Flurneuordnung

Gestaltung und Entwicklung ländlicher Räume

© T.Heese

Die Bodenordnung unterstützt die nachhaltige, integrierte  Entwicklung der ländlichen Räume durch Neuordnung des ländlichen Grundbesitzes zur Verbesserung der Agrarstruktur. Zugleich bietet sie den Gemeinden und öffentlichen Planungsträgern Unterstützung bei der Realisierung von Landentwicklungs- und Infrastrukturvorhaben. Die Verfahren der Ländlichen Neuordnung nach dem Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) und dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz (LwAnpG) sind als zentrale Instrumente der Landentwicklung darauf gerichtet, die Arbeits- und Lebensbedingungen im Land Brandenburg zu verbessern und die allgemeine Landeskultur und Landentwicklung zu fördern. Sie werden vorrangig eingesetzt, um 

  • die Rechtsverhältnisse am ländlichen Grundbesitz zu regeln,
  • Flurstücke zu erschließen und anzupassen,
  • getrenntes Boden- und Gebäudeeigentum zusammenzuführen,
  • Ortslagen zu regulieren und Dörfer zu entwickeln,
  • Landnutzungskonflikte zu lösen, die Landschaft unter ökologischen und kulturbautechnischen Gesichtspunkten zu gestalten,
  • den Grund und Boden der Bergbaufolgelandschaften neu zu ordnen.

Bodenordnung ist auch zukünftig ein wichtiges Gestaltungsinstrument im ländlichen Raum. Sie bietet eine wichtige Unterstützung bei der Erhaltung und Entwicklung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen auch in peripheren Regionen des Landes. Denn Bodenordnung stärkt in besonderer Weise die Eigenverantwortung der Bürger, nimmt aber auch die Landwirte wieder stärker in die Pflicht, über ihren eigenen Betrieb hinauszublicken und Verantwortung in den Dörfern zu übernehmen. Angesichts zunehmender Engpässe bei der Finanzausstattung der Kommunen und sinkender Bevölkerungszahlen durch Abwanderung und demographischen Wandel kommt diesem Aspekt eine zunehmende Bedeutung zu. 

 

Weiterführende Beiträge:

  • Neue Wege im Bodenordnungsverfahren Christinendorf sorgen auch für freie Fahrt von Radtouristen

    Wegübergabe Wegübergabe © LELF

    Am 25.10.2017 erfolgte im Beisein von Agrarminister Jörg Vogelsänger die feierliche Übergabe eines neuen Weges im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens Christinendorf im Landkreis Teltow-Fläming. Der ausgebaute Weg "Zur Brände" mit einer Länge von 1.380 Metern hat zum einen eine landwirtschaftliche Erschließungsfunktion und ist auch für den regionalen Tourismus von großer Bedeutung. Das Land Brandenburg stellte dafür 263.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.

  • Neun Jahre Bodenordnung im Schradenland

    Brückeneinweihung Brückeneinweihung © LELF

    Auf der Grundlage des im Jahr 2014 genehmigten Wege- und Gewässerplanes wurden im Bodenordnungsverfahren Schraden II bereits der Weg 104 mit einer Länge von 1.850 Metern, die Entsiegelung eines ehemaligen Agrarflugplatzes und der Neubau einer Brücke über die Pulsnitz realisiert.
    Am 9. November wurde die fertige Brücke in Anwesenheit der Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde, des Landrates Christian Heinrich-Jaschinski und Wolfgang Simon von der MELI-Bau GmbH eingeweiht.

  • Meilenstein für das geplante Flurbereinigungsverfahren „Buckautal“ bei Ziesar

    Aufklärungsversammlung Aufklärungsversammlung © LELF

    Am 26. September 2017 führte das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung den Aufklärungstermin gemäß § 5 Absatz 1 Flurbereinigungsgesetz zum geplanten Flurbereinigungsverfahren „Buckautal“ durch und ebnete damit den Weg für die Anordnung des Verfahrens.
    Ein Großteil der über 2.200 Flurstücke im geplanten Verfahrensgebiet mit einer Gesamtgröße von 1.849 ha liegt verstreut und ist zersplittert, so dass eine rentable Bewirtschaftung momentan schwer möglich ist. Diese und viele für die Region typische Defizite können umfassend und mit vertretbarem Aufwand nur in einem Flurbereinigungsverfahren behoben werden.

  • Ersatzneubau einer Brücke über die Pulsnitz bei Gröden im Bodenordnungsverfahren Schraden II

    Lage des Bodenordnungsverfahren Lage Verfahren © LELF

    Das Bodenordnungsverfahren Schraden II umfasst ein Gebiet von circa 1 960 Hektar. Es befindet sich im Landkreis Elbe-Elster und wird südlich von den Orten Gröden und Hirschfeld begrenzt.
    Das Verfahrensgebiet ist gekennzeichnet durch umfangreiche Meliorationsmaßnahmen im Rahmen der kollektiven Bewirtschaftung durch die LPG, verbunden mit der Errichtung vieler wasserbaulicher Anlagen zur Regulierung des Wasserhaushaltes.
    Der Ersatzneubau einer gesperrten Brücke über die Pulsnitz ist ein Baustein zur Gestaltung und Erschließung des Flurbereinigungsgebietes unter Beachtung der jeweiligen Landschaftsstruktur und den Interessen der Beteiligten.

  • Archäologischer Park - Erhalt des Bodendenkmals durch Eigentumsregelung an Grund und Boden im Bodenordnungsverfahren Freyenstein

    Luftbild Park Freyenstein Luftbild ©Joachim Wacker, BLDAM

    Die Stadtwüstung Freyenstein zählt zu den bedeutendsten archäologischen Bodendenkmälern dieser Art in Mitteleuropa und ist zugleich mit 25 Hektar das größte Bodendenkmal des Landes Brandenburg.
    Im Rahmen der Vorarbeiten zum Bodenordnungsverfahren Freyenstein im Jahr 2002 wurde vom Landesamt für Denkmalpflege und der Stadt Freyenstein der Wunsch geäußert, die Fläche der Stadtwüstung im Rahmen des geplanten Bodenordnungsverfahrens durch Flächentausch in kommunales Eigentum zu überführen. Für die Kommune stand die touristische Nutzung dieses herausragenden Bodendenkmals als sogenannter Archäologischer Park im Vordergrund.
    Mit Blick auf das Ergebnis des Bodenordnungsverfahrens Freyenstein und hier insbesondere die künftigen Eigentumsverhältnisse im Archäologischen Park wurden in Abstimmung mit der Flurbereinigungsbehörde im Rahmen der Ländlichen Entwicklung schon vor Eintritt des neuen Rechtszustandes der Stadt Wittstock Fördermittel zur Errichtung des Archäologischen Parks Freyenstein als touristischer Anziehungspunkt mit hohem Erlebniswert gewährt.

  • Abschluss des Bodenordnungsverfahrens Groß Neuendorf / Ortwig

    Gedenkstein Gedenkstein © LELF

    Das Bodenordnungsverfahren Groß Neuendorf / Ortwig im Landkreis Märkisch-Oderland ist beendet. Die Neuordnung von 2.842 Hektar Oderbruchlandschaft wurde mit der Schlussfeststellung vom 6. November 2015 nun endgültig abgeschlossen. Die Interessen von 530 Landeigentümern konnten im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens einvernehmlich geregelt werden.
    Durch die Neugestaltung im Verfahren wurden Eigentums- und Bewirtschaftungsverhältnisse mit ihren Besonderheiten im Oderbruch eindeutig verbessert und die Region nachhaltig aufgewertet. Die Erreichung dieses Ziels wird auch in vielen weiteren Flurneuordnungsverfahren im Oderbruch mit großem Einsatz verfolgt.

  • Abschluss des Bodenordnungsverfahrens „Feldlage Tietzow“

    Weg zum Kallin Weg "Zum Kallin" ©vlf Brandenburg

    Nach dem Abschluss des Ortslageverfahrens vor zwei Jahren endet nun auch das Bodenordnungsverfahren „Feldlage Tietzow“ im Kreis Havelland.

    Durch die Zuwendung von Fördermitteln seitens Europäischer Union, Bund und Land Brandenburg und die Bereitstellung der Eigenanteile von Verfahrensteilnehmern und Gemeinde sowie Dank des engagierten Einsatzes des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft konnte eine nachhaltige ländliche Entwicklung und die Aufwertung des dörflichen Lebensumfeldes erreicht werden.

  • Optimierung Wasserregime im Gartzer Bruch im Rahmen der Flurbereinigung Unteres Odertal

    neue Stauanlage neue Stauanlage © Schure & Thum GbR

    Im Unternehmensflurbereinigungsverfahren Unteres Odertal werden den Landwirtschaftsbetrieben in großem Umfang Betriebsflächen für die Verwirklichung der naturschutzfachlichen Entwicklungsziele des Nationalparks entzogen. Um diese Betriebe möglichst nicht in ihrer Existenz zu gefährden, galt es diese Flächenverluste zumindest teilweise zu kompensieren, in dem die verbliebenen landwirtschaftlichen Nutzflächen in ihrer Ertragsfähigkeit verbessert werden.

Letzte Aktualisierung: 27.11.2017

Kontakt

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirrtschaft und Flurneuordnung
Potsdam OT Groß Glienicke

Landentwicklung, Flurneuordnung
Rainer Sünderhauf
email an: Rainer Sünderhauf
Tel: 033201 4588101
Fax: 033201 4588108

Adressen:
Dienstsitze der Abteilung Landentwicklung und Flurneuordnung


Externe Links

Informationen des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) :