Saatenanerkennung

Keimprobe ©LELF

Auf der Grundlage des Saatgutverkehrsgesetzes, der Saatgutverordnung, der Pflanzkartoffel-verordnung, der Saatgutaufzeichnungsverordnung, der Erhaltungssortenverordnung und des Düngemittelgesetzes ist die Saatenanerkennung zuständig für:

  • die Anerkennung von Saat- und Pflanzgut,
  • die Durchführung der Feldbestandsprüfung,
  • die Beschaffenheitsprüfung von Saatgut,
  • die Saatgutverkehrskontrolle,
  • die Probenahme zur Düngemittelverkehrskontrolle,
  • den Nachkontrollanbau von anerkannten Partien und
  • die Nachkontrolle von Standardsaatgut von Gemüse

in den Bundesländern Brandenburg und Berlin.

Im Rahmen der Anforderungen des Agrarstatistikgesetzes werden die Untersuchungen an Proben von Getreide und Raps zur Besonderen Ernteermittlung im Land Brandenburg durchgeführt.

Die Saatenanerkennung ist seit 1992 akkreditiertes Mitglied der Internationalen Vereinigung für Saatgutprüfung (ISTA). Der Samenprüfstelle obliegt die Probenahme, Saatgutprüfung und Ausstellung von ISTA Internationalen Untersuchungsberichten sowie OECD-Zertifikaten für den internationalen Saatguthandel.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 2011 wurden die in Wünsdorf ansässigen Fachgebiete Saatenanerkennung und Phytopathologische Spezialuntersuchungen zusammengelegt. Alle Aufgaben von beiden Fachgebieten werden weiter wahrgenommen.

Weiterführende Beiträge:

  • ISTA-Reakkreditierung

    Die Anerkennungs- und Samenprüfstelle des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung wurde erfolgreich ISTA-reakkreditiert

    Reakkreditierungsurkunde ©ISTA

    Nachdem im März dieses Jahres die Anerkennungs- und Samenprüfstelle des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung von zwei Auditoren der Internationalen Vereinigung für Saatgutprüfung intensiv überprüft worden war, konnte nun die am 11. Juli 2013 ausgestellte Urkunde zur erfolgreichen Reakkreditierung unserer Einrichtung als ISTA-Station entgegengenommen werden.
    Von der ISTA werden die Methoden für die Probenahme und Untersuchung von Saatgut vorgegeben und ständig wissenschaftlich weiterentwickelt. Damit wird gewährleistet, dass international mit einheitlichen Methoden gearbeitet wird und die Ergebnisse vergleichbar sind.

  • Saatguthandel - Urteil des Europäischen Gerichtshofes

    Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum Handel mit Saatgut von nicht zugelassenen Sorten (Kokopelli)

    © LELF

    Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum Inverkehrbringen von Saatgut nicht zugelassener Sorten wurde in der öffentlichen Presse als „Ein unglaublicher Sieg für Bauern und Verbraucher“ über die Macht der Agrarkonzerne dargestellt.
    Kokopelli ist eine französische Vereinigung, die Saatgut von alten Gemüse- und Blumensorten aus biologischem Anbau verkauft. Da die vertriebenen Sorten weder im französischen noch im gemeinsamen EU-Katalog für Gemüsesorten enthalten sind, wurde Kokopelli von einem französischen Gericht wegen unlauteren Wettbewerbs verurteilt.

  • Phytopathologische Diagnostik

    Pilzsporen im Wurzelgewebe Pilzsporen von Thielaviopsis im Wurzelgewebe © LELF

    Die labordiagnostischen Untersuchungen an Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen auf biologische Schadursachen, wie Krankheiten und Schädlinge, sind Grundvoraussetzung für einen umweltgerechten Pflanzenschutz und die Durchführung pflanzengesundheitlicher Maßnahmen bei der Einfuhr und dem Verbringen pflanzlicher Sendungen in die Europäische Union beziehungsweise innerhalb der Europäischen Union sowie beim Export.

  • Gesetzliche Grundlagen und Hinweise zum Anerkennungsverfahren von Saat- und Pflanzgut

    Feldprüfung Kartoffeln © LELF

    Hier finden Sie die gesetzlichen Grundlagen sowie aktuelle Hinweise zum Anerkennungsverfahren von Saat- und Pflanzgut im Land Brandenburg.

  • Aktuelle Entwicklung und Ergebnisse zur Saat- und Pflanzguterzeugung

    Keimfähigkeitsprüfung von Saatgut © LELF

    Hier finden Sie Informationen zur aktuellen Entwicklung und zu Ergebnissen in der Saat- und Pflanzguterzeugung im Land Brandenburg.

Letzte Aktualisierung: 05.09.2016