Testbetriebe braucht das Land!

3 Broschüren © LELF

Sie möchten, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Brandenburger Landschaftsbetriebe wirklichkeitsgetreu abgebildet und auf Bundesebene ausreichend repräsentiert sind? Dann sind Sie hier richtig!

Das Referat 41 des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) sucht dringend Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe, die ihren Jahresabschluss im BMEL-Format für das Testbetriebsnetz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Verfügung stellen.

Im Rahmen des BMEL-Testbetriebsnetzes werden bundesweit jährlich gut 10.000 betriebliche Jahresabschlüsse anonymisiert erfasst und ausgewertet. Dieser Datenpool bildet die Grundlage für die Darstellung der Ertragslage in der Landwirtschaft, ist Bestandteil des EU-Informationsnetzes und dient der Vorbereitung und Bewertung agrarpolitischer Maßnahmen auf nationaler und EU-Ebene.

Die einzelbetriebliche Vielfalt und Individualität im Sektor Landwirtschaft im Allgemeinen sowie die unterschiedlichen regionalen Betriebs- und Produktionsstrukturen im Besonderen bewirken unterschiedlichste Interessenslagen und Erwartungen der aktiven Landwirte gegenüber der Agrarpolitik.

Eine aussagekräftige Agrarstatistik erhöht die Chancen für schlagkräftige Argumentationen zu Für und Wider, Sinn und Wirkung von Einzelmaßnahmen und Förderinstrumenten auf EU-, Bundes- und Landesebene. Die Gesamtheit der vorliegenden Jahresabschlussdaten bildet ein wichtiges Fundament für Auswirkungsberechnungen und daraus folgender Positionierung des Landes Brandenburg.

Eine zahlenmäßig starke Vertretung von Brandenburger Landwirten im BMEL-Testbetriebsnetz kann deshalb nur in Ihrem Interesse sein!

Für die repräsentative Abbildung der Brandenburger Landwirtschaft ist neben der absoluten Anzahl teilnehmender Betriebe allerdings auch deren Betriebsform bedeutsam. Die Struktur der Stichprobe soll sich der Struktur der Grundgesamtheit annähern. Die Grundgesamtheit ist auf der Basis der Agrarstrukturerhebung und der EU-Klassifizierung in einem Auswahlplan inhaltlich definiert. Für die Neuaufnahme ins BMEL-Testbetriebsnetz kommen danach buchführungspflichtige Betriebe folgender Charakteristik in Betracht:

  • Kleine Ackerbaubetriebe (Größenklasse 25 bis 50 T€ Standardoutput)
  • Spezialisierte Gartenbaubetriebe jeglicher Größe und Rechtsform
  • Sonstige Dauerkulturbetriebe jeglicher Größe und Rechtsform
  • Sonstige Futterbaubetriebe (Betriebe mit der Hauptausrichtung Mutterkuh- oder Schafhaltung) in den Größenklassen 25…100 T€ und > 500 T€ Standardoutput
  • Spezialisierte Veredlungsbetriebe (Betriebe mit der Hauptausrichtung Schweine- oder Geflügelproduktion mit landwirtschaftlicher Nutzfläche (!)) jeglicher Größe und Rechtsform
  • Pflanzenverbundbetriebe jeglicher Größe und Rechtsform
  • Viehverbundbetriebe jeglicher Größe und Rechtsform

Spezialisierte Milchproduktionsbetriebe können leider nicht aufgenommen werden.

Sofern dieser „Werbetext“ Ihr aktives Handeln herausfordert und Ihr oder der von Ihnen ins Auge gefasste Betrieb einer der vorgenannten Betriebsgruppen zugehörig ist,  finden Sie im Folgenden die wesentlichen Erläuterungen zum technisch-organisatorischen Prozedere:

Fachlich zuständig für das BMEL-Testbetriebsnetz zeichnet das Referat 41 des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), namentlich Cornelia Harnack
Tel.: 03328/436164, Mail: Cornelia.Harnack@lelf.brandenburg.de

Für die Teilnahme am BMEL-Testbetriebsnetz ist die Einreichung des plausibilitätsgeprüften BMEL-Jahresabschlusses erforderlich. Nähere inhaltliche Erläuterungen dazu finden Sie dazu auf der Internetseite des LELF, im Themenbereich Landwirtschaft/Agrarökonomie:

http://lelf.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.244565.de

Wesentlicher Unterschied zum handels- oder steuerrechtlichen Abschluss ist die zusätzliche Erfassung von Arbeitskräften, Flächen, Tieren, erzeugten und verbrauchten Mengen. Sofern Sie jedoch innerhalb Ihrer  Finanzbuchhaltung ohnehin mit Mengen buchen, ist die Ableitung des BMEL-Formates aus dem Basisabschluss diesbezüglich relativ problemlos möglich. Das trifft ums so mehr zu, sofern Sie oder Ihre Buchstelle mit einer landwirtschaftlichen Finanzsoftware arbeiten.

Der Datensatz muss bis 13. Oktober (= 1. Termin) oder 10. November (= 2. Termin) als elektronisches Format übermittelt werden.

Die Teilnahme am BMEL-Testbetriebsnetz wird vergütet mit 300 € (1. Termin) bzw. 275 € (2. Termin), jeweils zzgl. einer Teilnahmeprämie in Höhe von 55 €.

Im August und September finden Schulungsveranstaltungen zur Erstellung des fehlerfreien BMEL-Jahresabschlusses statt. Gern lade ich Sie dazu ein, sofern Sie Ihr Interesse daran kundtun.

Für die Erklärung Ihrer Bereitschaft zur Teilnahme am BMEL-Testbetriebsnetz können Sie einfach das beigefügte Formular ausfüllen und an die zuständige Bearbeiterin senden. Diese Bereitschaft können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen!

Abschließend sei bemerkt, dass der BMEL-Jahresabschluss, mit der notwendigen Sorgfalt erstellt, für den Betrieb selbst die besten Voraussetzungen schafft, eine Betriebsanalyse vorzunehmen, Schwachstellen zu erkennen und eine fundierte Planung durchzuführen. Vertikale oder horizontale Betriebsvergleiche sind nur dann sinnvoll, wenn sie auf Grundlage einheitlich erstellter Jahresabschlüsse vorgenommen werden. Nur die zeitnahe Erstellung des Jahresabschlusses nach dem Ende eines Wirtschaftsjahres ermöglicht eine zeitnahe Auswertung und unmittelbare Umsetzung der daraus gewonnenen Erkenntnisse im Betrieb. Möglicherweise ist auch Ihre Hausbank sehr interessiert an diesem fundierten und aussagekräftigen Zahlenwerk.

Ja, es ist ein zusätzliche Herausforderung und ein betrieblicher Mehraufwand! Über die Angemessenheit gegenüber dem eingangs formulierten Ziel und Zweck, müssen Sie entscheiden.

Zu bedenke gebe ich noch, dass die Auswertung eines Datenmaterials nur so gut sein kann wie die Datenbasis selbst. An dieser Stelle können Sie Ihren Beitrag leisten. Wir werden in Ihrem Sinne das Unsrige tun. Versprochen!

Für Ihre Fragen stehe ich selbstverständlich gern zur Verfügung! Rufen Sie mich einfach an!

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Letzte Aktualisierung: 06.10.2017

Kontakt

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung

Agrarökonomie
Cornelia Harnack
email an: Cornelia Harnack
Tel:  03328 / 436 164
Fax: 0331 / 27548 4028