Allgemeiner Pflanzenschutz

Verschlossenes Regal mit Pflanzenschutzmitteln Verkaufsschrank für Pflanzenschutzmittel © LELF

Zu den Aufgaben des Fachbereiches gehört die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen zum Pflanzenschutz sowie deren Überwachung und Kontrolle.

  

 

 

Schulung und Aufklärung

Es werden Schulungen zu pflanzenschutzrechtlichen Aspekten für Händler, Berater sowie Anwender von Pflanzenschutzmitteln durchgeführt. 

Die Abnahme von Sachkundeprüfungen gemäß Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung für Anwender und Händler von Pflanzenschutzmitteln erfolgt zu verschiedenen Terminen:

Durch das Pflanzenschutzgesetz vom 06. Februar 2012 in Verbindung mit der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung vom 27. Juni 2013 haben sich im Hinblick auf die Pflanzenschutz-Sachkunde wesentliche Änderungen ergeben.

Als Nachweis der fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für die berufliche  Anwendung oder das gewerbsmäßige in Verkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln, die Anleitung und Beaufsichtigung von nicht Sachkundigen oder die Beratung über den Pflanzenschutz  gilt nun als Nachweis ein Sachkundeausweis im Scheckkartenformat. 

Anzeigeverfahren

Laut Pflanzenschutzgesetz muß eine amtliche Registrierung gewerblicher Unternehmen, die mit Pflanzenschutzmitteln handeln, zum Pflanzenschutzmitteleinsatz beraten oder Pflanzenschutzmittel für andere anwenden, erfolgen:

Pflanzenschutzgeräte

Maschinen und Geräte, mit denen Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden, unterliegen einer gesetzlichen Kontrollpflicht im Abstand von drei Jahren (6 Kalenderhalbjahre). Die Prüfung und Vergabe der Prüfplakette erfolgt in den vom Pflanzenschutzdienst amtlich anerkannten Kontrollwerkstätten für Pflanzenschutzmaschinen und -geräte im Land Brandenburg

  • Liste anerkannter Kontrollwerkstätten zur Funktionsprüfung von Pflanzenschutz-Geräten für Flächenkulturen im Land Brandenburg [pdf,12 KB]

Bitte beachten Sie, dass die meisten Pflanzenschutzgeräte (z.B. Gießwägen, Schlauchspritzen etc.) bis auf die Schulter- und Rückengetragenen Geräte nach der neuen Geräteverordnung der Prüfpflicht unterliegen.

Weitere Informationen zur Gerätetechnik

Genehmigungsverfahren

Spritzgerät im SpargelanbauSpritzgerät im Spargelanbau © LELF Im Zusammenhang mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln können Ausnahmegenehmigungen zu folgenden Sachverhalten beantragt werden:

  • Genehmigung im Einzelfall gemäß § 22 (ehem. § 18 b) Pflanzenschutzgesetz für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in einem nicht zugelassenen Anwendungsgebiet (online-Antrag)
  • Ausnahmegenehmigung gemäß § 12 (ehem. § 6 (3))Pflanzenschutzgesetz für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Freilandflächen (online-Antrag)
  • Der Luftfahrzeugeinsatz zur Pflanzenschutzmittelausbringung ist grundsätzlich verboten. Ausnahmen sind nur möglich, wenn andere Verfahren der Ausbringung nicht durchführbar sind und wenn ohne diesen Einsatz unverhältnismäßig hohe Schäden eintreten würden. (Antragsformular 031-11) [pdf, 145 KB]

Planung, Koordinierung und Auswertung von Kontrollen

In landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betrieben führt der Pflanzenschutzdienst Kontrollen bezüglich des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln sowie des Handels mit Pflanzenschutzmitteln, einschließlich Berichterstattung an das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) durch. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Bundesbehörden wie dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als nationale Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel, dem Julius Kühn-Institut (JKI) sowie dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Prüfung von Pflanzenschutzmitteln

Bodenbearbeitung auf dem VersuchsfeldBodenbearbeitung auf dem Versuchsfeld © LELFZur Gewährleistung eines umweltgerechten und verbraucherschutzorientierten Pflanzenschutzes werden Versuche nach dem Standard der Guten Experimentellen Praxis (GEP), gemäß § 34 Pflanzenschutzgesetz, in den im Land Brandenburg relevanten landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen durchgeführt:

  • Amtliche Prüfung von neuen, in Deutschland noch nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln
  • Mitarbeit an der Schließung von Bekämpfungslücken in Kulturen bzw. gegen Schaderreger, für die keine oder nicht ausreichende Pflanzenschutzmittel zugelassen sind
  • Versuche zur Verminderung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes im Sinne des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung
  • Versuche zum Anti-Resistenzmanagement
  • Versuche zur Etablierung neuer Verfahren und Methoden im Pflanzenschutz

 

Weiterführende Informationen zum "Allgemeinen Pflanzenschutz" finden Sie auf unserer ISIP-Seite.

Weiterführende Beiträge:

  • Bei Pflanzenschutzmaßnahmen auf Schutz von Honigbiene & Co achten

    Biene auf einer Kirschblüte Biene auf einer Kirschblüte ©LELF

    Bei unumgänglichen Pflanzenschutzmaßnahmen während der Blüte von Kulturpflanzen ist dem Schutz der Honigbiene und anderer Blütenbesucher besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Auf chemische Pflanzenschutzmaßnahmen sollte während der Blüte der Kulturen möglichst verzichtet werden. Unbedingt notwendige Anwendungen werden am besten außerhalb des täglichen Bienenfluges durchgeführt. Als bienengefährlich (B1) eingestufte Pflanzenschutzmittel dürfen niemals – auch nicht nachts – in blühende Pflanzenbestände ausgebracht werden.

  • Billige Pflanzenschutzmittel aus Polen können teuer werden!

    Pflanzenschutzmittelflasche aus Polen Pflanzenschutzmittelflasche aus Polen ©LELF

    Polnische Pflanzenschutzmittel sind in Deutschland nicht zugelassen. Mal eben ein Pflanzenschutzmittel für den eigenen Garten im Nachbarland kaufen - vielen ist gar nicht bewusst, dass dies illegal sein kann. Mit der bevorstehenden Gartensaison wird der Zoll bei seinen Kontrollen auch auf Pflanzenschutzmittel achten, teilt der Pflanzenschutzdienst des LELF, nach Abstimmung mit dem Zoll, mit.

  • Online-Antrag für Pflanzenschutz-Sachkundenachweis

    Sachkundekarte ©LELF

    Ab dem 27. November 2015 muss die Sachkunde im Pflanzenschutz über den Sachkundenachweis im Scheckkartenformat nachgewiesen werden. Die Antragstellung erfolgt über eine entsprechende Datenbank, erreichbar unter der Internetadresse 


  • Pflanzenschutzmittel in Oberflächengewässern: Kleine Werte – große Anstrengungen zur weiteren Minimierung in der Feldflur

    Sölle>Uckermark 2013-Wichmannsdorf neuer Randstreifen Wichmannsdorf-neuer Randstreifen ©LELF-Pflanzenschutz

    Nach Pflanzenschutzmitteleinträgen in Oberflächengewässer in der Uckermark im Jahr 2011 hat das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Belastungssituation zu verringern. So wurden Landwirte geschult und ein praxisnaher Leitfaden mit Handlungsempfehlungen erarbeitet, um den Stoffeintrag weiter zu minimieren.

  • Gesetz zur Neuordnung des Pflanzenschutzrechtes

    Paragraph ©Gerd Altmann, pixelio.de

    Am 13.02.2012 wurde das Gesetz zur Neuordnung des Pflanzenschutzrechtes vom 6. Februar 2012 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist damit seit dem 14.02.2012 gültig. Gleichzeitig wurde das bisherige Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) aufgehoben.
    Mit dem neuen Pflanzenschutzgesetz werden mehrere Rechtsvorschriften der Europäischen Union in nationales Recht umgesetzt.

Letzte Aktualisierung: 04.04.2018

Kontakt

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Frankfurt (Oder)

Allgemeiner Pflanzenschutz
Dr. Jens Zimmer
email an Dr. Zimmer
Tel.: 0335 / 60676 2105
Fax: 0331 / 27548 3575


Aktuelles

Ackerbauliche Bodenutzung bei starker Hangneigung
- Empfehlungen zur Vorbeugung von Pflanzenschutzmittel- und Nährstoff-einträgen in Oberflächengewässer -

Vorsicht bei der Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel