Neue Wege im Bodenordnungsverfahren Christinendorf sorgen auch für freie Fahrt von Radtouristen

Wegübergabe Wegübergabe © LELF

Am 25.10.2017 erfolgte im Beisein von Agrarminister Jörg Vogelsänger die feierliche Übergabe eines neuen Weges im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens  Christinendorf im Landkreis Teltow-Fläming. Der ausgebaute Weg "Zur Brände" mit  einer Länge von 1.380 Metern hat zum einen eine landwirtschaftliche Erschließungsfunktion und  ist auch für den regionalen Tourismus von großer Bedeutung. Das Land Brandenburg stellte dafür 263.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.

Der Ausbau der Wege M 100 "Im Strumpf" und M 101 "Abzweig Strumpf" wurden schon im Januar 2015 beendet und in die Baulastträgerschaft der Stadt Trebbin übergeben. Die Gesamtkosten dafür betrugen 484.000 Euro.

Die Anordnung des Bodenordnungsverfahrens Christinendorf mit einer Fläche von 1.103 Hektar erfolgte Ende 2012 auf der Grundlage von Anträgen auf Neuordnung der Eigentumsverhältnisse der Stadt Trebbin und Landwirten sowie im Ergebnis der durch den Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung durchgeführten Vorarbeiten. Die Anträge beinhalteten die Zusammenlegung von zerstreut liegendem Grundbesitz, die Neuordnung von durch Meliorationsmaßnahmen zerteilten landwirtschaftlichen Flächen, die Klärung und Regelung der Eigentums- und Nutzungsverhältnisse an landwirtschaftlichen Grundstücken sowie an vorhandenen und überpflügten Wegen und Gewässern. Insgesamt sind 267 Eigentümer betroffen.

Weg zur BrändeWeg Zur Brände © LELFIm Verfahrensgebiet sind rund 20 von 26 Kilometern des Grabensystems und 35 von 57 Kilometern des Wegesystems eigentumsrechtlich nicht geregelt. Soweit die neu angelegten Wege nicht von den Gemeinden in das Straßenkataster übernommen wurden, sind diese Wege heute Privatwege. Eine rechtlich gesicherte Erschließung der an solche Wege angrenzenden Flurstücke ist damit nicht gegeben. Alte Wege und Gewässer wurden überpflügt und stellen heute, obwohl noch im Kataster vorhanden, keine nutzbare Erschließung der angrenzenden Flurstücke dar. Damit besitzen eine Vielzahl von Flurstücken keine Zuwegung. Weiterhin befinden sich im Verfahrensgebiet Wege mit öffentlicher Zweckbestimmung auf fremdem Grund und Boden.

Im Bereich der Flur 3 Trebbin ist eine kleinteilige Flurstückstruktur vorhanden, die durch den Neubau der B 101 n zusätzlich zerschnittenen wurde. Bei der Bewirtschaftung dieses zersplitterten Grundbesitzes bestehen Nutzungskonflikte durch bestehende Pachtverträge, die nicht den Bewirtschaftungsflächen der Landwirte entsprechen. Eine nachhaltige Nutzung von Teilflächen ist derzeit nur über den Abschluss von Nutzungstauschverträgen möglich.

In Bereichen der nordwestlich der B 246 gelegenen Ortslage Christinendorf gibt es Regulierungsbedarf aufgrund von Unterschieden zwischen dem Katasternachweis der bebauten Grundstücke und der tatsächlichen Nutzung. Die Stadt Trebbin plant die Neuanlage eines Radweges von Trebbin nach Nunsdorf im Bereich südlich der Ortslage Christinendorf. Die für die Maßnahme benötigten Flächen in der Feldlage sollen durch Maßnahmen der Bodenordnung bereitgestellt werden.

Für 2018 ist der Ausbau der Wege "Am Nordgraben" mit einer Länge von 1.980 Metern und "An der Bahn" mit 213 Metern vorgesehen. Die Gesamtkosten dafür betragen rund 665.000 Euro.

Letzte Aktualisierung: 06.09.2018

Kontakt

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Prenzlau

Bodenordnung
Matthias Benthin
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Fax: 03984 / 7187 77

Adressen:
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Externe Links

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