vorgestellten Proben auf spezifische Parameter überprüft. Während die Technische Reinheit, der Besatz mit anderen Arten und die Keimfähigkeit bei allen Arten bestimmt wird, gibt es eine Reihe wei-terer Eigenschaften, die nur bei einzelnen Arten gefordert sind. Hierzu gehören zum Beispiel die Feuchte bei Ölsaaten und Mais sowie der Befall mit samenbürtigen Krankheiten bei Lein, Lupinen, Erbsen oder Sojabohnen. Letztere Untersuchungen werden durch die Kollegen der Phytopathologie im selben Hause durchgeführt. Für viele der Parameter gibt es gesetzlich vorgeschriebenen Mindestnormen (Anlage 3 beziehungsweise 3a der Saatgutverordnung) deren Einhaltung ist Voraussetzung für die positive Attestierung der Saatgutpartien und der Ausstellung für Pflanzenpässen bei entsprechenden Saatgutpartien.

    Mit den Internationalen Vorschriften für die Saatgutprüfung der ISTA (International Seed Testing Association) ist eine einheitliche Untersuchungsmethodik für die Beschaffenheitsprüfung vorgegeben, die die Vergleichbarkeit der Ergebnisse im internationalen Handel sicherstellt. Die Anerkennungs- und Samenprüfstelle ist akkreditiertes ISTA-Mitglied und verfügt über ein umfassendes Qualitätssicherungssystem. Damit wird ein hoher Qualitätsstandard der Untersuchungen gemäß dem ISTA-Akkreditierungsstandard (ISO-IEC-17025) gewährleistet. In regelmäßigen Abständen (alle 3 Jahre) wird durch internationale Auditoren der Leistungsstand der Samenprüfstelle überprüft. Beim letzten im Mai 2019 stattgefundenen Reakkreditierungsaudit konnte unsere Einrichtung ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Nach Behebung der wenigen festgestellten substantiellen Mängel, wurde unserer Samenprüfstelle die Akkreditierung und somit die Berechtigung zur Ausstellung von ISTA-Zertifikaten für den internationalen Saatguthandel für die nächsten 3 Jahre ausgesprochen. Parallel zu den Vor-Ort-Audits der ISTA nimmt unsere Prüfstelle an mehreren nationalen und internationalen Ringversuchen pro Jahr teil und kann ihre Leistungsfähigkeit sowie die Funktionalität des QS-Systems permanent nachweisen.

    Des Weiteren werden von unserer Einrichtung im Auftrag des MLUK für unser Bundesland die Untersuchungen auf Feuchtigkeitsgehalt, Schwarzbesatz und Auswuchs an Mähdruschproben für die Besondere Ernteermittlung (BEE) vorgenommen. Dessen Ergebnisse sind Grundlage für statistische Erhebungen auf Landes- und Bundesebene.

    Nach erfolgreich durchlaufener Feldbestandsprüfung, anschließender Ernte und Aufbereitung kommt bei landwirtschaftlichen Mähdruschfrüchten die Begutachtung der eingereichten Saatgutproben. Die amtliche Beschaffenheitsprüfung von Saatgut findet in gut ausgerüsteten Untersuchungsräumen im Verwaltungszentrum C in Zossens Ortsteil Wünsdorf statt. Zur Bewertung der Saatgutqualität werden die vorgestellten Proben auf spezifische Parameter überprüft. Während die Technische Reinheit, der Besatz mit anderen Arten und die Keimfähigkeit bei allen Arten bestimmt wird, gibt es eine Reihe wei-terer Eigenschaften, die nur bei einzelnen Arten gefordert sind. Hierzu gehören zum Beispiel die Feuchte bei Ölsaaten und Mais sowie der Befall mit samenbürtigen Krankheiten bei Lein, Lupinen, Erbsen oder Sojabohnen. Letztere Untersuchungen werden durch die Kollegen der Phytopathologie im selben Hause durchgeführt. Für viele der Parameter gibt es gesetzlich vorgeschriebenen Mindestnormen (Anlage 3 beziehungsweise 3a der Saatgutverordnung) deren Einhaltung ist Voraussetzung für die positive Attestierung der Saatgutpartien und der Ausstellung für Pflanzenpässen bei entsprechenden Saatgutpartien.

    Mit den Internationalen Vorschriften für die Saatgutprüfung der ISTA (International Seed Testing Association) ist eine einheitliche Untersuchungsmethodik für die Beschaffenheitsprüfung vorgegeben, die die Vergleichbarkeit der Ergebnisse im internationalen Handel sicherstellt. Die Anerkennungs- und Samenprüfstelle ist akkreditiertes ISTA-Mitglied und verfügt über ein umfassendes Qualitätssicherungssystem. Damit wird ein hoher Qualitätsstandard der Untersuchungen gemäß dem ISTA-Akkreditierungsstandard (ISO-IEC-17025) gewährleistet. In regelmäßigen Abständen (alle 3 Jahre) wird durch internationale Auditoren der Leistungsstand der Samenprüfstelle überprüft. Beim letzten im Mai 2019 stattgefundenen Reakkreditierungsaudit konnte unsere Einrichtung ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Nach Behebung der wenigen festgestellten substantiellen Mängel, wurde unserer Samenprüfstelle die Akkreditierung und somit die Berechtigung zur Ausstellung von ISTA-Zertifikaten für den internationalen Saatguthandel für die nächsten 3 Jahre ausgesprochen. Parallel zu den Vor-Ort-Audits der ISTA nimmt unsere Prüfstelle an mehreren nationalen und internationalen Ringversuchen pro Jahr teil und kann ihre Leistungsfähigkeit sowie die Funktionalität des QS-Systems permanent nachweisen.

    Des Weiteren werden von unserer Einrichtung im Auftrag des MLUK für unser Bundesland die Untersuchungen auf Feuchtigkeitsgehalt, Schwarzbesatz und Auswuchs an Mähdruschproben für die Besondere Ernteermittlung (BEE) vorgenommen. Dessen Ergebnisse sind Grundlage für statistische Erhebungen auf Landes- und Bundesebene.

    © LELF

    Die Abbildung B.21.1 zeigt recht deutlich, dass über alle Probenarten (circa 3.000 Proben) die Fruchtartengruppe Getreide mit Abstand am stärksten beteiligt ist. Der Anteil der Gräser ist zwar deutlich niedriger aber mit einer entsprechenden Vielfalt an Arten und der damit verbundenen Vielzahl an Untersuchungsmethoden stellen die Gräser einen weiteren wichtigen und vom Untersuchungsaufwand her sehr bedeutenden Arbeitsschwerpunkt in der Samenprüfstelle dar. Es folgen die Artengruppen Öl- und Faserpflanzen, Leguminosen, Gemüse sowie sonstige Arten.

    Die Abbildung B.21.1 zeigt recht deutlich, dass über alle Probenarten (circa 3.000 Proben) die Fruchtartengruppe Getreide mit Abstand am stärksten beteiligt ist. Der Anteil der Gräser ist zwar deutlich niedriger aber mit einer entsprechenden Vielfalt an Arten und der damit verbundenen Vielzahl an Untersuchungsmethoden stellen die Gräser einen weiteren wichtigen und vom Untersuchungsaufwand her sehr bedeutenden Arbeitsschwerpunkt in der Samenprüfstelle dar. Es folgen die Artengruppen Öl- und Faserpflanzen, Leguminosen, Gemüse sowie sonstige Arten.

    Wie sich Probenaufkommen und die vorgestellten beziehungsweise aberkannten Mengen in den einzelnen Fruchtartengruppen entwickelt haben, zeigt die nachfolgende Tabelle.

    Tabelle B.21.2: Ergebnisse Beschaffenheitsprüfung bei der Saatgutanerkennung 2020 und 2021

    Fruchtartengruppe 01.07.2020 - 30.06.2021 01.07.2021 - 31.12.2021
    vorgestellte aberkannte Menge (%) vorgestellte aberkannte Menge (%)
    Partien (Stück) Menge (dt) Partien (Stück) Menge (dt)
    Getreide 832 184.514 6,2 445 104.085 4,0
    Öl- und Faserpflanzen 289 27.759 7,8 276 22.103 4,5
    Gräser 171 23.838 17,2 46 5.860 1,9
    Sonstige Futterpflanzen 39 2.431 15,2 3 219 0,0
    Landwirtschaftliche Leguminosen 20 961 0,7 0 0 0,0
    Insgesamt 1.351 239.503 7,6 770 132.267 4,0

    Die Aberkennungsrate bezogen auf die eingereichten Saatgutmengen ist im Berichtsjahr deutlich gesunken und liegt auch noch unter dem langjährigen Mittel. Die Verbesserungen sind in allen Fruchtartengruppen zu finden. Insbesondere die positiven Entwicklungen bei den beiden großen Artengruppen dem Getreide und den Gräsern sowie den Öl- und Faserpflanzen trugen zum sehr guten Gesamtergebnis bei.

    Mangelhafte Keimfähigkeiten und zu hohe Besätze mit anderen Arten stellten wie auch in den letzten Jahren die Hauptprobleme von Saatgutpartien im Anerkennungsverfahren im Land Brandenburg dar. Allerdings haben sich die Anteile zum Vorjahr stark verändert. Während im Jahr 2020 mehr Partien wegen Besatzproblemen (44,6 Prozent) als wegen mangelnder Keimfähigkeit (39,5 Prozent) aberkannt wurden, war im Berichtszeitraum die unzureichende Keimfähigkeit mit 65,2 Prozent der dominierende Aberkennungsgrund und Besatzprobleme traten bei nur 25,5 Prozent der Partien auf.

    Wie sich Probenaufkommen und die vorgestellten beziehungsweise aberkannten Mengen in den einzelnen Fruchtartengruppen entwickelt haben, zeigt die nachfolgende Tabelle.

    Tabelle B.21.2: Ergebnisse Beschaffenheitsprüfung bei der Saatgutanerkennung 2020 und 2021

    Fruchtartengruppe 01.07.2020 - 30.06.2021 01.07.2021 - 31.12.2021
    vorgestellte aberkannte Menge (%) vorgestellte aberkannte Menge (%)
    Partien (Stück) Menge (dt) Partien (Stück) Menge (dt)
    Getreide 832 184.514 6,2 445 104.085 4,0
    Öl- und Faserpflanzen 289 27.759 7,8 276 22.103 4,5
    Gräser 171 23.838 17,2 46 5.860 1,9
    Sonstige Futterpflanzen 39 2.431 15,2 3 219 0,0
    Landwirtschaftliche Leguminosen 20 961 0,7 0 0 0,0
    Insgesamt 1.351 239.503 7,6 770 132.267 4,0

    Die Aberkennungsrate bezogen auf die eingereichten Saatgutmengen ist im Berichtsjahr deutlich gesunken und liegt auch noch unter dem langjährigen Mittel. Die Verbesserungen sind in allen Fruchtartengruppen zu finden. Insbesondere die positiven Entwicklungen bei den beiden großen Artengruppen dem Getreide und den Gräsern sowie den Öl- und Faserpflanzen trugen zum sehr guten Gesamtergebnis bei.

    Mangelhafte Keimfähigkeiten und zu hohe Besätze mit anderen Arten stellten wie auch in den letzten Jahren die Hauptprobleme von Saatgutpartien im Anerkennungsverfahren im Land Brandenburg dar. Allerdings haben sich die Anteile zum Vorjahr stark verändert. Während im Jahr 2020 mehr Partien wegen Besatzproblemen (44,6 Prozent) als wegen mangelnder Keimfähigkeit (39,5 Prozent) aberkannt wurden, war im Berichtszeitraum die unzureichende Keimfähigkeit mit 65,2 Prozent der dominierende Aberkennungsgrund und Besatzprobleme traten bei nur 25,5 Prozent der Partien auf.

    © LELF

    Das vereinfachte Verfahren der „Nicht-obligatorischen Beschaffenheitsprüfung“ bei Getreide wurde bis zum 31. März 2022 von zwei Aufbereitungsunternehmen bei 127 Partien angewendet. Damit ist die Anzahl gegenüber dem Vorjahr (227) erheblich zurückgegangen. Das Verfahren wurde hauptsächlich bei der Arten Winterweizen und Wintertriticale angewendet. Bei 4 Partien wurden die gesetzlichen Normen nicht erfüllt und eine Anerkennung versagt. Alle untersuchten Kontrollproben haben die geforderten Normen erfüllt, so dass durch die Anerkennungsstelle keine nachträgliche Rücknahme der Anerkennung nach Paragraf 48 Verwaltungsverfahrensgesetz des Landes Brandenburg erfolgen musste.

    Das vereinfachte Verfahren der „Nicht-obligatorischen Beschaffenheitsprüfung“ bei Getreide wurde bis zum 31. März 2022 von zwei Aufbereitungsunternehmen bei 127 Partien angewendet. Damit ist die Anzahl gegenüber dem Vorjahr (227) erheblich zurückgegangen. Das Verfahren wurde hauptsächlich bei der Arten Winterweizen und Wintertriticale angewendet. Bei 4 Partien wurden die gesetzlichen Normen nicht erfüllt und eine Anerkennung versagt. Alle untersuchten Kontrollproben haben die geforderten Normen erfüllt, so dass durch die Anerkennungsstelle keine nachträgliche Rücknahme der Anerkennung nach Paragraf 48 Verwaltungsverfahrensgesetz des Landes Brandenburg erfolgen musste.

  • Beschaffenheitsprüfung Kartoffeln

    Auch in diesem Berichtszeitraum kam es im Rahmen der amtlichen Feldbestandsprüfung zu Aberkennungen von Feldbeständen. Wegen zu hohen Besätzen mit viruskranken Pflanzen beziehungsweise mit Fremdsorten wurde insgesamt bei 8 Hektar das Anerkennungsverfahren vorzeitig beendet. Weiterhin wurden 6 Hektar noch vor der ersten Besichtigung vom Verfahren zurückgezogen. Von der erfolgreich besichtigten Vermehrungsfläche (529 Hektar) wurden insgesamt 215 Proben für die Untersuchung auf Viruskrankheiten und Quarantäneschaderreger der Kartoffel eingereicht. Die Proben sind von amtlich geschulten Probenehmern aus dem Feld beziehungsweise bei der Ernte gezogen worden. Auch im Berichtsjahr hatten die Kartoffelbestände unter den schwierigen Witterungsbedingungen zu leiden. Das Erkennen von Krankheiten bei der Feldbestandprüfung war gerade in Beständen ohne Beregnung oft schwierig. Aus diesem Grund hat die Anerkennungsstelle entschieden, auch im Berichtsjahr von der Möglichkeit der Testbefreiung keinen Gebrauch zu machen. Die Untersuchungen auf Viruskrankheiten bereiteten der Untersuchungsstelle erhebliche Probleme. Viele Partien zeigten eine starke Keimruhe, so dass es nicht möglich war eine ausreichende Anzahl an Augenstecklingen für die Beurteilung anzuziehen. Da die aus dem Lager entnommenen Wiederholungsproben nicht immer bessere Ergebnisse zeigten, wurde im Dezember vereinbart einen Teil der Partien (55 Proben) an die Prüfstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern nach Gülzow zu senden. Hier erfolgt schon seit einigen Jahren die Prüfung mittels PCR an Presssaft aus der Knolle. Die Methode ist deutlich schneller, da das Anziehen der Augenstecklinge entfällt. Ab der nächsten Saison wird das Verfahren auch bei der Prüfung im Land Brandenburg angewendet. Im Ergebnis aller Virustestungen mussten nur ein Vorhaben wegen zu hoher Virusbelastung (PVY) aberkannt und zwei Vorhaben abgestuft werden. Mit einer Anerkennungsrate von 99 Prozent wurde ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Damit liegt Brandenburg über dem bundesweiten Trend.

    Die parallel erfolgte Testung auf Quarantäneschaderreger war bei allen Proben negativ.

    Auch in diesem Berichtszeitraum kam es im Rahmen der amtlichen Feldbestandsprüfung zu Aberkennungen von Feldbeständen. Wegen zu hohen Besätzen mit viruskranken Pflanzen beziehungsweise mit Fremdsorten wurde insgesamt bei 8 Hektar das Anerkennungsverfahren vorzeitig beendet. Weiterhin wurden 6 Hektar noch vor der ersten Besichtigung vom Verfahren zurückgezogen. Von der erfolgreich besichtigten Vermehrungsfläche (529 Hektar) wurden insgesamt 215 Proben für die Untersuchung auf Viruskrankheiten und Quarantäneschaderreger der Kartoffel eingereicht. Die Proben sind von amtlich geschulten Probenehmern aus dem Feld beziehungsweise bei der Ernte gezogen worden. Auch im Berichtsjahr hatten die Kartoffelbestände unter den schwierigen Witterungsbedingungen zu leiden. Das Erkennen von Krankheiten bei der Feldbestandprüfung war gerade in Beständen ohne Beregnung oft schwierig. Aus diesem Grund hat die Anerkennungsstelle entschieden, auch im Berichtsjahr von der Möglichkeit der Testbefreiung keinen Gebrauch zu machen. Die Untersuchungen auf Viruskrankheiten bereiteten der Untersuchungsstelle erhebliche Probleme. Viele Partien zeigten eine starke Keimruhe, so dass es nicht möglich war eine ausreichende Anzahl an Augenstecklingen für die Beurteilung anzuziehen. Da die aus dem Lager entnommenen Wiederholungsproben nicht immer bessere Ergebnisse zeigten, wurde im Dezember vereinbart einen Teil der Partien (55 Proben) an die Prüfstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern nach Gülzow zu senden. Hier erfolgt schon seit einigen Jahren die Prüfung mittels PCR an Presssaft aus der Knolle. Die Methode ist deutlich schneller, da das Anziehen der Augenstecklinge entfällt. Ab der nächsten Saison wird das Verfahren auch bei der Prüfung im Land Brandenburg angewendet. Im Ergebnis aller Virustestungen mussten nur ein Vorhaben wegen zu hoher Virusbelastung (PVY) aberkannt und zwei Vorhaben abgestuft werden. Mit einer Anerkennungsrate von 99 Prozent wurde ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Damit liegt Brandenburg über dem bundesweiten Trend.

    Die parallel erfolgte Testung auf Quarantäneschaderreger war bei allen Proben negativ.

    Tabelle K.21.1: Ergebnisse der Testung auf Viruskrankheiten und Quarantäneschaderreger
    bei Pflanzkartoffeln 2019 bis 2021 (Angabe in Hektar)

    2019 2020 2021
    feldanerkannte Fläche 595 563 529
    getestete Fläche* 594 563 529
    nach Testung anerkannt 571 534 525
    Anerkennungsrate in % 96 95 99

    * Differenz zur feldanerkannten Fläche infolge der Beendigung eines Anerkennungsverfahrens wegen Qualitätsproblemen

    Nach zwei sehr heißen Sommern, konnten im Berichtsjahr die Pflanzkartoffelbetriebe ihre Bestände mit Zusatzwasser und nicht ganz so extremen Temperaturen im Spätsommer besser führen. Im ersten Jahr nach dem Wegfall von „Reglone“ zur Krautabtötung haben die meisten Betriebe Umstellungen im Anbau vorgenommen. So wurden die Stickstoffgaben deutlich reduziert und teilweise engere Pflanzabstände in der Reihe hergestellt. Mit der Kombination von Krautschlagen und Einsatz der wenigen noch vorhandenen Mittel zur chemische Krautabtötung zeigte recht gute Ergebnisse. Die Bedingungen zur Ernte der Bestände war nicht in allen Teilen des Landes optimal. In wieweit die Qualität der eingelagerten Partien beeinflusst wurde und wie sich die Qualität während der Einlagerung entwickelt hat, wird sich bei der Frühjahrsauslieferung in den nächsten Wochen zeigen. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf die Frühjahrsauslieferungen. Da die Kartoffeln aus der Ernte 2021 noch im Lager liegen beziehen sich die Ergebnisse auf die Ernte 2020 und Vorjahre.

    Tabelle K.21.1: Ergebnisse der Testung auf Viruskrankheiten und Quarantäneschaderreger
    bei Pflanzkartoffeln 2019 bis 2021 (Angabe in Hektar)

    2019 2020 2021
    feldanerkannte Fläche 595 563 529
    getestete Fläche* 594 563 529
    nach Testung anerkannt 571 534 525
    Anerkennungsrate in % 96 95 99

    * Differenz zur feldanerkannten Fläche infolge der Beendigung eines Anerkennungsverfahrens wegen Qualitätsproblemen

    Nach zwei sehr heißen Sommern, konnten im Berichtsjahr die Pflanzkartoffelbetriebe ihre Bestände mit Zusatzwasser und nicht ganz so extremen Temperaturen im Spätsommer besser führen. Im ersten Jahr nach dem Wegfall von „Reglone“ zur Krautabtötung haben die meisten Betriebe Umstellungen im Anbau vorgenommen. So wurden die Stickstoffgaben deutlich reduziert und teilweise engere Pflanzabstände in der Reihe hergestellt. Mit der Kombination von Krautschlagen und Einsatz der wenigen noch vorhandenen Mittel zur chemische Krautabtötung zeigte recht gute Ergebnisse. Die Bedingungen zur Ernte der Bestände war nicht in allen Teilen des Landes optimal. In wieweit die Qualität der eingelagerten Partien beeinflusst wurde und wie sich die Qualität während der Einlagerung entwickelt hat, wird sich bei der Frühjahrsauslieferung in den nächsten Wochen zeigen. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf die Frühjahrsauslieferungen. Da die Kartoffeln aus der Ernte 2021 noch im Lager liegen beziehen sich die Ergebnisse auf die Ernte 2020 und Vorjahre.

    Tabelle K.21.2: Anerkennungsergebnisse nach der Prüfung auf Knollenkrankheiten und äußere Mängel in den Jahren 2018 bis 2020 (Angabe in dt)

    Erntejahr geprüfte Menge insgesamt Frühjahrsauslieferung
    Basispflanzgut
    Frühjahrsauslieferung
    Zertifiziertes Pflanzgut
    2018 80.806 7.455 73.351
    2019 110.642 9.714 100.928
    2020 107.465 9.815 97.650

    Tabelle K.21.2: Anerkennungsergebnisse nach der Prüfung auf Knollenkrankheiten und äußere Mängel in den Jahren 2018 bis 2020 (Angabe in dt)

    Erntejahr geprüfte Menge insgesamt Frühjahrsauslieferung
    Basispflanzgut
    Frühjahrsauslieferung
    Zertifiziertes Pflanzgut
    2018 80.806 7.455 73.351
    2019 110.642 9.714 100.928
    2020 107.465 9.815 97.650
  • Saatgutverkehrskontrolle

    Im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle wurden im Wirtschaftsjahr 2020/2021 stichprobenartig die im Verkehr befindlichen Saatgut- und Pflanzgutpartien bei den zu kontrollierenden Unternehmen in Brandenburg und Berlin überprüft. Die Prüfungen bezogen sich sowohl auf die Kennzeichnung und Verschließung von Saatgutpartien und von Betriebsunterlagen auf ihre Verordnungskonformität. Weiterhin zählen umfangreiche Probennahmen von zertifizierten Saatgut-und Pflanzgutpartien zum Prüfungsverfahren. An den entnommenen Proben erfolgte die Prüfung der Beschaffenheit bei Saatgut in der Samenprüfstelle. Bei Pflanzkartoffeln erfolgt eine Kontrolle auf Knollenkrankheiten und äußere Mängel mittels Schnittproben durch den amtlichen Dienst vor Ort beziehungsweise auf weitere teils geregelte Krankheitserreger in der Phytopathologie des Referates L3 in Wünsdorf.

    Tabelle S.21.1: Überprüfungsumfang der Saatgutverkehrskontrolle 2020/2021

    Überprüfung der Entnahme von Proben zur
    Betriebsunterlagen (Saatgutkontroll bücher, § 27 SaatG) Kennzeichnung und Verschließung von Saatgutpartien Prüfung der Beschaffenheit von Saatgut Überprüfung des Gesundheitswertes bei Pflanzkartoffeln und Befall mit Quarantänekrankheiten Untersuchung auf Knollenkrankheiten, äußere Mängel und Größensortierung Vorort bei Pflanzkartoffeln
    1 448 345 14 103

    (Anzahl der Partien in Stück)

    Im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle wurden im Wirtschaftsjahr 2020/2021 stichprobenartig die im Verkehr befindlichen Saatgut- und Pflanzgutpartien bei den zu kontrollierenden Unternehmen in Brandenburg und Berlin überprüft. Die Prüfungen bezogen sich sowohl auf die Kennzeichnung und Verschließung von Saatgutpartien und von Betriebsunterlagen auf ihre Verordnungskonformität. Weiterhin zählen umfangreiche Probennahmen von zertifizierten Saatgut-und Pflanzgutpartien zum Prüfungsverfahren. An den entnommenen Proben erfolgte die Prüfung der Beschaffenheit bei Saatgut in der Samenprüfstelle. Bei Pflanzkartoffeln erfolgt eine Kontrolle auf Knollenkrankheiten und äußere Mängel mittels Schnittproben durch den amtlichen Dienst vor Ort beziehungsweise auf weitere teils geregelte Krankheitserreger in der Phytopathologie des Referates L3 in Wünsdorf.

    Tabelle S.21.1: Überprüfungsumfang der Saatgutverkehrskontrolle 2020/2021

    Überprüfung der Entnahme von Proben zur
    Betriebsunterlagen (Saatgutkontroll bücher, § 27 SaatG) Kennzeichnung und Verschließung von Saatgutpartien Prüfung der Beschaffenheit von Saatgut Überprüfung des Gesundheitswertes bei Pflanzkartoffeln und Befall mit Quarantänekrankheiten Untersuchung auf Knollenkrankheiten, äußere Mängel und Größensortierung Vorort bei Pflanzkartoffeln
    1 448 345 14 103

    (Anzahl der Partien in Stück)

    Im Kontrolljahr wurden von insgesamt 448 Saat- und Pflanzgutpartien, davon 103 Pflanzgutpartien im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle Proben entnommen und auf die Einhaltung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben sowohl zur Beschaffenheit als auch zur Kennzeichnung und Verschließung geprüft.

    Die nach der Saatgutaufzeichnungsverordnung geforderten betrieblichen Unterlagen im Zusammenhang mit der Aufbereitung und dem Vertrieb von anerkanntem Saatgut wurden im Rahmen einer Betriebskontrolle überprüft.

    Tabelle S.21.2: Ergebnisse der Saatgutverkehrskontrolle 2020/2021

    Anzahl der Beanstandungen wegen Nichterfüllung der Mindestanforderungen
    unzulässiger Saat- und Pflanzgutangebote in Katalogen, Presse und anderem fehlender oder unvollständiger Betriebsunterlagen (Saatgutkontrollbücher) fehlender oder mangelhafter Kennzeichnung oder Verschließung der Partie bei der Beschaffenheit von Saatgut bei dem Ge-sundheitswert von Pflanzkartoffeln und Befall mit Quarantänekrankheiten wegen zu hohen Befalls mit Knollenkrankheiten, äußerer Mängel, mangelhafter Größensortierung bei Pflanzkartoffeln
    0 0 7 20 0 8

    (Anzahl der Partien in Stück)

    Im Kontrolljahr wurden von insgesamt 448 Saat- und Pflanzgutpartien, davon 103 Pflanzgutpartien im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle Proben entnommen und auf die Einhaltung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben sowohl zur Beschaffenheit als auch zur Kennzeichnung und Verschließung geprüft.

    Die nach der Saatgutaufzeichnungsverordnung geforderten betrieblichen Unterlagen im Zusammenhang mit der Aufbereitung und dem Vertrieb von anerkanntem Saatgut wurden im Rahmen einer Betriebskontrolle überprüft.

    Tabelle S.21.2: Ergebnisse der Saatgutverkehrskontrolle 2020/2021

    Anzahl der Beanstandungen wegen Nichterfüllung der Mindestanforderungen
    unzulässiger Saat- und Pflanzgutangebote in Katalogen, Presse und anderem fehlender oder unvollständiger Betriebsunterlagen (Saatgutkontrollbücher) fehlender oder mangelhafter Kennzeichnung oder Verschließung der Partie bei der Beschaffenheit von Saatgut bei dem Ge-sundheitswert von Pflanzkartoffeln und Befall mit Quarantänekrankheiten wegen zu hohen Befalls mit Knollenkrankheiten, äußerer Mängel, mangelhafter Größensortierung bei Pflanzkartoffeln
    0 0 7 20 0 8

    (Anzahl der Partien in Stück)

    Hinsichtlich der Beschaffenheit des Saatgutes wurden wie im letzten Berichtsjahr an 20 Partien Mängel festgestellt. Mit Abstand die meisten Beanstandungen mussten wegen der Feststellung von Keimfähigkeitswerten, bei verschiedenen Fruchtarten bearbeitet werden. Die Feststellung von zunehmenden Kennzeichnungsmängeln sowie der Besatz mit lebenden Schaderregern waren weitere Gründe für Beanstandungen im Berichtsjahr.

    Bei der Beurteilung der Knollenkrankheiten, äußere Mängel und Größensortierung an Ort und Stelle bei Pflanzkartoffeln wurden 8 Partien (Vorjahr: 6 Partien) mit zu hohem Befall mit Nass- und Trockenfäulen, Sortierungsabweichungen beziehungsweise Kennzeichnungs- und Verschlussmängeln ermittelt.

    Tabelle S.21.3: Gründe für die Nichterfüllung der Mindestanforderungen bei der Saatgutverkehrskontrolle 2020/21

    Fruchtartengruppe Anzahl entnommener
    Proben
    Proben, die Mindestanforderungen nicht erfüllten Mindestanforderungen nicht erfüllt hinsichtlich
    Reinheit Besatz mit anderen Pflanzenarten Keimfähigkeit sonstiger Anforderungen
    Getreide 194 10 0 0 6 2
    Gräser, Leguminosen und sonstige Futterpflanzen 55 11 0 2 3 2
    Öl- und Faserpflanzen 39 0 0 0 0 0
    Hackfrüchte außer Kartoffeln 1 0 0 0 1 0
    Gemüse 56 2 0 0 2 0
    Pflanzkartoffeln 103 10 0 0 0 3
    Insgesamt 448 33 0 2 12 7

    Hinsichtlich der Beschaffenheit des Saatgutes wurden wie im letzten Berichtsjahr an 20 Partien Mängel festgestellt. Mit Abstand die meisten Beanstandungen mussten wegen der Feststellung von Keimfähigkeitswerten, bei verschiedenen Fruchtarten bearbeitet werden. Die Feststellung von zunehmenden Kennzeichnungsmängeln sowie der Besatz mit lebenden Schaderregern waren weitere Gründe für Beanstandungen im Berichtsjahr.

    Bei der Beurteilung der Knollenkrankheiten, äußere Mängel und Größensortierung an Ort und Stelle bei Pflanzkartoffeln wurden 8 Partien (Vorjahr: 6 Partien) mit zu hohem Befall mit Nass- und Trockenfäulen, Sortierungsabweichungen beziehungsweise Kennzeichnungs- und Verschlussmängeln ermittelt.

    Tabelle S.21.3: Gründe für die Nichterfüllung der Mindestanforderungen bei der Saatgutverkehrskontrolle 2020/21

    Fruchtartengruppe Anzahl entnommener
    Proben
    Proben, die Mindestanforderungen nicht erfüllten Mindestanforderungen nicht erfüllt hinsichtlich
    Reinheit Besatz mit anderen Pflanzenarten Keimfähigkeit sonstiger Anforderungen
    Getreide 194 10 0 0 6 2
    Gräser, Leguminosen und sonstige Futterpflanzen 55 11 0 2 3 2
    Öl- und Faserpflanzen 39 0 0 0 0 0
    Hackfrüchte außer Kartoffeln 1 0 0 0 1 0
    Gemüse 56 2 0 0 2 0
    Pflanzkartoffeln 103 10 0 0 0 3
    Insgesamt 448 33 0 2 12 7

  • Nachkontrollanbau

    Der Nachkontrollanbau als hoheitliche Aufgabe der Länder Brandenburg und Berlin ist im Saatgutverkehrsgesetz (SaatG, §§ 9, 12, 28) festgeschrieben und wird für die Fruchtartengruppen Getreide, Großkörnige Leguminosen und Gräser am Prüfstandort des LELF in Paulinenaue durchgeführt.

    Stichprobenartig werden Proben von in Brandenburg anerkannten Saatgutpartien und aus Partien, die im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle beprobt wurden, durch einen Parzellenanbau nachgeprüft.

    Der Nachkontrollanbau für Gemüse erfolgt in den Prüfstationen Dachwig und Scharnhorst des Bundessortenamtes (BSA). Hier werden von den jährlich im Vorfeld festgelegten Arten und Sorten Partien bei Abpackern (Inverkehrbringer gemäß § 12 SaatG) und bei Handelsunternehmen (Garten- und Baumärkte, Discounter nach § 28 SaatG) beprobt.

    Tabelle N.21.1: Ergebnisse des Nachkontrollanbaus (2020/2021) nach Fruchtartengruppen

    Fruchartengruppe Anzahl der Proben Anzahl Proben, welche die Mindesanforderungen nicht erfüllten
    Gesamt davon
    Sortenreinheit Sortenechtheit Gesundheitszustand
    Getreide 148 0 0 0 0
    Gräser, Leguminosen und sonstige Futterpflanzen 122 0 0 0 0
    Kartoffeln 61 0 0 0 0
    Gemüse 0 0 0 0 0
    Insgesamt 331 0 0 0 0

    Im Nachkontrollanbau gab es keine Beanstandungen.

    Der Nachkontrollanbau als hoheitliche Aufgabe der Länder Brandenburg und Berlin ist im Saatgutverkehrsgesetz (SaatG, §§ 9, 12, 28) festgeschrieben und wird für die Fruchtartengruppen Getreide, Großkörnige Leguminosen und Gräser am Prüfstandort des LELF in Paulinenaue durchgeführt.

    Stichprobenartig werden Proben von in Brandenburg anerkannten Saatgutpartien und aus Partien, die im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle beprobt wurden, durch einen Parzellenanbau nachgeprüft.

    Der Nachkontrollanbau für Gemüse erfolgt in den Prüfstationen Dachwig und Scharnhorst des Bundessortenamtes (BSA). Hier werden von den jährlich im Vorfeld festgelegten Arten und Sorten Partien bei Abpackern (Inverkehrbringer gemäß § 12 SaatG) und bei Handelsunternehmen (Garten- und Baumärkte, Discounter nach § 28 SaatG) beprobt.

    Tabelle N.21.1: Ergebnisse des Nachkontrollanbaus (2020/2021) nach Fruchtartengruppen

    Fruchartengruppe Anzahl der Proben Anzahl Proben, welche die Mindesanforderungen nicht erfüllten
    Gesamt davon
    Sortenreinheit Sortenechtheit Gesundheitszustand
    Getreide 148 0 0 0 0
    Gräser, Leguminosen und sonstige Futterpflanzen 122 0 0 0 0
    Kartoffeln 61 0 0 0 0
    Gemüse 0 0 0 0 0
    Insgesamt 331 0 0 0 0

    Im Nachkontrollanbau gab es keine Beanstandungen.

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