Flurneuordnung

Gestaltung und Entwicklung ländlicher Räume

© T.Heese

Die Bodenordnung unterstützt die nachhaltige, integrierte  Entwicklung der ländlichen Räume durch Neuordnung des ländlichen Grundbesitzes zur Verbesserung der Agrarstruktur. Zugleich bietet sie den Gemeinden und öffentlichen Planungsträgern Unterstützung bei der Realisierung von Landentwicklungs- und Infrastrukturvorhaben. Die Verfahren der Ländlichen Neuordnung nach dem Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) und dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz (LwAnpG) sind als zentrale Instrumente der Landentwicklung darauf gerichtet, die Arbeits- und Lebensbedingungen im Land Brandenburg zu verbessern und die allgemeine Landeskultur und Landentwicklung zu fördern. Sie werden vorrangig eingesetzt, um 

  • die Rechtsverhältnisse am ländlichen Grundbesitz zu regeln,
  • Flurstücke zu erschließen und anzupassen,
  • getrenntes Boden- und Gebäudeeigentum zusammenzuführen,
  • Ortslagen zu regulieren und Dörfer zu entwickeln,
  • Landnutzungskonflikte zu lösen, die Landschaft unter ökologischen und kulturbautechnischen Gesichtspunkten zu gestalten,
  • den Grund und Boden der Bergbaufolgelandschaften neu zu ordnen.

Bodenordnung ist auch zukünftig ein wichtiges Gestaltungsinstrument im ländlichen Raum. Sie bietet eine wichtige Unterstützung bei der Erhaltung und Entwicklung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen auch in peripheren Regionen des Landes. Denn Bodenordnung stärkt in besonderer Weise die Eigenverantwortung der Bürger, nimmt aber auch die Landwirte wieder stärker in die Pflicht, über ihren eigenen Betrieb hinauszublicken und Verantwortung in den Dörfern zu übernehmen. Angesichts zunehmender Engpässe bei der Finanzausstattung der Kommunen und sinkender Bevölkerungszahlen durch Abwanderung und demographischen Wandel kommt diesem Aspekt eine zunehmende Bedeutung zu. 

 

Weiterführende Beiträge:

  • Ersatzneubau einer Brücke über die Pulsnitz bei Gröden im Bodenordnungsverfahren Schraden II

    Lage des Bodenordnungsverfahren Lage Verfahren © LELF

    Das Bodenordnungsverfahren Schraden II umfasst ein Gebiet von circa 1 960 Hektar. Es befindet sich im Landkreis Elbe-Elster und wird südlich von den Orten Gröden und Hirschfeld begrenzt.
    Das Verfahrensgebiet ist gekennzeichnet durch umfangreiche Meliorationsmaßnahmen im Rahmen der kollektiven Bewirtschaftung durch die LPG, verbunden mit der Errichtung vieler wasserbaulicher Anlagen zur Regulierung des Wasserhaushaltes.
    Der Ersatzneubau einer gesperrten Brücke über die Pulsnitz ist ein Baustein zur Gestaltung und Erschließung des Flurbereinigungsgebietes unter Beachtung der jeweiligen Landschaftsstruktur und den Interessen der Beteiligten.

  • Archäologischer Park - Erhalt des Bodendenkmals durch Eigentumsregelung an Grund und Boden im Bodenordnungsverfahren Freyenstein

    Luftbild Park Freyenstein Luftbild ©Joachim Wacker, BLDAM

    Die Stadtwüstung Freyenstein zählt zu den bedeutendsten archäologischen Bodendenkmälern dieser Art in Mitteleuropa und ist zugleich mit 25 Hektar das größte Bodendenkmal des Landes Brandenburg.
    Im Rahmen der Vorarbeiten zum Bodenordnungsverfahren Freyenstein im Jahr 2002 wurde vom Landesamt für Denkmalpflege und der Stadt Freyenstein der Wunsch geäußert, die Fläche der Stadtwüstung im Rahmen des geplanten Bodenordnungsverfahrens durch Flächentausch in kommunales Eigentum zu überführen. Für die Kommune stand die touristische Nutzung dieses herausragenden Bodendenkmals als sogenannter Archäologischer Park im Vordergrund.
    Mit Blick auf das Ergebnis des Bodenordnungsverfahrens Freyenstein und hier insbesondere die künftigen Eigentumsverhältnisse im Archäologischen Park wurden in Abstimmung mit der Flurbereinigungsbehörde im Rahmen der Ländlichen Entwicklung schon vor Eintritt des neuen Rechtszustandes der Stadt Wittstock Fördermittel zur Errichtung des Archäologischen Parks Freyenstein als touristischer Anziehungspunkt mit hohem Erlebniswert gewährt.

  • Abschluss des Bodenordnungsverfahrens Groß Neuendorf / Ortwig

    Gedenkstein Gedenkstein © LELF

    Das Bodenordnungsverfahren Groß Neuendorf / Ortwig im Landkreis Märkisch-Oderland ist beendet. Die Neuordnung von 2.842 Hektar Oderbruchlandschaft wurde mit der Schlussfeststellung vom 6. November 2015 nun endgültig abgeschlossen. Die Interessen von 530 Landeigentümern konnten im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens einvernehmlich geregelt werden.
    Durch die Neugestaltung im Verfahren wurden Eigentums- und Bewirtschaftungsverhältnisse mit ihren Besonderheiten im Oderbruch eindeutig verbessert und die Region nachhaltig aufgewertet. Die Erreichung dieses Ziels wird auch in vielen weiteren Flurneuordnungsverfahren im Oderbruch mit großem Einsatz verfolgt.

  • Abschluss des Bodenordnungsverfahrens „Feldlage Tietzow“

    Weg zum Kallin Weg "Zum Kallin" ©vlf Brandenburg

    Nach dem Abschluss des Ortslageverfahrens vor zwei Jahren endet nun auch das Bodenordnungsverfahren „Feldlage Tietzow“ im Kreis Havelland.

    Durch die Zuwendung von Fördermitteln seitens Europäischer Union, Bund und Land Brandenburg und die Bereitstellung der Eigenanteile von Verfahrensteilnehmern und Gemeinde sowie Dank des engagierten Einsatzes des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft konnte eine nachhaltige ländliche Entwicklung und die Aufwertung des dörflichen Lebensumfeldes erreicht werden.

  • Optimierung Wasserregime im Gartzer Bruch im Rahmen der Flurbereinigung Unteres Odertal

    neue Stauanlage neue Stauanlage © Schure & Thum GbR

    Im Unternehmensflurbereinigungsverfahren Unteres Odertal werden den Landwirtschaftsbetrieben in großem Umfang Betriebsflächen für die Verwirklichung der naturschutzfachlichen Entwicklungsziele des Nationalparks entzogen. Um diese Betriebe möglichst nicht in ihrer Existenz zu gefährden, galt es diese Flächenverluste zumindest teilweise zu kompensieren, in dem die verbliebenen landwirtschaftlichen Nutzflächen in ihrer Ertragsfähigkeit verbessert werden.

  • Flurbereinigung Ortwig-Neubarnim - Ortstermin zur Bodenschätzung

    Überprüfung Bodenschätzung © vlf Brandenburg

    Im Verfahrensgebiet der Flurbereinigung Ortwig-Neubarnim wird derzeit die Nachschätzung der landwirtschaftlichen Flächen durch das Finanzamt Strausberg vorbereitet. Die Ergebnisse der Nachschätzung werden in die Wertermittlung des Flurbereinigungsverfahrens einfließen.

  • ALKIS-Katasterberichtigung Ortsumgehung Frankfurt (Oder) - Brücke Forstweg

    Erfolgreiche Zusammenarbeit der Kataster- und der Flurneuordnungsverwaltung –Übernahme von Flurbereinigungsverfahren wieder möglich

    Als erstes Flurbereinigungsverfahren im Land Brandenburg, begleitet vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), ist die Ortsumgehung Frankfurt (Oder) – Booßen in das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) übernommen worden. Mit Hilfe eigener Entwicklungen gelang es, die Schwierigkeiten beim Datenaustausch nach dem Systemwechsel im Kataster zu überwinden.

  • Schlussfeststellung im Dorfentwicklungsverfahren Falkenwalde

    Dorfangerweg © LELF

    Ende 2013 fand mit einer sogenannten Schlussfeststellung das Dorfentwicklungsverfahren im uckermärkischen Falkenwalde seinen erfolgreichen Abschluss. Das Landesamt für Ländliche Entwicklung und Flurneuordnung (LELF) hat mit seinem Dienstsitz in Prenzlau und dem Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung (vlf) das Verfahren seit 2001 begleitet. Abschließend wurden alle Baumaßnahmen verwirklicht, ein neues Kataster eingeführt und die Grundbücher umgeschrieben.

  • Abschluss des vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens "Passow"

    © Karl-Heinz Fleischer

    Mit Zustellung der Schlussfeststellung an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft durch das LELF konnte das Verfahren erfolgreich beendet werden. Das Verfahren wurde im Mai 2003 mit Beschluss durch das damalige Amt für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung (AFlE) Prenzlau angeordnet mit dem Ziel, die mit dem Bau der Ortsumgehung Passow im Verlauf der B166n verbundenen Zerschneidungseffekte in Bezug auf die Agrarstrukturen und das Eigentum zu beseitigen.

  • Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens Bornimer (Lennésche) Feldflur mit Ministerpräsident Matthias Platzeck

    © LELF

    Am 19.Oktober 2012 enthüllte Ministerpräsident Matthias Platzeck einen Findling am Standort des ehemaligen Krongutes im Potsdamer Norden. Es war der feierliche Abschluss eines Flurbereinigungsverfahrens in dem nicht nur die Flurstücke neu geordnet wurden.

Letzte Aktualisierung: 13.07.2017

Kontakt

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirrtschaft und Flurneuordnung
Potsdam OT Groß Glienicke

Landentwicklung, Flurneuordnung
Rainer Sünderhauf
email an: Rainer Sünderhauf
Tel: 033201 4588101
Fax: 033201 4588108

Adressen:
Dienstsitze der Abteilung Landentwicklung und Flurneuordnung


Externe Links

Informationen des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) :