Neubau des Verwaltungsgebäudes in Paulinenaue

Neubau Paulinenaue Entwurfszeichnung
© ZRS Architekten GvA mbH
Neubau Paulinenaue Entwurfszeichnung
© ZRS Architekten GvA mbH

Für das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) planen ZRS Architekten Ingenieure den Neubau eines Verwaltungs- und Forschungsgebäudes in reiner Holzbauweise. Angelehnt an die umliegenden Gebäude im ländlichen Paulinenaue und in Anbetracht der zukünftigen Nutzung entwickelten die Architekten einen scheunenartigen Holzbau mit Satteldach. Anfang 2020 konnte mit dem Bau begonnen werden; Anfang 2021 soll er bezugsfertig sein.

Im Land Brandenburg verteilt sich das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) auf insgesamt 14 Standorte. In der kleinen Gemeinde Paulinenaue im Landkreis Havelland ist das Referat Ackerbau und Grünland untergebracht. Der Fokus liegt hier auf der Grünlandforschung und wurde außerdem auf die Bereiche Düngung und Bodenschutz erweitert.

Das Grundstück für den Neubau befindet sich im süd-westlichen Teil der Gemeinde mit Blick über die Felder. Der L-förmige Baukörper gliedert sich optisch in zwei miteinander verbundene Teile: die große Werkhalle mit außermittigem Giebel und das rückwärtige Verwaltungsgebäude mit klassischem Satteldach in süd-östlicher Ausrichtung. An die, für die Ernteprobenaufbereitung vorgesehene Werkhalle schließen im Süden erdgeschossig Lagerflächen, der Bereich der Prüfung und Trocknung und durch eine Galerie verbunden, im Obergeschoss, Saisonarbeitsplätze und das Archiv an. Der öffentliche Bereich mit großzügigem Foyer, Konferenzraum und den dazugehörigen Sanitärräumen befindet sich im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes. Darüberliegend sind im Obergeschoss die Büroräume zu finden. Über die Fassadenbekleidung aus horizontalen Lärchenhölzern werden die beiden Bauteile zusammengefasst und bilden optisch einen Baukörper.

Die Haupterschließung erfolgt über den Hof im süd-westlichen Teil des Grundstückes. Hier gelangen Besucher in die öffentlichen Bereiche. Ein großes Rolltor in der Westfassade ermöglicht den direkten Zutritt zur Werkhalle. Zusätzliche Zugänge von Norden und Westen sorgen für eine allseitige Erschließung des Gebäudes.

Für das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) planen ZRS Architekten Ingenieure den Neubau eines Verwaltungs- und Forschungsgebäudes in reiner Holzbauweise. Angelehnt an die umliegenden Gebäude im ländlichen Paulinenaue und in Anbetracht der zukünftigen Nutzung entwickelten die Architekten einen scheunenartigen Holzbau mit Satteldach. Anfang 2020 konnte mit dem Bau begonnen werden; Anfang 2021 soll er bezugsfertig sein.

Im Land Brandenburg verteilt sich das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) auf insgesamt 14 Standorte. In der kleinen Gemeinde Paulinenaue im Landkreis Havelland ist das Referat Ackerbau und Grünland untergebracht. Der Fokus liegt hier auf der Grünlandforschung und wurde außerdem auf die Bereiche Düngung und Bodenschutz erweitert.

Das Grundstück für den Neubau befindet sich im süd-westlichen Teil der Gemeinde mit Blick über die Felder. Der L-förmige Baukörper gliedert sich optisch in zwei miteinander verbundene Teile: die große Werkhalle mit außermittigem Giebel und das rückwärtige Verwaltungsgebäude mit klassischem Satteldach in süd-östlicher Ausrichtung. An die, für die Ernteprobenaufbereitung vorgesehene Werkhalle schließen im Süden erdgeschossig Lagerflächen, der Bereich der Prüfung und Trocknung und durch eine Galerie verbunden, im Obergeschoss, Saisonarbeitsplätze und das Archiv an. Der öffentliche Bereich mit großzügigem Foyer, Konferenzraum und den dazugehörigen Sanitärräumen befindet sich im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes. Darüberliegend sind im Obergeschoss die Büroräume zu finden. Über die Fassadenbekleidung aus horizontalen Lärchenhölzern werden die beiden Bauteile zusammengefasst und bilden optisch einen Baukörper.

Die Haupterschließung erfolgt über den Hof im süd-westlichen Teil des Grundstückes. Hier gelangen Besucher in die öffentlichen Bereiche. Ein großes Rolltor in der Westfassade ermöglicht den direkten Zutritt zur Werkhalle. Zusätzliche Zugänge von Norden und Westen sorgen für eine allseitige Erschließung des Gebäudes.

Neubau Paulinenaue Skizze
© ZRS Architekten GvA mbH

Baukonstruktion

Der Holzbau wurde in Holzrahmenbauweise, mit Holzfasereinblasdämmung und aussteifenden Wandscheiben geplant. Die Brettstapeldecken sowie die Holz-Fachwerkbinder der Dachkonstruktion werden sichtbar ausgeführt. Den Treppenhauskern, so wie den Aufzugsschacht bilden massive Brettsperrholzwände, die brandschutztechnisch verkleidet werden. Um den Anteil von Stahl zu minimieren, werden lediglich die frostsicher gegründeten, lastabtragenden Streifenfundamente als erdberührende Teile in Stahlbeton ausgeführt. Die Bodenplatte aus Magerbeton wird als schwimmender Aufbau auf Schaumglasdämmung ohne Stahlbewehrung ausgeführt. So prägt der Baustoff Holz sowohl die Atmosphäre der Innenräume als auch das Erscheinungsbild von außen. Alle Elemente werden weitestgehend vorfabriziert.

Klimakonzept und Nachhaltigkeit

Während die nördlichen Dachflächen extensiv begrünt werden, sind die Südseiten mit einer hoch effizienten In-Dach-Photovoltaikanlage versehen. Das Gebäude wird vorwiegend natürlich belüftet, lediglich in den Sanitärbereichen kommt eine mechanische Lüftungsanlage zum Einsatz. Der erforderliche sommerliche Wärmeschutz wird über außenliegende Raffstores sowie eine durchlaufende Fassadenschalung gewährleistet. In Teilbereichen dienen feststehende Blindelemente zur Nachtauskühlung.

Geothermie über Erdsonden sorgt in der kalten Jahreszeit für genügend Wärme und in der warmen Jahreszeit für die entsprechende Kühlung. Die Raumheizung erfolgt über eine Fußbodenheizung, welche auch als Fußbodenkühlung genutzt werden kann. Die Fußbodenheizung kann mit einer geringen Vorlauftemperatur bei 35 °C betrieben werden, welche zu einer hohen Effizienz der Wärmepumpe führt. Die Halle wird über solare Gewinne aus den Dachfenstern, sowie über eine Deckenheizung mittels Deckenstrahlplatten unterhalb der Galerie beheizt.

Durch die Expertise der Planer*innen konnte ein Gebäude für die beispielhafte Verwendung von natürlichen und ressourcensparenden Baumaterialien entwickelt werden. Geplant in Holzrahmenbauweise mit Brettstapeldecken, Holzfachwerk- und Vollwandbindern als Dachkonstruktion und gedämmt mit Holzfasereinblasdämmung, besteht der Bau fast ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Durch die diffusionsoffene Bauweise wird die Raumluftfeuchte und Innenraumtemperatur gesteuert und es kann weitestgehend auf teure Technik wie Lüftungs- und Klimaanlagen verzichtet werden. Holz speichert CO2 und kann, als hochdämmende Konstruktion ausgeführt, im Betrieb Energie und Kosten sparen. Bei der Nutzung von Beton für die statisch notwendigen Streifenfundamte und einer Bodenplatte auf Schaumglasschüttung als Gründung, wird die Verwendung von fossilen Rohstoffen auf ein Minimum reduziert.

(Text: ZRS Architekten)

4. August 2020

Neubau Paulinenaue Skizze
© ZRS Architekten GvA mbH

Baukonstruktion

Der Holzbau wurde in Holzrahmenbauweise, mit Holzfasereinblasdämmung und aussteifenden Wandscheiben geplant. Die Brettstapeldecken sowie die Holz-Fachwerkbinder der Dachkonstruktion werden sichtbar ausgeführt. Den Treppenhauskern, so wie den Aufzugsschacht bilden massive Brettsperrholzwände, die brandschutztechnisch verkleidet werden. Um den Anteil von Stahl zu minimieren, werden lediglich die frostsicher gegründeten, lastabtragenden Streifenfundamente als erdberührende Teile in Stahlbeton ausgeführt. Die Bodenplatte aus Magerbeton wird als schwimmender Aufbau auf Schaumglasdämmung ohne Stahlbewehrung ausgeführt. So prägt der Baustoff Holz sowohl die Atmosphäre der Innenräume als auch das Erscheinungsbild von außen. Alle Elemente werden weitestgehend vorfabriziert.

Klimakonzept und Nachhaltigkeit

Während die nördlichen Dachflächen extensiv begrünt werden, sind die Südseiten mit einer hoch effizienten In-Dach-Photovoltaikanlage versehen. Das Gebäude wird vorwiegend natürlich belüftet, lediglich in den Sanitärbereichen kommt eine mechanische Lüftungsanlage zum Einsatz. Der erforderliche sommerliche Wärmeschutz wird über außenliegende Raffstores sowie eine durchlaufende Fassadenschalung gewährleistet. In Teilbereichen dienen feststehende Blindelemente zur Nachtauskühlung.

Geothermie über Erdsonden sorgt in der kalten Jahreszeit für genügend Wärme und in der warmen Jahreszeit für die entsprechende Kühlung. Die Raumheizung erfolgt über eine Fußbodenheizung, welche auch als Fußbodenkühlung genutzt werden kann. Die Fußbodenheizung kann mit einer geringen Vorlauftemperatur bei 35 °C betrieben werden, welche zu einer hohen Effizienz der Wärmepumpe führt. Die Halle wird über solare Gewinne aus den Dachfenstern, sowie über eine Deckenheizung mittels Deckenstrahlplatten unterhalb der Galerie beheizt.

Durch die Expertise der Planer*innen konnte ein Gebäude für die beispielhafte Verwendung von natürlichen und ressourcensparenden Baumaterialien entwickelt werden. Geplant in Holzrahmenbauweise mit Brettstapeldecken, Holzfachwerk- und Vollwandbindern als Dachkonstruktion und gedämmt mit Holzfasereinblasdämmung, besteht der Bau fast ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Durch die diffusionsoffene Bauweise wird die Raumluftfeuchte und Innenraumtemperatur gesteuert und es kann weitestgehend auf teure Technik wie Lüftungs- und Klimaanlagen verzichtet werden. Holz speichert CO2 und kann, als hochdämmende Konstruktion ausgeführt, im Betrieb Energie und Kosten sparen. Bei der Nutzung von Beton für die statisch notwendigen Streifenfundamte und einer Bodenplatte auf Schaumglasschüttung als Gründung, wird die Verwendung von fossilen Rohstoffen auf ein Minimum reduziert.

(Text: ZRS Architekten)

4. August 2020