Feldtag im Rahmen des LUPINEN-NETZWERKES

Am 8. Juni 2016 fand in Grubo der erste Feldtag im Rahmen des LUPINEN-NETZWERKES statt

Ganz im Sinne der BMEL-Eiweißpflanzenstrategie soll der Anbau von Lupinen in Deutschland eine flächenmäßige Ausweitung erfahren. Mit dem Start des bundesweiten „Modellhaften Demonstrationsnetzwerks zu Anbau und Verwertung von Lupinen1)“ (kurz: Lupinen-Netzwerk) im Oktober 2014  in Bonn, an dem sich ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe aus den fünf Bundesländern MVKoord., BBLELF, NI, NRW und ST beteiligen, wurde  ein wichtiges Element der Strategie umgesetzt.

Als einer von vier sog. Leuchtturmbetrieben in Brandenburg zeigte der konventionell wirtschaftende Betrieb Fläming-Farm eG  in Grubo auf seinem ersten Projekt-Feldtag am 8. Juni 2016 den Best-Practice-Anbau von Blauer Süßlupine. Dieser erfolgt hier unter anderem in Streifen, auf denen bei verschiedenen Sorten das pflanzenbauliche Management  variiert wird - zum Beispiel hinsichtlich der Impfung, Saatstärke, Saattiefe, Aussaatzeitpunkt oder Reihenweite. Auf diese Weise können sowohl Effekte unmittelbar von interessierten Betrieben im direkten Vergleich beobachtet als auch Daten für eine länderübergreifende Gesamtauswertung mit Abschluss des Projektes Ende 2017 gewonnen werden.

 Feldtag LUPINEN-NETZWERK 2016 © LELFNeben dem Anbau der Lupine bietet sich in Grubo die Möglichkeit, eine modellhafte Wertschöpfungskette mit Hilfe der Schweinemast anhand des erreichten Leistungsniveaus von Mastschweinen aus  einem vor kurzem errichteten 2.500er Stall aktuell zu zeigen. Mit Mastläufern auf sehr hohem Gesundheitsstatus, modernster Stallausrüstung und Fütterungstechnik sowie zeitgemäßem Fütterungs-Knowhow wird die Blaue Süßlupine entsprechend ihrer Verfügbarkeit aus eigenem Anbau per Eigenmischung veredelt. Dabei nutzt der Betrieb selbstverständlich die begleitende Futteranalytik im Projekt (z.B. Aminosäurenzusammensetzung).

Insgesamt ziehen die Veranstalter bei durchaus ausbaufähiger Besucherzahl ein positives Fazit zu  diesem Tag, denn sowohl der brancheninterne als auch -übergreifende Austausch von Lupinenanbauer, Tierwirt, Futtermittelhersteller  sowie -berater ist Voraussetzung für hohe Erträge bei akzeptablen Aufkaufpreisen sowie die Entwicklung von Marktstrukturen und Kooperationen entlang verschiedener Wertschöpfungsketten bis hin zur Lebensmittelherstellung – unabhängig von konventionellem oder ökologischem Anbau.


1)  Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der BMEL Eiweißpflanzenstrategie

Letzte Aktualisierung: 09.02.2017

Kontakt

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Teltow OT Ruhlsdorf

Luise Hagemann
email an: Luise Hagemann
Tel:  03328 / 436 124
Fax: 03328 / 436 118


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Lupinenfeld