Schulmilch

Informationen zum EU-Schulmilchprogramm in den Bundesländern Brandenburg und Berlin

EU-Schulmilchposter © i.m.a.

Der Absatz von Milch und Milcherzeugnissen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen wird im Rahmen des europäischen Schulmilchprogramms aus Mitteln des Europäischen Garantiefonds für Landwirtschaft (EGFL) gefördert.

Nachfolgend erhalten Sie wichtige Informationen zur Antragstellung.

Neu ab Schuljahr 2017/18 - Das Schulmilchprogramm innerhalb des Schulprogramms

Ab dem Schuljahr 2017/18 wird das bisherige Schulmilchprogramm in einem Schulprogramm weitergeführt. Die Änderungen werden in einem Informationsblatt des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) erläutert.

Welche Produkte werden wie gefördert?

Bevorzugt gefördert werden Trinkmilch und laktosefreie Trinkmilch. Diese Produkte haben Vorrang vor anderen Produkten. Weniger gefördert werden Getränke auf Milchbasis mit Kakao, Fruchtsaft oder natürlich aromatisiert.
Die Beihilfegewährung ist so ausgelegt, dass 85 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel für Trinkmilch und laktosefreie Trinkmilch verwendet werden. Nur 15 Prozent stehen für Kakao- und Milchmischgetränke zur Verfügung. Das bedeutet, dass mengenmäßig 70 Prozent Trinkmilch und laktosefreie Trinkmilch und 30 Prozent Kakao- und Milchmischgetränke geliefert werden.

Es ist nicht erlaubt Trinkmilch, für die die volle Unionsbeihilfe gewährt wurde, später mit Kakao oder anderen (gezuckerten) Produkten zu vermischen!

Schulmilcherzeugnisse dürfen nicht zur Zubereitung üblicher Schulmahlzeiten verwendet werden und/oder Teile der üblichen Schulmahlzeit ersetzen.

Die Bildungseinrichtung muss mit dem EU-Schulmilchposter und/oder anderen geeigneten Informationsmaterialien auf die Teilnahme am EU-Schulmilchprogramm verweisen.

Teilnehmende Bildungseinrichtungen und Schulmilchlieferanten werden Verwaltungskontrollen und Vor-Ort-Kontrollen unterzogen. Nichteinhaltung der Vorgaben führt zu anteiliger Beihilfenrückerstattung durch die Lieferanten oder zu Aussetzungsverfahren für deren Zulassung. 

Die Förderung von Schulmilchprodukten zieht eine stichprobenartige Evaluierung (wissenschaftliche Bewertung) des Programms in den teilnehmenden Bildungseinrichtungen nach sich. Mit der Teilnahme am Schulmilchprogramm erklären die Bildungseinrichtungen ihre Bereitschaft, an einer eventuellen Evaluierung teilzunehmen.

Wer kann gefördert werden?

Die Beihilferegelung richtet sich an Kinder, die regelmäßig eine Kindertageseinrichtung, eine Grundschule oder eine weiterführende Schule besuchen.

Wie hoch ist die Förderung?

Sie beträgt 0,40 € je Liter Trinkmilch oder laktosefreier Trinkmilch sowie 0,16 € je Liter Milchmischgetränk.
Die Höchstmenge an verbilligter Schulmilch beträgt 0,25 Liter je Kind und Schul- oder Betreueungstag.

Wer kann die Förderung beantragen?

Die oben angegebenen Bildungseinrichtungen können verbilligte Schulmilcherzeugnisse

  1. über einen Lieferanten (z.B. Molkereien oder Händler) bzw. Schulträger beziehen, der die Schulmilchbeihilfe beantragt oder
  2. selbst einkaufen und Antragsteller werden.

Hierzu müssen diese nach EU-Recht vom Land zugelassen werden. Zuständig für die Zulassung ist das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF). Interessenten müssen einen formlosen Antrag auf Zulassung als Antragsteller von Schulmilchbeihilfe stellen.

Wo ist der Antrag einzureichen?

Landesamt für Ländliche Entwicklung,
Landwirtschaft und Flurneuordnung
Referat 41
Müllroser Chaussee 54
15236 Frankfurt (Oder)

Ansprechpartner:  
Frau Hirsch, Telefon: 0335/60676-2143
Viola.Hirsch@LELF.brandenburg.de

Frau Schön-Büttner, Telefon: 0335/60676-2142
Marlene.Schoen-Buettner@LELF.brandenburg.de

 

Letzte Aktualisierung: 06.06.2018