Neun Jahre Bodenordnung im Schradenland

Brückeneinweihung Brückeneinweihung © LELF

Die Anordnung des Bodenordnungsverfahrens Schraden II erfolgte am 15.08.2008 auf der Grundlage von Anträgen auf Neuordnung der Eigentumsverhältnisse des Amtes Schradenland und Landwirten sowie im Ergebnis der durch den Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung (vlf) durchgeführten Vorarbeiten. Betroffen sind ca. 344 Eigentümer, die am 26.02.2009 einen Vorstand aus 5 Mitgliedern und 5 Stellvertretern wählten.

Im Verfahrensgebiet von ca. 1 955 Hektar sind rund 73 Kilometer des Grabensystems und 57 Kilometer des Wegesystems im Verfahren eigentumsrechtlich nicht bzw. unvollständig geregelt. Alte Wege und Gewässer wurden überpflügt und stellen heute, obwohl noch im Kataster vorhanden, keine nutzbare Erschließung der angrenzenden Flurstücke dar. Durch die umfassende Melioration zu DDR-Zeiten entstand eine Vielzahl von Flurstückzerschneidungen. Damit besitzen sehr viele Flurstücke keine vollständige Zuwegung. Bei der Bewirtschaftung dieses zersplitterten Grundbesitzes bestehen Nutzungskonflikte durch bestehende Pachtverträge, die nicht den Bewirtschaftungsflächen der Landwirte entsprechen.

Auf der Grundlage des im Jahr 2014 genehmigten Wege- und Gewässerplanes wurden im Bodenordnungsgebiet bereits der Weg 104 mit einer Länge von 1 850 Metern, die Entsiegelung eines ehemaligen Agrarflugplatzes und der Neubau einer Brücke über die Pulsnitz realisiert. Für diese Maßnahmen wurden gemäß der Förderrichtlinie Flurbereinigung des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Fördermittel in Höhe von ca. 565.000,- Euro bewilligt.

BrückenneubauBrückenneubau © LELFAm 9. November wurde nun die fertige Brücke in Anwesenheit der Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde, des Landrates Christian Heinrich-Jaschinski und Wolfgang Simon von der MELI-Bau GmbH eingeweiht. Sie ist nicht nur für den Wirtschaftsverkehr bedeutsam, sondern auch wichtig für die weitere touristische Entwicklung der Region. Insbesondere der Bereich des FFH-Gebiets „Untere Pulsnitzniederung“ kann mit dem Brückenneubau sowohl für Rad- und Wandertouristen als auch für die Ortsansässigen als Naherholungsgebiet weiter erschlossen werden.

Spatenstichsymbolischer Spatenstich © LELFFür ein bis Ende 2018 geplantes Bauvorhaben erfolgte am gleichen Tag der erste Spatenstich. Der Ausbau des landwirtschaftlichen Weges zwischen der Grödener und Plessaer Brücke mit einer Länge von 1.115 Metern hat erhebliche Bedeutung bei der Deichverteidigung an der Pulsnitz im Hochwasserfall. Dazu werden ca. 123.750,- Euro Fördermittel benötigt.

Im Zuge der Verfahrensbearbeitung wurden mit allen Teilnehmern die Gespräche zur Neuzuteilung geführt. Auf der Grundlage der geführten Planwunschgespräche wird die neue Flurstückstruktur des Verfahrensgebietes geplant und im Ergebnis klare Eigentums- und Nutzungsverhältnisse geschaffen.

Letzte Aktualisierung: 05.12.2017

Kontakt

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Prenzlau

Bodenordnung
Matthias Benthin
email an: Matthias Benthin
Tel:  03984 / 7187 42
Fax: 03984 / 7187 77

Adressen:
Dienstsitze der Abteilung Landentwicklung und Flurneuordnung


Externe Links

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